> zur Übersicht Forum
31.01.2008, 09:31 von SommerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Berliner Linke wollen am Mietpreisspiegel drehen!
Aus der heutigen Berliner Zeitung stammt folgende Meldung - sehr gelungen finde ich die Reaktion von Haus und Grund die nämlich quasi mit einer völligen Aushebelung des Mietpreisspiegels drohen - dann wäre das Konzept am Ende:

Zitat:
Die Koalition gibt sich mieterfreundlich
Neuregelung für Mietspiegel

Ulrich Paul

Die Möglichkeiten für Mieterhöhungen sollen mit dem nächsten Mietspiegel im Jahr 2009 eingeschränkt werden. Das sieht ein Antrag der rot-roten Koalition vor, der gestern im Bauausschuss des Abgeordnetenhauses mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen beschlossen wurde. Das Preisspektrum im nächsten Mietspiegel soll dem Beschluss zufolge weniger breit ausfallen als bisher. Damit sollen die Spielräume für Mieterhöhungen verringert werden. Außerdem soll erreicht werden, dass die Mieter die energetische Beschaffenheit der Wohngebäude künftig besser erkennen können. Der energetische Bauzustand der Häuser soll "als eigenständiges Merkmal" im Mietspiegel ausgewiesen werden. Geplant ist ferner, die Belastung einer Wohnung durch Verkehrslärm stärker zu berücksichtigen.

Ob der nächste Mietspiegel tatsächlich geringere Mieterhöhungsspielräume enthalten wird, ist aber noch unklar. Bau-Staatssekretärin Hella Dunger-Löper verwies in der Debatte darauf, dass es bei der Erarbeitung des Mietspiegels "um einen Ausgleich der Interessen" von Mietern und Vermietern gehe.

Der Berliner Mieterverein (BMV) begrüßte die geplanten Änderungen. BMV-Hauptgeschäftsführer Hartmann Vetter sagte: "Wir fordern den Senat auf, einen Mietspiegel zu kreieren, der den Namen verdient und kein Vermieter-Mietspiegel ist." Der Vermieterverband Haus und Grund übte hingegen Kritik. Verbandssprecher Dieter Blümmel sagte, sollte der Vorstoß erfolgreich sein, müssten die Vermieter überlegen, ob sie bei der Begründung von Mieterhöhungen künftig nicht besser auf den Mietspiegel verzichten. Es gebe schon lange die Idee, eine Datenbank mit den tagesaktuellen Miethöhen anzulegen. Die Vermieter könnten hierfür die Miethöhen von rund 500 000 Wohnungen zur Verfügung stellen. Der Mietspiegel stütze sich hingegen nur auf Mieten von rund 10 000 Wohnungen, die ein halbes Jahr zuvor ermittelt worden seien. "Dann werden wir mal sehen, was von den Gerichten als realitätsnaher anerkannt wird", sagte Blümmel. (ulp.)
Alle 6 Antworten
11.02.2008, 09:49 von Augenroll
Profil ansehen
Zitat:
Also doch Vermieterkartell

Sag ich doch.
31.01.2008, 10:58 von Berliner
Profil ansehen
Zitat:
Es wird für den Vermieter doch wesentlich undurchsichtiger

Das hängt ganz vom Standpunkt des Betrachters ab!

Zitat:
Der Vorschlag von Haus und Grund dagegen ist doch wesentlich klarer

Klarer für wen? Vermutlich Vermieter und dessen Lobby.

Berliner
31.01.2008, 10:57 von Mortinghale
Profil ansehen
Mehr Transparenz ?

Wer soll das denn überhaupt nach welchen Kriterien festlegen ?

Das ist alles völliger Blödsinn.

In eine Wohnung, die mir nicht gefällt, die mir zu teuer oder zu laut ist, ziehe ich einfach nicht ein.

So einfach ist das.

31.01.2008, 10:50 von Dernie
Profil ansehen
Zitat:
... bringt vor allem Vermietern [...] mehr an Klarheit sowie Sicherheit und Transparenz.


Häh - was hast Du denn geraucht? Irgendein Karnevalskraut? *fg*

Genau das Gegenteil ist doch der Fall. Es wird für den Vermieter doch wesentlich undurchsichtiger, was er denn an Infos benötigt, wie er das rechtssicher begründet, etc. um die Miete angemessen erhöhen zu können.

Der Vorschlag von Haus und Grund dagegen ist doch wesentlich klarer, gerechter und von allen nachvollziehbar... . Aber aktuellste Daten diesbezüglich werden von Mietervereinen ja vermutlich auch nicht gewünscht... .

Gruß,
Dernie

31.01.2008, 10:35 von Berliner
Profil ansehen
So schlecht ist die Idee ja nun auch wieder nicht. Außerdem ist das ganze dann für beide Seiten wesentlich gerechter und bringt vor allem Vermietern aber auch Mietern mehr an Klarheit sowie Sicherheit und Transparenz.

Das der Berliner Vermieterverein gute Vorschläge direkt zerredet sind wir ja gewohnt.

Berliner
31.01.2008, 10:27 von Melanie
Profil ansehen
Zitat:
Es gebe schon lange die Idee, eine Datenbank mit den tagesaktuellen Miethöhen anzulegen. Die Vermieter könnten hierfür die Miethöhen von rund 500 000 Wohnungen zur Verfügung stellen.


Also doch Vermieterkartell
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter