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05.11.2010, 21:50 von Er1osProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Bei Vermieterwechsel Umlagen & Miete anpassen ?
Hallo,

nach Aussage einer Immobilienmaklerin, bleiben bei Vermieterwechsel alle bisherigen Mietverträge bestehen, wenn die gleichen Mieter mit übernommen werden.
Das bedeutet, das alles was vor Jahren im Mietvertrag festgelegt wurde, kann nicht geändert, bzw. ergänzt werden.

Sämtliche Kosten (Grundsteuer, Versicherungen,...) die noch nie im Mietvertrag Bestand waren, kann man also als Neuer Eigentümer nicht "ohne die Zustimmung" des Mieters umlegen? Stimmt das ?

Welche Möglichkeiten sind gegeben, ohne das man es sich als Neuer Vermieter gleich am Anfang mit den Mietern verscherzt ? (Der Neue Vermieter kennt leider auch die Mieter schon ewig :-) )

Mit der Miete ist es das gleiche Problem. Diese wurde seit 4 Jahren nicht an den Mietspiegel angepasst.

Sollte man vorerst alles beim Alten lassen ?
Alle 2 Antworten
10.11.2010, 10:41 von Gilhorn
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Es muss geprüft werden, ob es sich laut Mietvertrag bei den monatlichen Zahlungen für die Betriebskosten um eine Vorauszahlung für die jährliche Abrechnung oder um eine eine Pauschale, mit der alles abgegolten ist, handelt. Ist es eine Vorauszahlung, so ist der genaue Text im Mietvertrag zu lesen. Wird dort auf alle Betriebskosten, laut Betriebskostenverordnung Bezug genommen, so wird der Vorvermieter die Positionen nur vergessen haben, dann können diese Positionen in die neue Abrechnung einfließen. Wird nicht auf die Betriebskostenverordnung Bezug genommen und sind lediglich einige Positionen benannt, muss der Mieter einer Vertragsänderung zustimmen.
06.11.2010, 11:09 von Chum.
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Mit Kauf des Hauses übernehmen Sie die "alten" Mieter und "alten" Mietverträge.
Wenn einige Abrechnungsposten im "alten" MV nicht vereinbart worden sind, können sie diese nicht abrechnen, es sei denn die Mieter stimmen schriftlich zu.
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Ich persöhnlich würde alles beim "alten" lassen und 1 - 2 Jahre nach Erwerb des Hauses genau die Finanzen prüfen, bevor Sie irgendeine Nettomieterhöhung vornehmen.

Das Hauptaugenmerk sollte zuerst darauf gerichtet sein, dass Sie genügend sichere Mieteinnahmen haben um Kredite, Reparaturen und sonstige Kosten (des Hauses) aufbringen können und noch ca. 25% der Nettomiete/ Wohneinheit als Rücklage bilden können.
Die Kosten des neuen Hauses sollten möglichst durch die Mieten gedeckt sein, ohne anderes Privatvermögen aufzubrauchen.
Danach sollten Sie entscheiden ob Sie die Nettomiete erhöhen bzw. dem Mietspiegel anpassen.
Ich habe erlebt, dass nach Erhöhung der Nettomiete einige Mieter eine Liste mit Mängeln parat haben.
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