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25.04.2007, 12:33 von KasperkopfProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Aufwandsentschädigung für Ausweis § 35a EstG
Hallo liebe Forum-Gemeinde,

ich glaube, meine Frage ging in dem ähnlichen Beitrag von Markus 66 ein bisschen unter, daher stelle ich sie hiermit nochmals:

Ein Freund fragte mich gerade eben, ob sein WEG-Verwalter berechtigt ist, für den Ausweis der Kosten gemäß § 35a EstG eine Extra-Vergütung zu verlangen. Der will wohl für den Ausweis der Kosten für das Jahr 2006 pauschal 12 Euro zzgl. Steuer je Einheit. Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich selbst erst gestern wegen dieser Sache einen halben Tag damit verbracht habe, für ein einziges Objekt alle Buchungen für 2006 durchzugehen und die betreffenden neu einzubuchen. Gutmütiges Schaf, das ich nunmal bin, verlange ich keine Extra-Gebühr dafür.

Das sieht er auch ein, dass die rückwirkenden Buchungen einen erheblichen Mehraufwand darstellen und er würde für 2006 diese Gebühr auch bezahlen. Was ist nun aber wenn die Mehrheit gegen diese Sondervergütung stimmt? Muss dann der Verwalter die Kosten nicht gesondert ausweisen?

Aber er sieht nicht ein, für die zukünftigen Jahresabrechnungen eine Extra-Gebühr zu bezahlen, da ja seiner Meinung nach kaum ein erhöhter Mehraufwand besteht. Er beruft sich auf einen bestehenden Fünfjahresvertrag mit dem Verwalter und einen festgeschriebenen Verwaltergebühr. Wie sieht es da aus?

Gruss Kasperkopf
Alle 10 Antworten
03.05.2007, 08:48 von Steff
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Hallo Vermieternetz-User,

habe schon ab und zu mal reingeschaut und mich nun aktiviert.

Zum Thema 35 a: ich habe derzeit viele WEG-Versammlungen und dabei mein Entgelt je Einheit um ein Euro erhöht. Wenn man den Vorgang klar begründet, gibt es meines Erachtens auch keine Widersprüche seitens der Eigentümer.

Gruß Steff
02.05.2007, 16:41 von dimager
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Hallo liebe Kollegen,
unsere Software gibt zwar eine getrennte Erfassung der haushaltsnahgen Dienstleistungen her, aber wir weisen dies trotzdem nicht als solche aus (Haftungsproblematik). Wir lassen die Eigentümer zwischen zwei Verfahrensweisen wählen:
a) Eine einheitliche Anlage zur Abrechnung. Diese ist mit "Ausweis der Lohnanteile in den Kosten" überschrieben. Ich habe meinen Mitarbeitern verboten, den Begriff "Haushaltsnahe Dienstleistungen" zu verwenden. Ob dies zutrifft, soll der Steuerpflichtige oder sein Steuerberater entscheiden, aber nicht ich. Die Anlage enthält eine Tabelle mit folgenden Spalten: Kostenposition, Gesamtbetrag Lohnanteil, Gesamtverteilersumme, Verteilerbezeichnung, Euro je Verteiler, Eigener Verteiler, Eigener Betrag. Die Spalten "Eigener Verteiler" und "Eigener Betrag" sind nicht ausgefüllt. Diese können durch einfache Multiplikation von jedem ermittelt werden. Für diese Anlage zur Abrechnung verlangen wir nichts. Damit haben wir dafür auch keine Haftung. Es wäre aber sicherlich auch zulässig, dafür eine Sondervergütung aufgrund eines Beschlusses zu verlangen.
b) alternativ auf Wunsch: Ausweis der Beträge mit Rechnungskopien auf Einzelnachweis. Dies erfolgt auf Einzelabrechnung des benötigten Zeitaufwandes und gegen Vorschuss von 70 Euro.

Dieselbe kostenlose Liste erstellen wir auch für die Mieter.

Bis zur Abrechnung empfehlen wir den Eigentümern und Mietern, in ihre Steuererklärungen vorläufige Werte einzusetzen mit dem Hinweis, die richtigen Beträge nachzumelden.
26.04.2007, 13:08 von Kasperkopf
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Hallo MarieP,

Zitat:
Bei vernünftiger Darlegung des Mehraufwands, dürfte es m.E. keine Schwierigkeiten im Bezug auf die zustäzliche HV-Gebühr geben. Habe diesbezüglich bis jetzt auf jeden Fall keine Probleme gehabt.

Solte man meinen. Ich habe heute Abend eine Versammlung, wo TOP die Verlängerung meines Verwaltervertrages ist. Nach fünf Jahren wünsche ich mir die Anhebung der Verwaltergebühr um einen Euro je Einheit und Monat. Eine Eigentümerin, die mir Vollmacht gegeben hat, lehnt dies jedoch ab. Rief ich sie heute an, um ihr den Hintergrund zu erläutern, von wegen Software-Update für § 35a-Ausweis, erhöhter Aufwand durch Splitbuchungen, zusätzlicher Aufwand in Zukunft durch fortlaufende Beschlussführung etc. "Mag ja alles sein aber ich will trotzdem nicht mehr bezahlen."

Bin sehr gespannt, was die anderen dazu heute Abend sagen.

Gruss Kasperkopf
26.04.2007, 12:50 von MarieP
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26.04.2007, 11:59 von Kasperkopf
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Hallo MarieP,

Zitat:
od. mit Hinweis auf die gesetzliche Lage (Änderung) über Mehrheitsbeschluß in der Versammlung genehmigen lassen.

Was ist, wenn sich keine Mehrheit findet für diese Extra-Gebühr? Muss dann der Verwalter trotzdem für das Jahr 2006 den gesonderten Ausweis machen?

Gruss Kasperkopf
26.04.2007, 11:26 von Jobo
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nachdem unser Verwalter den Aufwand für diese Arbeiten beschrieben hatte, wurden die Kosten von 250.- Euro einstimmig bezahlt. Allerdings hat unser Verwalter auch klar gemacht, dass die Mehrkosten für die nächsten Jahre, wenn das Thema eingespielt ist, nicht zu Buche schlagen und deshalb auch keine weiteren Kosten anfallen.
Jobo
26.04.2007, 11:24 von MarieP
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26.04.2007, 11:14 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

ich drängel mich nochmals vor. Hat sonst noch niemand Erfahrungen mit dem Thema?

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 14:16 von Kasperkopf
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Hallo Jobo,

war der Beschluss einstimmig? Gab es eine große Diskutierei? Und in Zukunft will er nichts mehr Extra?

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 13:35 von Jobo
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also unser Verwalter wollte für 18 Einheiten einmalig 250.-Euro und hat sich das in der Versammlung von den Eigentümern bestätigen lassen.
Jobo
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