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28.09.2007, 08:00 von FOCProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Betriebskostennachzahlung bei Hartz IV
Angenommen ein Mieter erhält Hartz IV (und somit Übernahme der Mietvorauszahlungen) und dieser bekommt am Jahresende eine Aufforderung Betriebskosten nachzuzahlen:
Welche Chance hat der Vermieter über ARGE o.ä. an die Nachzahlung zu kommen. Inkl. der Nachzahlung liegt die Miete immer noch so niedrig, dass ARGE das zahlen würde (aber wohl halt nur im voraus?).

Da ich mich mit ARGE nicht auskenne (merkt man wohl) kann ich die Frage nicht präziser stellen.

Kann der Mieter bei der ARGE den BK-Nachzahlungsbetrag irgendwie "zusätzlich/nachträglich" einfordern?

Danke für jede Hilfe

P.S.
Wo kann man nachsehen, wieviel einem alleinlebendem Single um 40 seitens ARGE an Hartz IV, insbesondere Mietzuschüssen oder Wohnfläche, zusteht?
Alle 20 Antworten
05.10.2007, 10:17 von Augenroll
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@Jobo,

Zitat:
Übrigends für 300 Euro muss ich ganz schön lang stricken.


Na und ich als mietezahlender Lohnarbeiter ohne Miet- und Pachteinnahmen und ohne Erbaussichten erstmal!!!

Ich rechne ja alles in qm-Wohnfläche unseres künftigen eigenen Hauses um. Das wären also wieder ca. 0,3 qm mehr! Auf dieser Fläche kann man bequemst einen Mülleimer abstellen, aber Kleinvieh macht eben auch Mist!
04.10.2007, 15:52 von Jutetuetchen
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Huhu,

oh - och glaube da gibt es so eine Stelle für Wohnraumsicherung .... müsstest Du mal nachfragen - kann aber m.Wissens nach nur der mieter machen wenn ihm die "Obdachlosigkeit" droht.

Grüsse
03.10.2007, 21:40 von FOC
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Ich habe gerade gehört, dass die ARGE für den Mieter die Mietschulden (in Maßen) übernimmt, wenn ihm die Räumungsklage vorliegt, weil dann ja klar wäre, dass er schutzbedürftig sei.
Kennt sich hiermit jemand aus?
02.10.2007, 16:05 von Jobo
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Jetzt verstehe ich, jeder VM ist ein potenzieller Wirtschaftskrimineller.
Diese Sichtweise kann ich so nicht bestätigen, ich habe gehört, dass es auch unter den VM Ausnahmen geben soll.
Übrigends für 300 Euro muss ich ganz schön lang stricken.
Jobo
02.10.2007, 13:58 von Augenroll
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Zitat:
Allerdings scheint es ihrer Antwort nach, in ihrem Leben nur Betrüger um sie herum zu geben, manchmal sollte man aufpassen das es nicht auf einen selbst zurück fällt.


Ja ich pass ja auf!

Der Zusammenhang ist mir eingefallen, weil mir die Verhältnissmässigkeit fehlt.

Ein ALG II'er "betrügt" vielleicht mal um 300€. Bei einem Steuerhinterzieher wird es doch erst ab 50 000 € interessant! Die Summen in der Wirtschaftskriminalität sind ungleich größer! Dabei zaheln die auch Dank hoher Freibeträge und Abschreibungsmöglichkeiten schon so wenig Steuern!
02.10.2007, 13:53 von Jobo
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Zitat:
Das ist schon klar, denn auch jeder ehrliche Steuerzahler ist angehalten, versuchte Erbschaftststeuerhinterziehung anzuzeigen. Auch sollte man als Mieter stets ein offenes Auge dafür haben, ob nicht Schwarzarbeiter im oder am Mietshaus werkeln und jeden Verdacht sofort melden! Das geht ja auch anonym!



Den Zusammenhang zwischen Harz IV und Erbschaftssteuer müssen sie mir erst erklären.

Klar ist jedem Bürger seine Pflicht, jede im bekannte Straftat an zu zeigen, habe ich das etwa mit meiner Aussage in Abrede gestellt ? Ich begrüße es auch wenn Schwarzarbeit angezeigt wird (nicht nur am Mietshaus)! Ich begrüße es auch, wenn Steuersünder (jeder Art) angezeigt werden.

Allerdings scheint es ihrer Antwort nach, in ihrem Leben nur Betrüger um sie herum zu geben, manchmal sollte man aufpassen das es nicht auf einen selbst zurück fällt.

Jobo


02.10.2007, 13:44 von Augenroll
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Zitat:
das mag zwar sein, aber jeder einzelne Bürger ist aufgerufen dabei zu helfen


Das ist schon klar, denn auch jeder ehrliche Steuerzahler ist angehalten, versuchte Erbschaftststeuerhinterziehung anzuzeigen. Auch sollte man als Mieter stets ein offenes Auge dafür haben, ob nicht Schwarzarbeiter im oder am Mietshaus werkeln und jeden Verdacht sofort melden! Das geht ja auch anonym!
02.10.2007, 13:37 von Jobo
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Zitat:
Die Arge ist nicht Vertragspartner des Vermieters. Das ist ausschließlich der Mieter!


das mag zwar sein, aber jeder einzelne Bürger ist aufgerufen dabei zu helfen, dass eventuellen Leistungsmissbrauch eingedämmt wird. Denn das Geld soll an Leute kommen die auch ein Anrecht haben und nicht an solche Bürger, die den VM als Erfüllungsgehilfen ihrer unterschlagenen Nebenkostenabrechnung missbrauchen wollen.
Jobo
02.10.2007, 13:04 von Augenroll
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Die Arge ist nicht Vertragspartner des Vermieters. Das ist ausschließlich der Mieter!
02.10.2007, 11:02 von Jutetuetchen
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Hallo Foc,

natürlich kannst Du versuchen mit der ARGE zu sprechen ..... habe ich auch schon gemacht und dabei dann auch erfahren dass die Nebenkostabrechnungsnachzahlung z.B. doch an den Mieter ausgezahlt wure (und dieser sagte uns auch die ARGRE hätte dieses abgelehnt und er hätte Widerspruch eingelegt etc., etc.)genauso hatte dieser Mieter damals auch die Miete ausgegeben statt sie an uns weiterzuleiten - dieses wurde dann von der ARGE geändert nachdem ich ein nettes Gespräch mit der Teamleiterin hatte.

Sollte die ARGE - wie es nun mal so ist nur den nteil der Miete gezahlt haben der dem mieter zusteht (Grösse der Wohnung und entsprechende Übernahme vom Amt) dann musst Du den rest wirklich von dem Mieter persönlich einfordern - da wird Dir die Arge nichts gutes tun können .... die haben ihre Vorgaben und mehr wird nicht bezahlt.

Also, solange wie der Mieter noch nicht raus ist aus der Wohnung würde ich versuchen mit der ARGE wenigstens was die Nebenkostabrechnung und Nachzahlung betrifft ein Gespräch zu führen (kann unter Umständen schwer werden da muss man schon mit Fingerspitzengefühl dran gehen )

Sollte der Mieter allerdings bereits die Nachzahlung schon der ARGE erhalten haben und sie evtl. einfach nicht an Dich weitergeleitet haben dann ist sie mehr order weniger Futsch und auch hier musst Du Dich an den Mieter wenden und das geld von ihm einfordern.

Die ARGE kann allerdings dann auch tätig werden (gegen den Mieter) weil er Leistungen zweckentfremdet hat ..... vielleicht solltest Du auch damit versuchen (Verdacht eben dass Leistungen zweckentfremdet wurden) den entsprechenden Sachbearbeiter ans Telefon zu bekommen. Oft hilft da auch die BG Nr. des Mieters (gut wenn man die hat und Geburtsdatum halt auch)

Grüsse
01.10.2007, 21:16 von FOC
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Also: der Mieter wohnt noch in der Wohnung und hält die Kündigung in Händen. Daher ist der Fall hier evtl. einfacher.

Angenommen, die ARGE hat bisher nur die 300 pro Monat gezahlt und nicht die 350 ... und hat den Mieter immer wieder ablitzen lassen mit der Übernahme der Nachzahlungen (Behauptung des Mieters).
Der Mieter meint, seine Wohnung wäre einfach zu groß für die ARGE, vom Preis wäre sie nicht teurer als Wohnungen, die die ARGE finanzieren würde....Ist halt über 45m2 (sogar über 50m²), kostet aber kalt nur 225, was ja unter der oben angeführten Grenze von 235,80 für Single mit 45m2 liegen würde.

Was könnte der Vermieter da noch bei der ARGE machen? Anrufen beim Betreuer/Bearbeiter des Mieters (gibt es soetwas?) und sich den Fall erklären lassen (oder wird sich die ARGE da mit Datenschutz herauswinden)?

01.10.2007, 08:45 von Jutetuetchen
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Zitat:
Das Amt zahlt natürlich auch die NK-Nachzahlung wenn der Mieter nicht mehr in dieser Wohnung wohnt - es sei denn, er erhält zwischenzeitlich keine leistungen mehr, dann müsste er die Nachzahlung selbst bezahlen.



..... da haben wir leider 2x andere Erfahrungen machen müssen - obwohl der ehem. Mieter noch Leistungen v.d. Arge erhielt aber eben in einer anderen Wohnung wohnte haben wir keinen Cent v.d. Nachzahlung erhalten bzw. wurden auf den Privatrechtlichen Weg verwiesen da die ARGE nur Kosten für die aktuelle Wohnung übernimmt.

LG
30.09.2007, 23:27 von rrutz
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Zitat:
Fakt ist, wohnt der Mieter nicht mehr i.d. Wohnung und erhält die Abrechnung gibt es vom Amt keinen Cent - d.h. die Nebenkostennachzahlung kannst Du vergessen - dieses bezahlt nur wenn der Mieter zu dem Zeitpunkt noch in der betroffenen Wohung wohnt.


... nicht ganz richtig.

Das Amt zahlt natürlich auch die NK-Nachzahlung wenn der Mieter nicht mehr in dieser Wohnung wohnt - es sei denn, er erhält zwischenzeitlich keine leistungen mehr, dann müsste er die Nachzahlung selbst bezahlen.

rrutz
30.09.2007, 15:43 von Jutetuetchen
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Hallo,

wenn ich dass jetzt richtig verstanden habe ist der mieter ausgezogen (worden) und Du hast jetzt die Abrechnung erstellt ??? (Betriebskostenabrechnung und die Abrechnung über die fehlende M ietzahlungen - sprich dass was er zuwenig mtl. gezahlt hat ?)

Fakt ist, wohnt der Mieter nicht mehr i.d. Wohnung und erhält die Abrechnung gibt es vom Amt keinen Cent - d.h. die Nebenkostennachzahlung kannst Du vergessen - dieses bezahlt nur wenn der Mieter zu dem Zeitpunkt noch in der betroffenen Wohung wohnt.

Dass Amt wird vermutlich dem Mieter auch die volle Miete Monat für Monat überwiesen haben wenn sie so i.d. Mietbescheinigung stand und anerkannt wurde ..... auch hier springt die ARGE im übrigen im Nachhinein nicht wirklich ein (vorallem wenn sie die Miete voll an den Mieter überwiesen hat) - ich weiss jetzt natürlich nicht ob das Amt die Miete komplett übernommen hat oder eben nur 300 Euro .... aber egal - im nachhinein wirst Du nichts bekommen - vorallem wenn der Mieter nicht mehr i.d. Whg. wohnt. Keine Chance - eben nur über den privatrechtlichen Weg und ob sich das wirklich lohnt steht auf einem anderen Blatt.

LG
28.09.2007, 21:54 von Gipsy
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Zitat:
Beim nächsten Mal: Keinen Ausreden glauben, sofort mahnen. Und wenn es wieder ein Hartzler ist auch immer die ARGE informieren.


Und am besten die NK ein wenig höher ansetzten. Lieber was zurückzahlen als auf nie eintreffende Nachzahlungen zu warten.


Vermiete an Studenten, meißtens, und zahle ca. 20 € jährlich zurück. M ist zufrieden und ich auch.

Gipsy
28.09.2007, 21:07 von Kobes
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Da hast Du Dich aber viel zu lange verar...... lassen.
Schreib das Geld ab und verbuch es als Erfahrung.

Du solltest die ARGE aber schon anschreiben dass Du eigentlich ja nie die volle Miete erhalten hast. Ich nehme an der Mieter hat aber immer den vollen Betrag erhalten. So kannst Du ihn wenigstens auch nochmal richtig ärgern.

Beim nächsten Mal: Keinen Ausreden glauben, sofort mahnen. Und wenn es wieder ein Hartzler ist auch immer die ARGE informieren.
28.09.2007, 19:24 von FOC
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Also:
KM = 225 Euro
BK = 120 Euro je Monat inkl. Heizung

Statt einer geforderten Vorauszahlung von 350 Euro wurden immer nur 300 Euro überwiesen - macht am Ende je Jahr 540 Euro Nachzahlung, die der Mieter nicht beibringt. Ausreden sind genug da, immer ist die ARGE Schuld und das seit 3 Jahren (1500 Euro).
Selbst nach einer fristlosen Kündigung keine Anstalten, die Nachzahlungen zu tätigen sondern lieber Auszug.

Ist die ARGE verpflichtet dem Mieter die Nachzahlungen zu geben?
Ort: Elmshorn bei Hamburg.

@Francesca: mir ist klar, dass die Hartz-IV-Bezieher keine Kranken sind, habe ich auch nicht behauptet - aber aus obigem fragt man sich doch, wieso der Mieter da nicht das Geld von der ARGE holt, falls es ihm zusteht ... oder hat er es anderweitig ausgegeben ?
28.09.2007, 14:58 von Augenroll
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Welche Stadt?
28.09.2007, 09:47 von Musti1000
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Zum Beispiel:

Haushaltsgröße

für Alleinstehende 45 qm / KM 235,80
2 Pers. Haush. 60 qm / KM 291,60
3 Pers. Haush. 75 qm / KM 364,50
4 Pers. Haush. 90 qm / KM 437,40
5 Pers. Haush. / KM 510,30

angegeben ist jeweils der Höchstbetrag der Kaltmiete
28.09.2007, 09:42 von Franceska
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Die Nachzahlung der Betriebskosten hat nichts mit der Miete zu tun.

Die Nachzahlung muss dem Mieter übergeben werden und der muss das bei seinem zuständigen Amt einreichen. Es sollte also kein Problem bei der Nachzahlung geben.

Nur zur Info, Hartz IV-Empfänger sind keine Kranken. Sie sind Menschen die zum größten Teil unverschuldet in der Arbeitslosigkeit gelandet sind.

P.S. Kommt drauf an. Bei uns hält sich die Arge an den örtlichen Mietspiegel.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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