> zur Übersicht Forum
10.03.2007, 17:10 von HansjuergenProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Betriebskostenabrechnung- /Saldo von ARGE?
Ich habe die Suchfunktion hier im Forum durchsucht, aber nichts gefunden oder mit den falschen Suchworten gesucht.

Meine Problemmieter hatten Anspruch auf die Mietzahlungen vom 01.01.2006 bis zum 1.10.2006. Dann wieder drei Monate nicht und jetzt läuft die Miete wieder von der ARGE (ab 1.02.2007).

Bei der Betriebskostenabrechnung ergibt sich eine Forderung von ca. EUR 400,00 für mich, die die Problemmieter nicht zahlen können.

Meine Fragen:

Kann ich nicht für den Zeitraum der Mietzahlungen von der ARGE nicht den Teil der darauf entfallenen Betriebskosten von der ARGE "einfordern"?
Wer hat dieses schon mal versucht?
Interessant wäre für mich zu wissen mit welcher Begründung.

Gruß Hans-Jürgen
Alle 7 Antworten
10.03.2007, 19:16 von Hansjuergen
Profil ansehen
@all:

Danke für die Antworten. Habe ja nur mal versucht, doch noch an mein Geld zukommen über den Umweg ARGE.

Was nicht ist, ist nicht.

Gruß Hans-Jürgen
10.03.2007, 18:27 von Anita
Profil ansehen
Zitat:
Es lag eine Abtretung der Mieter vor, die ARGE überwies direkt an den Vermieter. War es nicht deutlich geworden in meiner Frage?


Nein.
Im Land Brandenburg wird, wie prinzregent schreibt, zum Umzug aufgefordert bzw. nicht gezahlt. Ansonsten muß eben der Mieter die Mehrkosten selbst tragen.

Darum besser vorher Informieren - auch oder gerade von Seiten des Vermieters - welche Zahlungen die Arge übernimmt (wieviel Personen, Größe der Wohnung, Höhe Kaltmiete und Nebenkosten).

Gruß Anita

@prinzregent
Mit § 240 (Nötigung) hat mir auch schon mal ein Mieter, wegen der Kündigung, gedroht. Aber § 249 Raub, weil der Vermieter die Nachzahlung von BK fordert, ist mir neu.
Man lernt immer dazu.
Ich werde in den nächsten Tagen den Strom- und Gasversorger, die Gemeinde, den Müllentsorger usw. usw. wegen Raub anzeigen
10.03.2007, 17:57 von Hansjuergen
Profil ansehen
So, jetzt verstehe ich fast nichts mehr .

Zitat:
StGB, z.B. kennst Du schon den § 249 ?
Raub?

Zitat:
Hier kannst Du Dir anschauen, ob Deine Miete überhaupt übernommen wird.

Die vereinbarte Miete zzgl. Betriebs- und Heizkosten wurden in voller Höhe von der ARGE regelmäßig an den Vermieter direkt überwiesen (Kaltmiete 290,00 BetrKV 45,00 Heizung 70,00 mtl.).

Zitat:
Aber, jeder Sachbearbeiter der ARGE macht eigene Regeln.

Bedeutet dies nicht, dass der Mieter einen entsprechenden Antrag bei der ARGE stellen könnte (ich würde den Antrag auch vorformulieren).

Gruß Hans-Jürgen
10.03.2007, 17:37 von prinzregent
Profil ansehen
Zitat:
Betriebskosten von der ARGE "einfordern"?


Nein, das geht nicht. Die ARGE ist nicht dein Vertragspartner.

Hier kannst Du Dir anschauen, ob Deine Miete überhaupt übernommen wird. http://www.my-sozialberatung.de

Deine 400 Euro sind 33,34 Euro Miete monatlich. Damit kommt dein ALG2 Empfänger schnell über die festgelegten bundesweiten Richtlinien zu den Unterkunftskosten. = KdU

Dir bleibt nur den Verlust so gering wie möglich zu halten. Bedenke, Mieter zeigen gern mal den Vermieter an, dann kommt das StGB, z.B. kennst Du schon den § 249 ?

Halte Dich von Deinen Mietern möglichst weit fern, immer die Strasse wechseln und mach alles nur schriftlich ...

Zitat:
Es lag eine Abtretung der Mieter vor, die ARGE überwies direkt an den Vermieter. War es nicht deutlich geworden in meiner Frage?


Gegenrechnung, Beispiel

Warmmiete KdU Soll 366 Euro

Warmmiete IST 366 Euro

400 Euro Betriebskostennachzahlung wird in diesem Fall NICHT übernommen. Denn die reale Warmmiete ist jetzt 399,34. Die Differenz muss aus dem Regelsatz des Mieters getragen werden. Aber, jeder Sachbearbeiter der ARGE macht eigene Regeln. In Berlin würde gezahlt, in Brandenburg zum Umzug aufgefordert...

Dein Mieter könnte "Widerspruch" gegen den Bescheid der ARGE einlegen. Die Klage auf Zahlung der Betriebskosten wird oft gewonnen, aber bis die Klage gewonnen wird und Geld kommt vergeht sicherlich viel Zeit ...

Zahlmeister ist in der Regel der Vermieter ... der Staat drückt sich vor der Zahlung ... oder sieht das wer anders ?
10.03.2007, 17:34 von Hansjuergen
Profil ansehen
Zitat:
Vertragspartner ist allein Dein Mieter - die ARGE hat keinerlei Verträge mit Dir abgeschlossen und wird automatisch und mit dieser Begründung jegliche Forderung ablehnen.

Das ist mir bekannt. Umkehrschluss wäre dann doch aber, dass der Mieter mit der Betriebskostenabrechnung zur ARGE geht, um Erstattung bittet und das Konto des Vermieters angibt oder?

Es lag eine Abtretung der Mieter vor, die ARGE überwies direkt an den Vermieter. War es nicht deutlich geworden in meiner Frage?

Gruß Hans-Jürgen
10.03.2007, 17:32 von Anita
Profil ansehen
Zitat:
Kann ich nicht für den Zeitraum der Mietzahlungen von der ARGE nicht den Teil der darauf entfallenen Betriebskosten von der ARGE "einfordern"?


Ich glaube NEIN. Denn nicht die ARGE sondern der Mieter ist Dein Vertragspartner.

Einige Vermieter setzten die BK bei HartzIV'lern schon im Voraus etwas höher an um evtl. Nachzahlungen vorzubeugen.

Mal angenommen der HartzIV-Empfänger hätte eine Gutschrift aus der Nebenkostenabrechnung. Ich glaube die wenigsten würden das der ARGE melden.

Gruß Anita

10.03.2007, 17:18 von rrutz
Profil ansehen
Hallo,

Vertragspartner ist allein Dein Mieter - die ARGE hat keinerlei Verträge mit Dir abgeschlossen und wird automatisch und mit dieser Begründung jegliche Forderung ablehnen.

Wenn Dein Mieter Anspruch auf Zahlungen hat, hat er auch Ansprüche auf die Zahlung der Nebenkosten, die dann auf sein Konto von der ARGE überwiesen werden - solange er nichts anderes angibt erfolgt keine Direktzahlung an den Vermieter.

rrutz
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter