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05.01.2007, 12:53 von RitaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Auskünfte seriös + aktuell ? ...
Da "supercheck" aus hier (auch von anderen) bereits geschilderten Gründen für mich gestorben ist, bin ich wieder/noch auf der Suche.

Hat schon jemand Erfahrung mit:
De.M.Da. - Deutsche Mieterdatenbank (Vermieterauskunftei)
https://www.demda.de/
Jahrebeitrag ab 47,50 € inkl. Mwst. - inkl. 4 Abfragen

aus der FAQ:
F: Der "Sitz" Ihrer Auskunftei ist in Bremen. Wie verteilen sich die Einträge auf Süddeutschland ..
A; Unabhängig von unserem Firmensitz haben Sie durch eine Mitgliedschaft bei uns Zugriff auf mehr als 40 Millionen Negativdaten von über 7,3 Millionen Personen & 450.000 Firmen aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine statistische Aufschlüsselung über die Anzahl der Einträge nach einzelnen Bundesländern ist uns leider nicht möglich.
> wie beurteilt Ihr die Datenmenge = 7,3 Millionen Personen ... aus dem gesamten Bundesgebiet?

F: Wie aktuell ist die Datenbank bei der De.M.Da.?
A: - ca. 8.000 Meldungen täglich bei ständiger Aktualisierung aus Inkasso-Unternehmen.
- ca. 7.000 Neu-Eintragungen täglich aus dem Schuldnerverzeichnis
- ca. 700 Neu-Eintragungen täglich aus Verbraucherinsolvenzen

aus Leistungen/erfasste Daten:
"Weiche" Negativmerkmale (Daten aus Inkassoverfahren - vorgerichtlicher Bereich)
"Mittlere" Negativmerkmale (Daten aus Inkassoverfahren - gerichtlicher Bereich)
"Harte" Negativmerkmale (Daten aus öffentl. Schuldnerverzeichnissen/Bundesanzeiger)
Sonstige Merkmale
Adressverifizierung
Daten über Räumungsklagen wg. Zahlungsverzugs, Beschädigung d. Mietsache, Vertragsgemäße Zahlung der Mietzahlung, Vertragsgemäße Rückgabe und Räumung der Mietsache etc.

**************************************************************************
Den Gedanken, das (nicht-)vertragsgemäße Verhalten von Mietern in einer zentralen Datei zu erfassen und nachschlagen zu können, finde ich ja recht sinnvoll.
Dazu müsste man aber eine Quelle finden, die auch möglichst viele Vermieter nutzen ...

Welche Mieterdatenbanken /(Vermieter-)Auskunfteien nutzt Ihr?
Alle 10 Antworten
09.01.2007, 22:11 von StefanR
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Also ich habe meine Erfahrungen gemacht, dass alle, die nur Datenbankrecherchen machen, nur auf zum größten Teil veraltetes Material zugreifen können.

Ich habe über einen befreundeten Anwalt (ADVEO) in München Recherchen zu verhältnismäßig günstigen Preisen machen lassen, bei denen Realrecherchen dahinter standen. Lieber zahle ich etwas mehr und verhindere damit Mietausfall.

Gruss
Stefan
07.01.2007, 21:19 von CMAX_65
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Hallo,

Versandhauskredite, die platzen, kann ich mir vorstellen, sind früher oder später in der Schufa.

Schulden gegenüber Behörden, wo sollten die stehen???
Keine Ahnung !

Ein gewisses "Restrisiko" bleibt immer bei der Mieterauswahl.

Deshalb ist es umso wichtiger, die Dinge, die man prüfen kann auf jeden Fall auch zu prüfen. Alles andere wäre Leichtsinn, der irgendwann einmal sehr teuer werden kann !!!

MFG
07.01.2007, 15:58 von FM_24
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Hallo @all,

möchte nur einmal kurz anmerken:

wo werden eigentlich Schulden Verzeichnet die gegenüber Behörden bestehen?

Da meine ich z. B. Rückzahlungen an Jugendämter wegen säumiger Unterhaltszahlungen.

Oder diese Versandhausprofis, die jede menge auf Kredit bestellen. Normaler Weise müsste das auch ein Kreditgeschäft sein und in die Schufa eingetragen werden.

Ich hatte au meinem Bekanntenkreis erfahren, dass sogar Sozialhilfeempfänger über Sammelbesteller oder wie auch immer Kredite eingeräumt bekommen.

Diese sind nirgendwo verzeichnet?

Auf eure antworten bin ich gespannt.

Jürgen
07.01.2007, 15:44 von CMAX_65
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Hallo,

@ Rita

Zitat:
Mir wurde auf Nachfragen gesagt, die Ausfallquote (Wohnungsmieter) sei in den letzten Jahren dramatisch angestiegen, aus diesem Grund habe man sich entschließen müssen, für Wohnungsmieter keine Bankbürgschaft mehr anzubieten!
Das ist für mich ein alarmierendes Zeichen ...


ist eigentlich auch logisch, für 2% Avalkredit bei z.B. € 1.500,00 Bürgschaft sind das € 30 p.a. Das lohnt sich offensichtlich nicht, der damit verbundene Ärger und Aufwand wäre überproportional !

Wie wir alle wissen sind Banken keine caritativen Unternehmen.

Zitat:
Vorvermieter-Bescheinigung > da habe ich gerade ein nettes Muster gefunden, sogar mit einem schönen Aufdruck, der vielleicht etwas abschreckende Wirkung zeigen könnte


Gute Idee, praktisch anwendbar dazu ! Wenn man keine bekommt, sollte man sich fragen warum???

@ Wolf

Zitat:
Bisher hat das funktioniert. Es springen sicherlich auch verschreckte Interessentan ab, aber dieses Risiko nehme ich im Moment in Kauf.


muss man auch, was bleibt einem anderes übrig.
Ein potentieller Schaden bei einem totalen Fehlgriff ist einfach zu hoch. Im Zeifel, lieber ein paar Monate Leerstand !!!

MFG
07.01.2007, 13:04 von Wolf
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- Ich verlange auch grundsätzlich eine Selbstauskunft (die ist ganz ähnlich wie die von Rita). Wobei die Fragen eigentlich nur für den peinlich sein sollten, der was zu verbergen hat. Aber in der Tat werden viele durch die Selbstauskunft abgeschreckt.

- Eine Mietschuldenfreiheistbescheinigung (blöder Ausdruck) vom aktuellen Vermieter und die Berechtigung, daß ich diesen auch kontaktieren darf.

- Dann noch eine Schufa-Selbstauskunft oder eine Bankauskunft.

Bisher hat das funktioniert. Es springen sicherlich auch verschreckte Interessentan ab, aber dieses Risiko nehme ich im Moment in Kauf.
07.01.2007, 12:11 von cavalier
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Hallo Rita,

Zitat:
Meine derzeitige Strategie

Mieter-Selbstauskunft auf meinem Formular (mit div. "peinlichen" Fragen z.B. nach Einkommen, EV etc)

Schufa-Selbstauskunft und/oder Bankauskunft

ggfs. zusätzlich aktuelle Anfrage beim zuständigen Amtsgericht/Schuldnerregister (in der Hoffnung, dass hier ggfs. der Eintrag schneller erfolgt)

Vorvermieter-Bescheinigung > da habe ich gerade ein nettes Muster gefunden, sogar mit einem schönen Aufdruck, der vielleicht etwas abschreckende Wirkung zeigen könnte


genau so gehe ich auch vor.

Mit der Vermieter-Bescheinigung gibt es dann ein Problem, wenn der Interessent dem Vorvermieter von seinem Vorhaben (Wohnungswechsel) noch nicht´s sagen will.

Diesen Einwand verstehe ich natürlich. Mir ist noch nicht eingefallen wie ich den ausräumen kann.

Vielleicht kommen hier ja Vorschläge aus dem Forum.

07.01.2007, 12:00 von Rita
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Hallo CMAX_65

Zitat:
Avalkredit/Bürgschaft nicht möglich, zumindest bei unseren kooperativen Banken in der Region (sowohl KSK als auch Voba verweigern eine Mietbürgschaft), habe ausdrücklich nachgefragt ! - ist für mich einfach unverständlich, da Bürgschaft über 3 MM z.B. € 1.500,00 ist doch kein besonders grosses Risiko fü die Bank


Mir wurde auf Nachfragen gesagt, die Ausfallquote (Wohnungsmieter) sei in den letzten Jahren dramatisch angestiegen, aus diesem Grund habe man sich entschließen müssen, für Wohnungsmieter keine Bankbürgschaft mehr anzubieten!
Das ist für mich ein alarmierendes Zeichen ...

Mit der letzten Schufa-Selbstauskunft ging's ja nun auch in die Hose ...
Wann erfolgt eigentlich ein Eintrag?
(anscheinend nicht schon dann, wenn ein Vollstreckbarer Titel ergangen ist - oder es dauert mind. 6 Monate bis der Eintrag erfolgt ...)

Bank-Auskunft hatte ich beim letzten Gewerbemieter eingeholt (da Schufa z.B. bei GmbH nicht möglich).
Die Angaben stammen aus bankeigenem Datenbestand;
erfasst sind da z.B. häufige Überziehungen, Unternehmensentwicklung, gut/nicht gut für den angefragten Betrag bis zu "wir raten zur Vorsicht", Scheck-/Lastschriftrückgaben, Wechselproteste o.Ä. - jedoch nicht: ergangene Vollstreckungsbescheide, P+Ü oder Ähnliches.

Meine derzeitige Strategie
Mieter-Selbstauskunft auf meinem Formular (mit div. "peinlichen" Fragen z.B. nach Einkommen, EV etc)
Schufa-Selbstauskunft und/oder Bankauskunft
ggfs. zusätzlich aktuelle Anfrage beim zuständigen Amtsgericht/Schuldnerregister (in der Hoffnung, dass hier ggfs. der Eintrag schneller erfolgt)
Vorvermieter-Bescheinigung > da habe ich gerade ein nettes Muster gefunden, sogar mit einem schönen Aufdruck, der vielleicht etwas abschreckende Wirkung zeigen könnte
http://www.vermieterverein.de/downloads/mieterbescheinigung.pdf

@mamousch: bin auf deine Rückmeldung gespannt
ggfs. werde ich demda testen - mit einem bekannt "faulen Ei" ...
Hallo einen schönen guten morgen,

Auskünfte .....kein einfaches Thema......möchte aber meine Meinung dazu sagen,

- supercheck, bonitaetfinder etc. kann man vergessen, da Datenbasis unbekannt/fraglich

- Avalkredit/Bürgschaft nicht möglich, zumindest bei unseren kooperativen Banken in der Region (sowohl KSK als auch Voba verweigern eine Mietbürgschaft), habe ausdrücklich nachgefragt ! - ist für mich einfach unverständlich,

da Bürgschaft über 3 MM z.B. € 1.500,00 ist doch kein besonders grosses Risiko fü die Bank. Dispokredite sind in der Regel doch wesentlich höher. 2-3 Monatsgehälter.
Ich denke, der Hauptgrund ist, die Banken sind nicht an Verwaltungsaufwand interessiert, der im Bürgschaftsfalle passieren kann. Eine Avalprovision ist für eine Bank möglicherweise uninteressant im Verhältnis zu dem Verwaltungsaufwand ??? War jedenfalls mein Eindruck, den ich aus mehreren Gesprächen mit Bankern gewonnen habe.

- bin derzeit noch in der Creditreform, kann also Auskünfte einholen, allerdings sehr teuerer Spass, Aufnahmegebühr, laufende Jahresgebühr, Einzelgebühr etc. für Kleinvermieter viel zu teuer. Dennoch meine ich gute Datenbasis und neben Schufa eine bekannte Auskunft

Ich denke, nach wie vor ist es am preisgünstigsten und praktikabelsten sich für € 7,60 (die ich gerne übernehme) vom Mieter eine Selbstauskunft einholen zu lassen.

Zickt der rum` , dann hat sichs eh`erledigt. Klappt das und die Auskunft ist "negativ" d.h. es liegt nichts vor, steht einer Vermietung m.E. nichts im Weg.

Bankauskunft wäre eventuell auch eine Alternative, da sollte man allerdings wissen, worauf die Auskunft basiert (Schufa?)

Ein Patentrezept, was das beste wäre, habe ich leider auch nicht !

Gibt`s sonst noch weitere Ideen, finde jeden weiteren Tipp interessant!

MFG
05.01.2007, 16:35 von mamousch
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Hallo Rita,

Ich hab ein Problem mit zahlungsunwilligen Mietern (ca 3500 € offene Forderungen, VB ist heute raus, Räumungsklage dto).
Ich hatte aber "das Glück", dass ein Nachbar jetzt zufällig in derselben Fa arbeitet, die der Mieter (Stand Ende 2003) angegeben hatte, ergo war es ein leichtes festzustellen, dass er zumindest heute nicht mehr dort bekannt ist (Mail, Tel). Job inzwischen verloren? Job gewechselt? oder von Anfang an Falschaussage? ich weiß es nicht...

Da seit längerem keine Kommunikation mit den Mietern mehr möglich ist, wollte ich ich mit Blick auf einen vollstreckbaren Titel auch mal folgenden Dienst bei der De.M.Da (dt Mieter Datenbank)mal ausprobieren;

"Vollstreckungsauskunft Privatpersonen, Deutschland". Dies umfasst:

Ermittlung von Familienstand, Einkommensart
Arbeitgeber oder Leistungsempfänger auf Basis einer bestehenden Privatanschrift
Bonitätsprüfung im Schuldnerregister
Immobilieneigentum
Erfolgsquote 75 %
Ermittlungszeit: 5-15 Werktage

Kann also erst nach dem Feedback "aus der Praxis" erzählen. Egal wie die story ausgeht, werde ich diese Personen mit den Titeln dort hinterlegen lassen, damit weiterer Schaden beim nächsten Vermieter vorbeugend ein Riegel vorgeschoben wird. Vielleicht hilft's diesen wohl in die Mode gekommenen "Sport" des Nichtzahlens /"toter Mann spielen" etwas einzudämmen.

Schlimm genug, dass man sich über private Dienstleister helfen muß; die staatlichen Stellen(Finanzamt, ARGE, Einwohnermeldeamt, etc)verweigern meist aus Datenschutzgründen (oder Bequemlichkeit) schon einfachste Informationen wie Arbeitgeber oder aktuell gültige Anschriften.

mamousch
05.01.2007, 14:54 von Hansjuergen
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Ich muss leider sagen: keine Auskunfteien. Bei Neuvermietung versuche ich als Kaution eine Bankbürgschaft zu erhalten. Wenn diese vom Interessenten nicht vorgelegt werden kann, lehne ich das Mietverhältnis ab. Denn eine Bank gibt nur "sauberen Kunden" einen Avalkredit.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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