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22.03.2007, 13:49 von SommerProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Baufrage: Drainage Dachentwässerung?
Liebe Vermieters,
hat jemand ein paar bautechnische Vorschläge wie ich preiswert ein Drainagesystem für die Dachentwässerung realisiere?

Vorgarten mit frei verfügbarer (also nicht vermieteter) Rasenfläche ist vorhanden und momentan entwässern die beiden Fallrohre rund 300 qm Dachfläche in die Kanalisation - was ich über die Niederschlagswassergebühren bezahlen darf.

Mag nicht mehr - gibt es nicht eine preiswerte und verkehrssichere Lösung? Einfach Loch ausheben und mit Grobkies auffüllen? Oder gibt es irgendwelche preiswerten Drainagesysteme zum Einbuddeln?

Wer weiß was dazu?

Grüße
S.
Alle 14 Antworten
23.03.2007, 14:25 von Augenroll
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Zitat:
Na und sinnvoller ist ja nun auch, Regenwasser dahin zu leiten wo es hingefallen wäre wenn da nicht grad ein Haus gestanden hätte...



22.03.2007, 22:28 von Sommer
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Also ich glaube eigentlich nicht, daß das so teuer ist - auf der Rückseite muss ich es eh machen lassen und das bisschen Buddeln und Rohre verlegen kann eigentlich nicht so teuer sein. Und dank Klimaerwärmung soll doch eh alles trockner hier werden (allerdings mit gelegentlichem STurzregen muß man wohl rechnen).
Na und sinnvoller ist ja nun auch, Regenwasser dahin zu leiten wo es hingefallen wäre wenn da nicht grad ein Haus gestanden hätte...

S.
22.03.2007, 21:46 von dedl
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Moin zusammen,

Zitat:
Außerdem, bei allem Gebührenfrust, habe noch nie erlebt dass sich son Manöver rechnet.



betriebswirtschaftlich möglicherweise nicht (Belege?), aber volkswirtschaftlich? Außerdem: Was hat Regenwasser im Klärwerk zu suchen? Neben den finanziellen gibts ja auch noch andere Aspekte.

22.03.2007, 21:18 von Fixfeier
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Hallo,

sei vorsichtig! Am Ende gibts trotz aller Berechnungen nen nassen Keller und keiner ist schuld. Der Aufwand so was dann zu beseitigen ist jenseits ...

Außerdem, bei allem Gebührenfrust, habe noch nie erlebt dass sich son Manöver rechnet.

Gruß
22.03.2007, 18:40 von Sommer
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Danke für die ganzen Antworten - hier tummeln sich ja offenbar Fachleute.

Eine Regenwassertonne will ich nicht - bringt nix. Im Sommer, wenn ich das Wasser brauche ist er leer; im Winter läuft er über. Zudem muß dafür wieder eine Pumpe her und das ganze frostsicher sein, usw....dazu machen wir einfach zu wenig im Garten; die Sprengwasserzähler sind teurer beim Ersetzen als daß sie mir Ersparnis bringen.

Mir wurde von einer Firma so ein Plastikteil vorgeschlagen, die rund 300 l fassen, hintereinander geschaltet werden und mit Vlies umwickelt werden - kosten ca. 70€ pro Stück und sind belastbar. Ich hatte mir das mal ganz simpel mit porösen Kanalringen oder sowas vorgestellt - mit Kies gefüllt.

Der Tipp mit dem Blick in die Bestimmungen war wertvoll - da heisst es:
§15 b:
[...]Leitet der Kunde das Niederschlagswasser in ein so genanntes Mulden-Rigolen-System mit gedrosselter Ableitung und Teilversickerung des Niederschlagswassers, so werden pauschal 50% der jew. versiegelten Fläche bei der Berechnung des Entgeltes abgesetzt, wenn die Anlagen entsprechend den tech. Regeln des ATV-Arbeitsblattes Nr. 138 arbeiten.

Na und hier wird das auch prima erklärt: http://www.arbeitshilfen-abwasser.de/HTML/kapitel/A5-1Versickerung.html

Und für Laien und Berliner erklärt es auch noch mal der Senat:
http://www.berlin.de/sen/umwelt/wasser/wasserrecht/pdf/regenwasser.pdf

Und übrigens lag ich mit meiner initialen Idee "Mulde mit Kies" gar nicht so daneben - das ganze (allerdings begrünt und ohne Kies) nennt man fachliche "Muldenversickerung". Braucht dafür bei 300 qm Dachfläche insgesamt mindestens 20 qm Fläche und eignet sich immer dann wenn der Boden durchlässig genug ist. Was er hier vermutlich ist da alles Sand. Nur die 6 m Abstand zum Haus sind schwer einzuhalten, schätze ich...werde mich mal nach ner Forma mit Ahnung umschauen.

S.
Hallo tobiwittmann!

musst Dich doch nicht für ein lange zurückliegendes Stunium entschuldigen, denn Deine Aussage trifft ja den Nagel auf den Kopf.
Habe auch manchmal dieses Problem: vielfältiger Beruf, vielfältiges Studium und nun beschäftigt man sich von berufswegen schon seit Jahren in der Praxis nur noch mit 50% von dem ganzen eingepaukten Wissen, weil eben die Nachfrage nicht mehr da ist.

Genau deshalb schrieb ich auch, dass es empfehlenswert wäre,
wenn Sommer sich an ein Fachbetrieb für Garten- und Landschaftsbau wenden würde.
Denn es gibt bei sowas viele Aspekte zu beachten und auch mehrere Möglichkeiten. Das kann man aber nur herausfinden, wenn man die örtlichen / bautechnischen Begebenheiten kennt, vor Ort besichtigt uind überprüft.
Dafür ist hier der Galabauer der richtige Ansprechpartner.

Polline
22.03.2007, 15:59 von Jobo
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schaut einfach auf meinen Link, da gibt es am Ende des Artikels eine Broschüre zum herunter laden.
Da stehen nicht nur München spezifische Sachen drin, da sind auch Fachbegriffe gut erklärt selbst die Berechnung kann man nachlesen.
Jobo
22.03.2007, 15:50 von tobiwittmann
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Zitat:
Steht alles im Schneider.


...oder im Wendehorst.

Das meine ich aber auch: Ausrechnen und wissen was man wie tut und nicht einfach nur ein Loch buddeln.
22.03.2007, 15:44 von Augenroll
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Zitat:
dass man das nicht in drei Zeilen ausrechnet...


Steht alles im Schneider.

Da ist mir noch was Eingefallen:

Falls Sie das Regenwasser mit einem festen Behältnis auffangen wollen, brauchen Sie eigentlich wieder ein stückweit Verrieselung , um Spitzen abzubauen. Es gibt auch Mulden im Garten, ausgestatttet mit einem Schotterbett und Grasnarbe, wo in Ruhe Oberflächenversickert wird.
22.03.2007, 15:36 von tobiwittmann
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Zitat:
Drainagesysteme zum Einbuddeln


Man merkt, dass Sie von der Thematik nicht allzu viel verstehen. (Bitte nicht persönlich nehmen!) Eine Drainage ist dafür da, Wasser vom Gebäude weg zu leiten, z.B. vor Kellerwänden.

Was Sie meinen ist vermutlich eine Untergrundverrieselung. Ein Sickerschacht ist auch geeignet, um Regenwasser versickern zu lassen.

Für beide System gilt aber, dass man es nicht einfach irgendwie macht und hofft, dass es funktioniert. Dafür hängt eine Versickerung von zu vielen Faktoren ab, die in die Überlegungen einbezogen werden müssen (anfallende Niederschlagsmengen inkl. Regenspitzen, Durchlässigkeit des Bodens, Grundwasserstand, etc.).

Leider ist mein Studium zu lange her, als dass ich es noch hinbekommen würde, aber ich weiß noch, dass man das nicht in drei Zeilen ausrechnet...
22.03.2007, 14:31 von Jobo
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@Sommer
frag bei deinem Versorger nach, denn Du möchtest ja auch Kosten sparen und dann muß es so sein wie der Versorger das fordert !
Hier ein Beispiel wie das geregelt sein kann !
http://www.muenchen.de/Rathaus/bau/wir/mse/Regenwasser_versickern/135689/index.html

Jobo
Augenroll rechtgeb

Zumindest eine Möglichkeit. Man müsste allerdings die örtlichen Gegebenheiten genauer kennen, um einzuschätzen, was möglich ist. Vor allem ist es ja auch eine Frage Deiner Preisvorstellung. Naja, jedenfalls bei solchen Dingen, ist eine `Ferndiagnose` schlecht.

Vielleicht kontaktierst Du mal ein örtliches Garten- und Landschaftsbauunternehmen. Die können Dir mit Sicherheit Auskunft geben, welche Möglichkeiten es gibt.
Und Angebot machen lassen kostet nix.

Polline
22.03.2007, 13:52 von Augenroll
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Eventuell würde ich einen Regenwasserauffangbehälter einbuddeln, kann man dann den Garten draus bewässern.
22.03.2007, 13:52 von johanni
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Hallo Sommer,

Zitat:
Mag nicht mehr - gibt es nicht eine preiswerte und verkehrssichere Lösung? Einfach Loch ausheben und mit Grobkies auffüllen? Oder gibt es irgendwelche preiswerten Drainagesysteme zum Einbuddeln?


War früher ja immer Gang und Gebe, aber heute wirst Du bestimmt Ärger mit dem Tiefbauentwässerungsamt bekommen. Zumal Du ja schon entsprechend veranlagt worden bist.

Johanni
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