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28.12.2007, 19:31 von fraumaierProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|auszug ohne einhaltung der kündigungsfrist.
Hallo,

erhielt Ende November 2007 die Kündigung einer Mietpartei, zum
31.12.07, wie vom Mieter genannt.
Daraufhin bestätigte ich den Eingang d. Kündigung und verwies auf die 3-Monats-Frist. Also Beendigung d. Mietverhältnisses am 29.02.08, bekam daraufhin keine Antwort.
Wollte Weihnachten meine Präsente überbringen und mußte feststellen, daß die genannte Partei tags vorher ganz still und leise auszog, ohne eine Nachricht zu hinterlassen.
Vermutlich muß ich auch damit rechnen daß die fällige Miete bis
Februar ausbleiben wird.
Bin ich berechtigt bei Nichteingang bereits ab 03.01.08 ein Mahnverfahren einzuleiten? Oder was kann ich tun.
Adresse bleibt ja noch die Hausadresse, denn ich vermute die Partei wird sicherlich einen Nachsendeauftrag bei der Post gestellt haben.
Kaution wurde immer versprochen, ging aber nie ein.(Kündigungsgrund?)

freundliche Grüße von fraumaier
Alle 7 Antworten
29.12.2007, 17:37 von frischebrise
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Hallo,

der Verfasser schrieb:

Zitat:
erhielt Ende November 2007 die Kündigung einer Mietpartei, zum
31.12.07, wie vom Mieter genannt.
Daraufhin bestätigte ich den Eingang d. Kündigung und verwies auf die 3-Monats-Frist. Also Beendigung d. Mietverhältnisses am 29.02.08,


Damit hat VM freundlich den Erhalt der einseitigen WE des M. bestätigt und auf das Ende der Kündigungsfrist hingewiesen.
Hatte @RMHV auch schon ausgeführt.

Aber wie geht es weiter? Was kann @fraumaier machen?
Jeden Monat einen MB loslassen? Zeit vertrödeln, Mietausfall hinnehmen? Risiko die Wohnung nicht vertragsgemäß zu erhalten?

Ich würde, den M. ausfindig machen, einen Aufhebungsvertrag antragen, sofortige Übergabe der Wohnung, möglichst einen Deal z.B. eine MM. und möglichst schnell die Wohnung in meiner Verfügungsgewalt und wieder neu vermieten.

Das Risiko einer uneinbringlichen Forderung durch Titulierung wäre mir - persönlich - zu hoch.

Weitere Möglichkeit während der Laufzeit des MV.
Eine Urkundenklage:

Zitat:
Nur für Geldansprüche steht Ihnen der Weg über eine Urkundenklage offen
Jetzt ein klares Wort vom Bundesgerichtshof zur Urkundenklage bei Zahlungsansprüchen im Wohnraum-Mietverhältnis: Mietrückstände und andere Geldansprüche aus dem Mietverhältnis dürfen Sie ab sofort auch im Urkundenprozess geltend machen - auch wenn Sie Wohnungsvermieter sind (BGH, Urteil v. 1.7.2005 - VIII ZR 216/04).
Ein Vermieter aus Jever erstritt dieses Urteil für Sie. Sein Mieter zog ihm einfach 490,20 von der Miete ab. Angeblich wegen Mängeln. Mit dem Mietvertrag in der Hand reichte der Vermieter daraufhin Zahlungsklage im Wege eines Urkundenprozesses ein - und bekam den Differenzbetrag zugesprochen!
Der Vermieter-Tipp:
Die Urkundenklage ist eine besondere Prozessart, mit der Sie normalerweise schneller zu einem Zahlungstitel kommen. Ihren Anspruch müssen Sie im Prozess nur mit einer Urkunde nachweisen können
Ohnehin können Sie nur einen Geldanspruch per Urkundenklage geltend machen. Das ist also die richtige Prozessart, wenn Sie beispielsweise eine rückständige Miete, eine Kautionsrate oder eine Betriebskosten-Nachzahlung einklagen wollen.
Ihr Mietvertrag ist beispielsweise eine Urkunde, mit der Sie Ihren Mietzahlungsanspruch vor Gericht belegen können. Wichtig: Es muss schon die Originalurkunde sein!





29.12.2007, 16:43 von cavalier
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Zitat:
... und ich gehe mal davon aus, dass das alles schlicht und einfach unsinnig ist.

warum?

Zitat:
Wenn der Mieter den Ablauf der Kündigungsfrist falsch angegeben hat, muss er auch keineswegs erneut kündigen. Die Kündigung gilt vielmehr auf den nächstmöglichen Termin.

Wie kommst du denn darauf? Es sei denn, er hat es in seiner Kündigung erwähnt.

Zitat:
Abgesehen davon ist es mit meinen bescheidenen Rechenkenntnissen nicht nachvollziehbar, wie eine neue Kündigung, die bis zum 04.01.08 eingehen würde, das Mietverhältnis zum 29.02.08 beenden könnte. Ich finde dabei einfach den dritten Monat nicht.

Hier mangelt es nicht an Rechenkünsten. Ich habe mich schlicht weg versehen. Es muß natürlich heißen 31.03.2008.
29.12.2007, 16:05 von RMHV
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Zitat:
cora » 29.12.07 00:00 «

Zitat:
Daraufhin bestätigte ich den Eingang d. Kündigung und verwies auf die 3-Monats-Frist.


Hast du die Kündigung denn anerkannt oder ihr widersprochen?

... Wenn die Jan. Miete nicht pünktlich eingeht, was ja zu erwarten ist, musst du erst mal mahnen, ehe du einen MB machen kannst.


Es soll der Eingang bestätigt sein. Gleichzeitig soll der Ablauf der Kündigungsfrist in der Bestätigung genannt sein. Ein Anerkenntnis kann daraus kaum konstruiert werden. Ein Widerspruch gegen eine Mieterkündigung ist einfach nur überflüssig. Wozu also die Frage nach Anerkenntnis oder Widerspruch? Selbst der Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist ist nicht zwingend erforderlich. Das Mietverhältnis endet auch dann mit dem Ablauf der Kündigungsfrist, wenn der Mieter ein falsches Datum nennt.

Darüber hinaus ist eine Mahnung regelmäßig nicht Voraussetzung für einen Mahnbescheidantrag.

Zitat:
cavalier » 29.12.07 10:29 «

ích gehe mal davon aus, das du der Kündigung zum 31.12.07 widersprochen hast. Hast du ihm die Kündigung zum 29.2.08 bestätigt oder nur darauf hingwiesen?


... und ich gehe mal davon aus, dass das alles schlicht und einfach unsinnig ist.

Zitat:

Wenn du nicht bestätigt hast, muß der Mieter neu (fristgerecht) kündigen. Wenn die neue Kündigung bei dir bis zum 04.01.08 eingeht wird sie zum 29.02.08 wirksam.


Eine Kündigung ist eine einseitige Willenserklärung, die zu ihrer Wirksamkeit keinerlei Bestätigung erfordert. Wenn der Mieter den Ablauf der Kündigungsfrist falsch angegeben hat, muss er auch keineswegs erneut kündigen. Die Kündigung gilt vielmehr auf den nächstmöglichen Termin.
Abgesehen davon ist es mit meinen bescheidenen Rechenkenntnissen nicht nachvollziehbar, wie eine neue Kündigung, die bis zum 04.01.08 eingehen würde, das Mietverhältnis zum 29.02.08 beenden könnte. Ich finde dabei einfach den dritten Monat nicht.

29.12.2007, 10:29 von cavalier
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ích gehe mal davon aus, das du der Kündigung zum 31.12.07 widersprochen hast. Hast du ihm die Kündigung zum 29.2.08 bestätigt oder nur darauf hingwiesen?

Wenn du nicht bestätigt hast, muß der Mieter neu (fristgerecht) kündigen. Wenn die neue Kündigung bei dir bis zum 04.01.08 eingeht wird sie zum 29.02.08 wirksam. Danach kann er er wieder nur zum 3. Werktag eines Minats kündigen und so lange läuft auch der Mietervertrag mit allen Rechten und Pflichten. Dazu gehört auch das Zahlen der Miete.

Zitat:
1. März wieder vermieten oder kann ich schon früher annoncieren?

Solange das Mietverhältnis noch läuft, darfst du die Wohnung nicht betreten.

Zitat:
Und - wie verhält es sich mit der sog. Endrenovierung, bzw. Beseitigung der sog. Schönheitsfehler, die im Mietvertrag ja nicht mehr gefordert werden dürfen, um den Mieter nicht zu "benachteiligen".

Was hast du denn genau im Mietvertrag unter Schönheitsreparaturen vereinbart? Fristen etc. Hier muß geprüft werden, ob eine wirksame Vereinbarung getroffen wurde.

29.12.2007, 03:47 von fraumaier
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vielen dank für die Nachricht.

Wohnungsübergabe fand natürlich auch nicht statt, weder
Zähler ablesen noch die übliche Wohnungsbesichtigung inkl. Übergabeprotokoll.
Darf ich die Wohnung, die vor Einzug dieser Partei komplett neu isoliert (Dachgeschoßwohnung), und renoviert( neue Bäder, Böden, Wände, Fenster u. Türen) wurde, auch erst ab
1. März wieder vermieten oder kann ich schon früher annoncieren?
Und - wie verhält es sich mit der sog. Endrenovierung, bzw. Beseitigung der sog. Schönheitsfehler, die im Mietvertrag ja nicht mehr gefordert werden dürfen, um den Mieter nicht zu "benachteiligen".
Gefordert hab ich sie natürlich, denn die Wohnung war bei Einzug komplett neu.
Grüße fraumaier
29.12.2007, 00:00 von Cora
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Zitat:
Daraufhin bestätigte ich den Eingang d. Kündigung und verwies auf die 3-Monats-Frist.


Hast du die Kündigung denn anerkannt oder ihr widersprochen?

Kaution hättest du anmahnen müssen und nicht auf Versprechungen eingehen. Wenn die Jan. Miete nicht pünktlich eingeht, was ja zu erwarten ist, musst du erst mal mahnen, ehe du einen MB machen kannst. Also mahne beide Monate Jan. und Febr. an und lass dann im März einen MB los bzw. würde ich dann auch die NK 2007 erstellen und alles zusammen einfordern (falls eine Nachforderung entsteht) oder mit einem eventuellen Guthaben verrechnen.

Was ist mit der Wohnungsübergabe? Anscheinend hat diese ja auch nicht stattgefunden. Hast du die Schlüssel, die dir ja eigentlich noch nicht zu stehen.
28.12.2007, 19:57 von Gicoba
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Mahnverfahren kann frühestens am 3. Werktag im Januar 08, also dem 05.01.2008 eingeleitet werden, aber nur für die Januar-Miete, für Februar müsste ein neues Mahnverfahren eingeleitet werden. Ob dies lohnenswert ist, bleibt dahingestellt. Ich würde erst mal anmahnen und versuchen, eine neue Anschrift heraus zu bekommen.
Weiterhin steht ja auch noch die Betriebskostenabrechnung für 2007 aus.
Wie lange haben denn die lieben Leute bei Dir gewohnt? Vor allem, dass Du nicht mit Nachdruck die Kaution eingefordert hast? Ob da überhaupt was zu holen ist, wenn die noch nicht mal die Kaution zahlen und bei Nacht und Nebel abhauen?
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
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