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09.08.2007, 09:32 von heckeProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|bäume
hallo,

wir haben ein kl. problem mit unserer gemeindeverwaltung.

folgendes problem.

ein efh liegt an einer strasse, gegenueberliegend befindet sich ein grünstreifen mit uralten eichenbäumen, mit dem laub und dreck haben unsere mieter sich schon seit jahren abgefunden, das ist auch nicht das wirkliche problem.
die sehr starken aeste ragen teilw. ca 3 meter ueber die strasse auf unser grundstueck, das gibt natuerlich nochmals richtig laub, aber das eigentliche problem ist, dass teilweise angestorbene aeste aus dem kronen bereich herausbrechen und passanten oder die kinder der mieter treffen koennten.

unser bauamt will die sache offenbar aussitzen und nichts unternehmen, wie kann ich jetzt am besten vorgehen???

gibt es eine regelung an welcher stelle (z.b. grundstuecksgrenze) die ausrageneden aeste gekappt werden koennen oder sogar muessen ?

danke fuer eure antworten
Alle 18 Antworten
13.08.2007, 22:01 von Coba
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ist es nun ein öfentlicher oder privater baum ?

danach richtet sich dein handeln, denn öffentliche bäume haben mehr rechte als private spätestens wenn die bäume die vorätzlich / fahrlässig schädigen *fg*

wenn es nämlich um schäden geht (lästern off)

grüssle coba
12.08.2007, 20:04 von Fixfeier
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Hallo,

schau einfach in das Nachbarrecht deines Bundeslandes und beachte eventuell gültige regionale Baumschutzvorschriften (Kreisverwaltung fragen).

Steht alles dort, ... und die Gemeinde muss gesetzliche Pflichten genauso einhalten wie jeder Privatier.

Gruß
11.08.2007, 13:49 von hecke
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und.....was mach ich jetzt ??????
10.08.2007, 20:00 von hecke
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selber moinsen,

klar mit dem sturm ist kein problem, nur, die aeste haengen so hoch das ich mindestens einen staiger besorgen muesste, und die str. muesste auch gesperrt werden, also so mal eben iss das nun auch nicht
10.08.2007, 09:30 von Sledge_Hammer
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10.08.2007, 08:42 von Lilibeth
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hi Cora

Zitat:
auf sowas reagiert mein Mann Nachts eigenmächtig


das hast Du sicher falsch verstanden.

Wir wollen die Bäume nicht fällen wir reden doch hier von zu langen Ästen und die die eine Gefahr darstellen.

Mein Mann würde nur so reagieren wenn sich die Gemeinde unberechtigt quer stellt, weil diese vielleicht kein Geld investieren wollen .
10.08.2007, 00:12 von dedl
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Zitat:
1. Problem:
wenn man durch eine kommune geschädigt wird haftet nämlich nicht die kommune (auch wenn man es behauptet) sondern die KSA, eine kommunale Schadensausgleichsstelle.


Stimmt, der Kommunale Schaden-Ausgleich. Das ist nichts anderes als die Haftpflichtversicherung der Öffentlichen Hand. Die Kommune haftet (indirekt) durch ihre Beiträge, genau wie jeder versicherte Private auch.

Zitat:
2. Problem
alle Rechtsschutzversicherungen lehnen inzwischen (im Kleingedruckten) Rechtsstreite ab, bei denen ein Amt oder eine Behörde beteiligt sind und es um Geldforderungen geht (wann geht es das nicht bei behörden ???)


Durchaus nicht. Gegen entsprechendes Entgelt kann man sich auch gegen sowas versichern.

Zitat:
durch diese lehrgeld würde ich nicht mehr lange debatieren heute, denn ansonsten bist du der dumme im falle eines schadens.


Und des Nachts knattert leise die Motorsäge
09.08.2007, 22:06 von Coba
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ich denke der unterschied ist:
kommunaler baum ?
privater baum ?

hab ähnliches problem gehabt, allerdings lagen die äste bereits auf meinem (frisch gedeckten) dach vom nachbargrundstück kommend.
wenn die kommune eigentümer ist gelten scheinbar andere regeln :-(
da ich bereits eine schaden hinter mir hatte durch kommunalverschlampung (wasserschaden durch ignoranz) und mir einen grossen teil der kosten ans bein binden durfet wegen zeitverzögerung beim amt, bin ich da vielleicht inzwischen äusserst sensibel.

verkehrssicherheit wäre das eine und dann würde ich (egal der kosten) mir direkt einen anwalt suchen, weil ämter sich scheinbar bei solchen dingen an nichts (noch nicht mal schriftliche zusagen) halten müssen.

1. Problem:
wenn man durch eine kommune geschädigt wird haftet nämlich nicht die kommune (auch wenn man es behauptet) sondern die KSA, eine kommunale Schadensausgleichsstelle.

2. Problem
alle Rechtsschutzversicherungen lehnen inzwischen (im Kleingedruckten) Rechtsstreite ab, bei denen ein Amt oder eine Behörde beteiligt sind und es um Geldforderungen geht (wann geht es das nicht bei behörden ???)

3. Problem
die KSA fragt nicht, ob die behörde dem geschädigten bereits zusicherungen gemacht haben; die legen es auf den Klageweg bis zur letzten Instanz an.
weil logik: von 10 geschädigten bürgern / klägern hält höchstens 1 durch bis zum ende; alle anderen geben auf, weil sie die klage / verfahrenskosten nicht mehr bezahlen können.
ud schon riskiert man nur die zahlung von 1 schaden ... die anderen sind vorher auf der strecke geblieben.

---
in meinem konkreten fall musste ich (als kläger) bis vor das Landgericht; durch zeitverzögerung von amts seiten 5 jahre nach dem schaden, und meine Sachverständigen waren zwischenzeitlich nicht mehr auffindbar; beweise beim amt verschwunden und 5 jahre alte gutachten wurden nicht mehr anerkannt und man wollte neue gutachten (jahre nach dem schaden).
man pokert auf zeit.
---

durch diese lehrgeld würde ich nicht mehr lange debatieren heute, denn ansonsten bist du der dumme im falle eines schadens.

grüssle coba
09.08.2007, 19:46 von hecke
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hi cora,

will den baum doch nicht killen *g
09.08.2007, 19:19 von Cora
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Zitat:
auf sowas reagiert mein Mann Nachts eigenmächtig


das passt jetzt aber nicht so ganz zu deiner Liebe zu Bäumen
09.08.2007, 18:35 von hecke
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hallo,

danke duer eure zahlreichen antworten.

leider kann ich denen nicht zu 100 % entnehmen, ob ich darauf bestehen kann ob die aeste ( durchmesser ca 30-40 cm) ueber der grenze gekappt werden muessten, waeren es duennere haette ich diese schon selbst beseitigen lassen
09.08.2007, 14:03 von Lilibeth
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Zitat:
auf sowas reagiert mein Mann Nachts eigenmächtig

Tja, solche Menschen gibts auch. Leider.

Wo kein Kläger - da kein Richter

Das ändert sich bisweilen sehr schnell, und dann kanns u.U. recht teuer werden. Und das ist gut so!




09.08.2007, 11:23 von chum
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Hatte ähnliche Probleme;
kurz ein Telefax ans Gartenamt + Kopie ans Ordnungsamt (mit Hinsweis auf u.a. Verkehrsicherungspflicht) gesandt und innerhalb von einigen Wochen wurde die Äste gekappt.
In dem Schreiben sollten Sie auch darauf hinweisen, dass ein stark erhöhter Reinigungsaufwand bzgl. des herabfallenden Laubs besteht. (Grundstück + Dachrinnenreinigung)


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Nichts zum Thema, aber zum Überlegen:
Sollten grosse Bäume nahe Ihrem Objekt stehen, ist es Ratsam auf den Dachrinnen Gitter anzubringen, sodass vertrocknetes Laub nicht die Regenrinnen zusetzt und mit dem nächsten Wind weggeblasen wird.
09.08.2007, 11:09 von dedl
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Zitat:
auf sowas reagiert mein Mann Nachts eigenmächtig

Tja, solche Menschen gibts auch. Leider.

Zitat:
Wo kein Kläger - da kein Richter

Das ändert sich bisweilen sehr schnell, und dann kanns u.U. recht teuer werden. Und das ist gut so!

09.08.2007, 10:46 von Lilibeth
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Zitat:
Nach meinem Kenntnisstand hast Du wenn die Äste nicht die Füßgänger bzw. den Autoverkehr einschränken bzw. zu weit in die Nähe des Hauses wachsen (oder bei Sturm dagegen schlagen), keinen Anspruch auf Beseitigung bei geschützten Bäumen


auf sowas reagiert mein Mann Nachts eigenmächtig

Wo kein Kläger - da kein Richter
09.08.2007, 10:21 von JollyJumper
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Solche Bäume habe ich auch vor der Tür.
Anfrage ergab, dass nach deren Unterlagen alles in Bester Ordnung wäre obwohl bei den letzten stärken Stürmen etliche Äste runterkamen.
Die Grünflächenämter müssen hier meist nur nachweisen, dass eine regelmäßige Überprüfung der Bäume erfolgte. Im Zweifelsfall gehe ich mal davon aus, dass sie natürlich nachweisen würden, das alles immer regelmäßig kontrolliert wurde.
Damit sind sie zunächst aus dem Schneider.
Nach meinem Kenntnisstand hast Du wenn die Äste nicht die Füßgänger bzw. den Autoverkehr einschränken bzw. zu weit in die Nähe des Hauses wachsen (oder bei Sturm dagegen schlagen), keinen Anspruch auf Beseitigung bei geschützten Bäumen.
Ich würde aber trotzdem Druck machen!!!

(User hecke und Thema Bäume )

Gruß JJ
09.08.2007, 10:19 von dedl
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Zitat:
unser bauamt will die sache offenbar aussitzen und nichts unternehmen, wie kann ich jetzt am besten vorgehen?

schriftliche Anzeige ans Bauamt mit Hinweis auf deren "Verkehrssicherungspflicht".

Zitat:
gibt es eine regelung an welcher stelle (z.b. grundstuecksgrenze) die ausrageneden aeste gekappt werden koennen oder sogar muessen ?

Nein, glücklicherweise gibts so eine Regelung (noch) nicht!
09.08.2007, 10:15 von Lilibeth
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Äste egal welcher Art und Größe müssen von der Gemeinde gekappt werden, wenn sie eine Gefahr darstellen.

Vor unserem Grundstück stehen 3 alte dicke Buchen die regelmäßig von unserer Gemeinde begutachtet und notfalls etwas gekappt werden.

Ich glaube alles was mehr als 1 Meter über das Grundstück ist, darf vom Grunstückseigentümer entfernt werden.

Klar ist das Laub lästig , aber meine Liebe zu den 3 Bäumen ist größer. Deshalb habe ich mir einen Laubsauger gekauft . Das Laub entsorge ich in meinem Garten in einer Ecke , das dann im Winter den Kleintieren als Unterschlupf dient.

Da ich sehr naturverbunden bin , überlege ich mir erst andere Alternativen bevor ich eine Pflanze oder Baum entsorge.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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