> zur Übersicht Forum
22.05.2007, 19:43 von MaxmaxProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Anschlußfinanzierung ?????
ich habe mein 2-Fam. Haus bei der Co-Bank im März 1999 finanziert. Seinerzeit haben die mir empfohlen die Tilgung komplett in eine Lebensversicherung zu zahlen, und die Hypothek tilgungsfrei zu stellen.
Gestern habe ich ein SChreiben der Versicherung bekommen, und die haben mir mitgeteilt, dass mir ca. 66.000 Euro nach Ablauf fehlen werden.
Ich möchte eigentlich nicht mehr in die Lebensversicherung einzahlen!!!! Was für Möglichkeiten habe ich ????
Habe von solchen Sachen leider nicht viel Abhnung, und möchte nicht noch einen Fehler machen.

Alle 33 Antworten
31.05.2007, 19:37 von Cora
Profil ansehen
Hallo

ich mach das auch, auch wenn Dernie meint ich habe keine Ahnung.
Aber seit über 30 Jahren hatte ich noch keine Versteigerung, also kann's so schlecht nicht sein.

Gruß
31.05.2007, 16:36 von peter98
Profil ansehen
Hallo Adele,

vielleicht hilft der nachfolgende Link schon einmal.

Man muss auf alle Fälle darauf achten, dass der Finanzberater sich nicht durch Provisionen von verschiedenen Anbietern sondern über seine Honorare finanziert.

http://www.verbraucher.org/verbraucher.php/cat/89/aid/956/title/Geldanlage:+Anbieter-unabh%E4ngige+Finanzberatung
@Adele:

Als Faustformel würde ich schon mal sagen, wenn sie Geld haben wollen, sind sie keinesfalls unabhängig, sondern finanzieren sich selbst durch die Abschluß-Prämien.

Ansonsten wird's schon recht schwierig an einen guten unabhängigen Berater zu geraten. Ich halte die Mundpropagande da für sehr hilfreich. Kommt aber immer auf die Gegend drauf an.

Gruß,
Dernie
31.05.2007, 15:22 von ADele
Profil ansehen
Zitat:
unabhängigen Berater


wie findet man diese Leute?

Viele Grüße Adele
31.05.2007, 15:03 von Cora
Profil ansehen
Hallo

Zitat:
Das kann ich zu 100% unterschreiben!


na, dann sind wir uns ja mal einig.
31.05.2007, 07:14 von Dernie
Profil ansehen
@Cora:

Zitat:
Schade ist nur, dass viele Käufer/Bauherren eine individuelle Beratung eines unabhängigen Beraters scheuen oder nicht für nötig erachten und sich bereitwillig von Banken, Bausparkassen oder Versicherungen (teilweise) unvorteilhafte Finanzierung auftischen lassen.


Das kann ich zu 100% unterschreiben!

Gruß,
Dernie
30.05.2007, 23:00 von Cora
Profil ansehen
Hallo

als ich noch "jung" war, hätte ich auch um's verrecken nicht zugegeben, dass ich etwas nicht weiß, nicht verstehe...
irgendjemand sagte mir dann mal, dass dieses Verhalten keine Stärke ist, sondern eine Schwäche und nur der, der fragt, kann was lernen.
Und davor haben die meisten Menschen angst: die eigene Schwäche einzugestehen - dabei macht das einen Menschen so sympathisch und der Gefragte ist stolz und glücklich sein Wissen weitergeben zu können. Ergo: eine Frage macht 2 Menschen glücklich und zufrieden!

Das lernt man alles im Laufe der Jahre, man schert sich nicht mehr darum, was andere von einem denken - sondern denkt selbst.

Oh Gott, jetzt wird es auch noch philosophisch hier

30.05.2007, 21:49 von peter98
Profil ansehen
Zitat:
Aber so ist der Mensch: nur nicht mal zugeben, dass er von einer Sache keine Ahnung hat - könnte als Schwäche verstanden werden - daher "versteht" man das, was einem gesagt wird, "natürlich" (Nicht).


Hallo Cora,

bei diesem Satz kann ich dir nur zustimmen. Umfragen zufolge kennt sich ja der Deutsche mit allem besser aus, als mit seinen Finanzen . Zugeben will dies natürlich keiner.

Aber es ist eben mit vielen Dingen so, dass man sich damit erst beschäftigen muss, damit man überhaupt mitreden kann und sich nicht ein A für ein U vormachen lassen muss.
Wenn man Glück hat kommt man an jemanden, der daraus kein Kapital schlagen will sondern weiterhilft. Oftmals kommt man aber nicht an den "Richtigen" - und merkt es dann eben nicht.
30.05.2007, 18:08 von Cora
Profil ansehen
Zitat:
Zudem beinhaltet die ganze Rechnung aber keine Instandhaltungs- und Reparaturen-Rücklage. Und ein potentieller Mietausfall wird auch nicht berücksichtigt.

Ich sehe also für ein 2-Familienhaus keine unverhältnismäßig hohen Steuerzahlungen und schon gar keine Nachzahlungen für mehrere Jahre in ungeahnten Höhen!!!

Ob das hohe Steuerzahlungen sind oder nicht, richtet sich aber nicht nach Deinem Geldbeutel, sondern nach dem des Eigentümers. Und da kann das schon ganz anders aussehen.


Hallo

es ging hier darum, dass du von immens hohen Steuernachzahlungen gesprochen hast, das ist aber nicht der Fall - zumindest nicht in der Größenordnung von der wir hier reden.

Das Annuitätendarlehn ist für mich - bezogen auf viele Eigentümer, Käufer/Bauherren - die preisgünstigste Lösung.
Sicherlich gibt es verschiedene Arten, kommt ja immer darauf an was man will und kann - will ich früh fertig sein, kann ich auch mit Bausparverträgen finanzieren - voll oder teilweise, nur wird das monatlich wieder teurer und da scheitert es doch bei den meisten.

Bei einer Finanzierung mit Tilgung durch eine LV am Laufzeitende - wobei wie im vorliegenden Fall noch eine relativ große Summe als Restschuld verbleibt, weil die Überschussanteile der LV nicht ausreichen - zahle ich durchgängig meine Zinsen für - sagen wir 30 Jahre in unveränderter Höhe, hier 9000 € x 30 Jahre = 270.000 € Zinsen.

Beim Annuitätendarlehn (angenommener gleichbleibender Zinssatz, da einfacher zu rechnen, sind es für die gleiche Zeit "nur" ca. 170.000 € Zinsen und am Ende ist mein Darlehn bezahlt.

100.000 € Differenz holst du nie durch Steuerersparnis rein und der Beitrag zur LV wird mit Sicherheit höher sein als die jährliche Tilgung.

Und ob du am Ende das Darlehn durch die LV bezahlt hast bleibt die Frage.

Betreffs Steuernachzahlungen: stehe ich in Lohn und Brot, habe ein durchschnittliches Einkommen, ist das in der Regel durch die monatliche Lohnsteuer gedeckt und immens hohe Steuernachzahlungen kommen nicht auf mich zu. Aber das kann einem jeder Steuerberater vorher ausrechnen.

Wir wollen das Thema hier auch abschließen, denn konkrete Fälle behandeln wir hier nicht.
Schade ist nur, dass viele Käufer/Bauherren eine individuelle Beratung eines unabhängigen Beraters scheuen oder nicht für nötig erachten und sich bereitwillig von Banken, Bausparkassen oder Versicherungen (teilweise) unvorteilhafte Finanzierung auftischen lassen.

Aber so ist der Mensch: nur nicht mal zugeben, dass er von einer Sache keine Ahnung hat - könnte als Schwäche verstanden werden - daher "versteht" man das, was einem gesagt wird, "natürlich" (Nicht).

In diesem Sinne
30.05.2007, 09:53 von Dernie
Profil ansehen
@Peter98:

Ein wahres Wort!
30.05.2007, 09:01 von peter98
Profil ansehen
Die Diskussion hier zeigt, dass das Thema Finanzierung nicht so einfach ist .

Richtig ist, dass es kein Allgemeinrezept gibt. Jede Situation kann andere Ergebnisse erbringen. Deshalb ist es eben so wichtig den Rat eines - und deshalb noch einmal fett hervorgehoben - unabhängigen
Finanzberaters einzuholen.

Um auch ein wenig zu verstehen, was ein Finanzberater so erzählt, ist es aber unabdingbar auch sich selbst mit der Materie zu beschäftigen. Nur so kann man - wenigstens im Ansatz - die Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten erkennen.
30.05.2007, 07:47 von Dernie
Profil ansehen
@Rita:

Ich verteufel kein Annuitätendarlehen (AD), sondern möchte nur auf die potentiellen Fallstricke aufmerksam machen. Es ist halt nicht immer das Richtige. Und schon gar nicht pauschal das Richtige!
Klar habe auch die anderen Finanzierungsarten Risiken. Das habe ich ja auch versucht, zu verstehen zu geben.
Ich wettere aber gegen pauschale Ratschläge, die dem Ratsuchenden evtl. Spätfolgen beschert, die dieser ggfls. nicht aufgezeigt bekommt.

Versicherungen sind im Übrigen für mich die größten legalen Verbrecher! Und m.E. sollte man KEINEM Versicherungsvertreter irgend etwas ungeprüft glauben.

@Cora:
Sorry, aber das Beispiel habe ich nicht so ganz verstanden.

Zitat:
1.500 € verbleiben

Die verbleiben nicht, sondern gehen in die Tilgung. Die verbleiben höchtens für den steuerlichen Aspekt (als Einnahme aus VuV).

Zitat:
Erst nach dem 16. Jahr sinken die Zinsen unter die Grenze der Mieteinnahmen - die Afa bleibt.

Die Zinsen betragen bereits im ersten Jahr weniger als die Mieteinnahmen (und sinken bei einem AD jedes Jahr weiter).
Richtig ist -wenn ich das auf die Schnelle überblicke-, daß ich bereits im ersten Jahr zusätzliche Steuern zu entrichten habe. Und diese werden jedes Jahr mehr!

Zitat:
Und noch im 25. Jahr zahlt man knapp 3000 € Zinsen und kommt somit in den Bereich, wo der Überschuss der Mieteinnahmen überwiegt ...

Welcher Überschuß? Ich habe keinen Überschuß, da ich neben den Zinsen eben auch noch tilgen muß.

Zitat:
.... liegt die steuerliche Mehrbelastung bei rund 837 €, die ich schon dann aus den Mieteinnahmen decken kann.

Das würde aber implizieren, daß sich die Mieten erhöhen (okay, ich gebe zu, daß das schon extrem wahrscheinlich ist).

Zudem beinhaltet die ganze Rechnung aber keine Instandhaltungs- und Reparaturen-Rücklage. Und ein potentieller Mietausfall wird auch nicht berücksichtigt.

Zitat:
Ich sehe also für ein 2-Familienhaus keine unverhältnismäßig hohen Steuerzahlungen und schon gar keine Nachzahlungen für mehrere Jahre in ungeahnten Höhen!!!

Ob das hohe Steuerzahlungen sind oder nicht, richtet sich aber nicht nach Deinem Geldbeutel, sondern nach dem des Eigentümers. Und da kann das schon ganz anders aussehen.
Zudem hast Du in dem Beispiel von 15, bzw. von 25 Jahren gesprochen, also eine Zinsbindung von (mind.) 25 Jahren. Bei geringeren Zinsfestschreibungen sind große Risiken bzgl. einer Anschlußfinanzierung zu bedenken.
Wie schon gesagt, ich möchte nichts verteufeln. Nur sollten alle Risiken bedacht und aufgezeigt werden. Ein AD mag durchaus im Einzelfall das Richtige sein, aber eben nicht immer.

Zitat:
Und Nachzahlungen können eigentlich immer nur dann entstehen, wenn ich mit meiner Einkommensteuererklärung jahrelang hinterher hinke...

Entschuldige bitte, aber das ist falsch! Nachzahlungen können bei Privatleuten (wie das mit Gesellschaften ist, weiß ich nicht genau) jedes Jahr und auch ohne "Erklärungsstau" entstehen!!! Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung versichern ohne ins Detail gehen zu wollen.

Gruß,
Dernie
29.05.2007, 19:21 von Cora
Profil ansehen
Hallo

leider kann ich noch immer noch konform mit deiner Meinung gehen.

Nehmen wir doch mal als Beispiel das 2-Familienhaus.
Kaufpreis: 350.000 € abzüglich EK 150.000 zu finanzieren 200.000.

Bei 4,5% Zinsen und 1,5% Tilgung= 6% = 12.000/Jahr = 1000 /Mon.

Nehmen wir weiter an, beide Wohnung mit 100 qm.

Zinsanteil für die Mietwohnung = 4.500 € (aus 9.000)
Mieteinnahme 100 qm x 5 € = 500 €/Mon. = 6.000 €/Jahr.

6.000 € Mieteinnahme/Jahr
4.500 € Zinsbelastung/Jahr
1.500 € verbleiben
abzüglich Abschreibung

verbleibt ein Betrag unter 1.500 €/Jahr, für den zusätzlich Steuer gezahlt werden muss.

Bei einem zu versteuernden Einkommen von , sagen wir mal, 30.000 €/Jahr zahlt man 3253 € Steuern
bei 31.500 /Jahr ca. 3.700, das sind 447 € mehr! ohne die berücksichtige Abschreibung für die Wohnung.

Erst nach dem 16. Jahr sinken die Zinsen unter die Grenze der Mieteinnahmen - die Afa bleibt.
Und noch im 25. Jahr zahlt man knapp 3000 € Zinsen und kommt somit in den Bereich, wo der Überschuss der Mieteinnahmen überwiegt und wenn man dann ein zu versteuerndes Einkommen von 35.000 zugrunde legen würde, statt dessen mit Mieteinnahmen aber 38.000 € versteuern muss liegt die steuerliche Mehrbelastung bei rund 837 €, die ich schon dann aus den Mieteinnahmen decken kann.

Ich sehe also für ein 2-Familienhaus keine unverhältnismäßig hohen Steuerzahlungen und schon gar keine Nachzahlungen für mehrere Jahre in ungeahnten Höhen!!!

Und übrigens...alle meine Bauherren haben ihre Häuser noch, da musste keines verkauft oder versteigert werden, es sei denn, die guten Leute ließen sich scheiden...

Dein Beispiel ist vielleicht für einen Käufer ausgelegt, der große Wohnblocks kauft, zu 100% finanziert, sich freut, dass er von seinem normalen Einkommen jede Menge Steuern spart und leider vergisst, dass er irgendwann mal Steuern zahlen muss.

Und Nachzahlungen können eigentlich immer nur dann entstehen, wenn ich mit meiner Einkommensteuererklärung jahrelang hinterher hinke...

Gruß
29.05.2007, 19:19 von Rita
Profil ansehen
@ Dernie
Also ich weiss wirklich nicht, warum du ein Annuitätendarlehen so verteufelst und derart gegen Cora wetterst.
Du klingst ja gerade so, als ob du die Eigenwerbung der Versicherer einfach nachplapperst.

Zitat:
Es drohen Nachzahlungen in schwer absehbarer Höhe an das Finanzamt!!!!!!!!!

Wenn das für dich Fakt ist, dann hattest du offensichtlich nicht richtig gerechnet bzw. nicht bedacht, dass die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nunmal genauso zu versteuern sind, wie Einkünften aus anderen steuerlichen Einkunftsarten.

M.E. ist das Risiko eines endfälligen/tilgungsfreien Darlehens in Kombination mit Tilgung über Lebensversicherung deutlich höher als bei einem Annuitätendarlehen - und Steuerfallen lauern gerade auch da. Zudem kriegst ein derartiges Kombidarlehen i.d.R. auch nur bei bestimmten Kooperationspartnern und dabei sind üblicherweise auch die Darlehenszinsen etwas höher als bei einem normalen Annuitätendarlehen.
> so mein Fakt = meine Erfahrungen

Ich halte jedenfalls nichts davon, blindlings abziehbare Ausgaben zu produzieren nur um Steuern zu sparen - das klingt eher nach Milchmädchenrechnung, denn die Steuerersparnis reduziert höchstens die tatsächlichen Ausgaben - aber selbst für den Allerhöchstverdiener bleiben immerhin noch 58% (ab 2007:55%) als "echte" Ausgaben übrig.

z.B.
http://www.immobilienscout24.de/de/finanzierung/kaufplaner/finanzierung/baugeld/versicherungsdarlehen/index.jsp
http://verbraucherschutz.wtal.de/versicherungsdarlehen.htm
@Cora:
Zitat:

Wieso drohen nicht absehbare Nachzahlungen an das Finanzamt?
Das ist doch Quatsch.


Das ist kein Quatsch, sondern Fakt!!!

Zitat:
... Finanzierung für ein 2-Familienhaus, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Solche Häuser werden in der Regel auch als zusätzliches Einkommen durch Vermietung im Alter erworben ...


Und gerade da lauert doch die Gefahr. Ich hatte es doch schon einmal erläutet: Das zu versteuernde Einkommen setzt sich doch i.d.R. zusammen aus "normalem" Arbeitnehmerlohn und den Mieteinnahmen. Ich muß also mehr Steuern bezahlen! Und zwar jedes Jahr mehr und mehr, da bei einem Annuitätendarlehen die Zinslasten sinken (und nur diese [und NICHT der Tilgungsanteil] reduzieren aber neben Werbungskosten das Einkommen aus VuV) Die Mieteinnahmen muß ich aber in die Annuität stecken. Und die Steuerlast habe ich TROTZDEM zu leisten, also aus meinem sonstigen Einkommen.
Wenn die Immobilie im Alter vollständig abbezahlt ist, kann die Steuer ja aus den Mieteinnahmen getätigt werden, vorher aber i.d.R. nicht!!!

Die Zins- und Steuersparrechner im Internet mögen zwar ganz nett sein, aber inwieweit berücksichtigen sie die finanzielle Situation des Arbeitnehmers? Und berücksichtigen diese auch die Situation in 15 oder 20 Jahren?

Ich habe ja nicht gesagt, daß ein Annuitätendarlehen prinzipiell nicht in Frage kommt, sondern daß dort Fallstricke finanzieller Art lauern, die man kennen muß! Ansonsten kann es einem in einigen Jahren den finanziellen Boden unter den Füßen wegreißen.

Und das Finanzamt kennt da keinerlei Erbarmen!!!

Wenn man sich gut und kompetent erkundigt und ausgiebige Berechnungen anstellt, dann korrigiere ich meine Behauptung leicht:
Es drohen Nachzahlungen in schwer absehbarer Höhe an das Finanzamt!!!!!!!!!

Zitat:
Und wenn die Steuern "überhand" nehmen, kann man immer mal ein bisschen investieren und dadurch wieder die Steuerlast senken.


Entschuldige bitte, aber wie naiv ist das denn??????
-> Wenn ich schon nicht weiß, wie ich die Steuern bezahlen soll, dann nehme ich halt irgendwoher Geld und investiere es, damit meine Steuerlast wieder sinkt. Das ist absurd!!!!

Bei dem von mir geschilderten Problem ging es nicht darum, daß jemand mit viel Geld zuviel Zinsen zahlt. Es ging darum, daß jemandem das Wasser im Laufe der Zeit bis zum Halse steht, da er mit Steuernachzahlungen konfrontiert wird, mit denen er nicht kalkuliert hatte. Es drohen dann Notverkäufe oder Zwangsversteigerungen.
Soweit muß es ja nicht kommen, ich muß mir halt VORHER Gedanken machen.

Zitat:
Ich bin seit über 30 Jahren im Baugewerbe tätig und habe viele Finanzierungen vermittelt - allerdings nur im Privatsektor - so wie hier auch.


Entschuldige nochmals, aber dann würde ich jedem von einem Finanzierungsgespräch -gerade im Privatsektor- mit Dir abraten!
Deine Vorschläge (nur bzgl. der Finanzierung) sind einseitig und potentiell (finanziell) gefährlich!

Gruß,
Dernie
26.05.2007, 15:52 von Cora
Profil ansehen
Hallo Dernie

Zitat:
Es drohen nicht absehbare Nachzahlungen an das Finanzamt!!!!!!!!! Solche pauschalen Aussagen sind einfach nur falsch!


Wieso drohen nicht absehbare Nachzahlungen an das Finanzamt?
Das ist doch Quatsch.

Wir reden hier nicht von riesigen Wohnblocks, die als Steuersparmodell gekauft werden sondern von der Finanzierung für ein 2-Familienhaus, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Solche Häuser werden in der Regel auch als zusätzliches Einkommen durch Vermietung im Alter erworben,da will man nicht 500 € Zinsen zahlen und 300 € Miete einnehmen und 50 € Steuern dadurch sparen.

Und wenn die Steuern "überhand" nehmen, kann man immer mal ein bisschen investieren und dadurch wieder die Steuerlast senken.

Ich bin seit über 30 Jahren im Baugewerbe tätig und habe viele Finanzierungen vermittelt - allerdings nur im Privatsektor - so wie hier auch.

Und wenn ich ein wenig googele, dann kann ich mir die Zinsbelastung pro Jahr sowie die Steuerersparnis selbst ausrechnen.

Gruß

25.05.2007, 09:23 von Dernie
Profil ansehen
@peter98:

Es ging mir auch nicht hauptsächlich darum, aufzuzeigen, wie man wo Steuern spart, sondern darum, daß ein Annuitätendarlehen gewisse Risiken birgt, die man "jetzt" erst einmal nicht sieht.

Bei einem Investment gehören aber nun mal alle finanziellen Vor- und Nachteile ge- und berechnet. Und dazu gehören auch steuerliche Vor- und Nachteile. Und ich denke, diese sollten schon erwähnt werden. Jedoch sollten diese nicht alleinige Grundlage eines Kaufs sein, da hast Du schon recht.

Zitat:
Das Beispiel von Maxmax zeigt, dass eine Tilgung zum Laufzeitende ganz schnell einmal in die Hose gehen kann. Weder die Lebensversicherung noch der Bausparvertrag garantieren dir bei Abschluss, dass zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung das Geld auch tatsächlich zur Verfügung steht.


Wenn man sich auch da vorher schon über die Risiken (und die gibt es hierbei natürlich auch!) informiert hat, läuft man aber nicht blind in so eine Falle, sondern kann im Vorhinein etwas dagegen machen. Ich habe z.B. damals nicht die Ablaufleistung als Grundlage meiner Berechnungen genommen, sondern die garantierte Auszahlung. So bin ich auf der sicheren Seite und bekomme wahrscheinlich sogar nach Ablauf der LV neben der Tilgung des Darlehens noch etwas ausgezahlt.
Aber dafür sind natürlich die Beiträge etwas höher.

Wie Du schon angedeutet hast, darf man nicht blind irgendwelchen Finanzheinis vertrauen, sondern muß sich selbst schlau machen oder ein UNABHÄNGINGEN Finanzjongleur einschalten. Alles andere geht in die Hose.

Und zudem sollte man sich die Immobilie natürlich ziemlich gut anschauen un prüfen, bevor man diese erwirbt. Na ja, aber manche kommen ja zu einer Immobilie, ohne da etwas dran drehen zu können. Soll heißen: Erbschaften, o.ä. Da fällt die Auswahl naturgemäß etwas schwerer.
25.05.2007, 08:45 von peter98
Profil ansehen
Zitat:
Es drohen nicht absehbare Nachzahlungen an das Finanzamt!!!!!!!!!

Zitat:
Die jahrelangen Zinszahlungen müssen den Steuerersparnissen (aus den Darlehenszinsen) gegenübergestellt werden

Zitat:
Diese Steuerersparnisse habe ich (im Laufe der Zeit) eben nicht mehr in dem Maße, wie in den ersten Jahren, da sich ja der Zinsanteil an der Rückzahlung (der Annuität) stetig vermindert.


Hallo Dernie,

den Aspekt der Steuerersparnis (gerade in der Vermietung) soll man zwar nicht unberücksichtigt lassen, aber man soll nicht auf Gedeih und Verderb versuchen möglichst viele Steuern zu sparen. Was dabei herauskommt, konnte man an den Schrottimmobilien im Osten sehen. Man hat zwar fleißig Steuern gespart, aber die Immobilien waren hoffnungslos überteuert und so hat man kräftig drauf gezahlt.

Zitat:
Im Übrigen wird bei der Variante eines endfälligen Darlehens nebenbei auch noch eine Lebensversicherung oder ein Bausparvertrag abgeschlossen und an die finanzierende Bank abgetreten. Aus diesem wird dann bei Fälligkeit des Darlehens dieses getilgt.


Das Beispiel von Maxmax zeigt, dass eine Tilgung zum Laufzeitende ganz schnell einmal in die Hose gehen kann. Weder die Lebensversicherung noch der Bausparvertrag garantieren dir bei Abschluss, dass zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung das Geld auch tatsächlich zur Verfügung steht.

Deshalb kann man nur immer wieder - wie du es ja auch noch einmal erwähnt hast - darauf hinweisen, dass man einen unabhängigen Finanzberater (der auch sicherlich einiges zum Thema Steuerersparnis sagen kann) aufsuchen sollte, da meist jeder Fall doch recht individuell ist.


25.05.2007, 08:02 von Dernie
Profil ansehen
@cora:

Entschuldige bitte Cora, aber Deine Äußerungen zeigen, daß Du Dich mit dem Thema Finanzierungen von vermieteten Immobilien nicht gut auskennst! Dein Tip mitr dem Annuitätendarlehen ist (finanziell) GEFÄHRLICH!!!!! Es drohen nicht absehbare Nachzahlungen an das Finanzamt!!!!!!!!! Solche pauschalen Aussagen sind einfach nur falsch!

Die jahrelangen Zinszahlungen müssen den Steuerersparnissen (aus den Darlehenszinsen) gegenübergestellt werden (vereinfacht dargestellt). Erst dann läßt sich objektiv entscheiden, was letztendlich wirklich günstiger ist.

Diese Steuerersparnisse habe ich (im Laufe der Zeit) eben nicht mehr in dem Maße, wie in den ersten Jahren, da sich ja der Zinsanteil an der Rückzahlung (der Annuität) stetig vermindert.

Im Übrigen wird bei der Variante eines endfälligen Darlehens nebenbei auch noch eine Lebensversicherung oder ein Bausparvertrag abgeschlossen und an die finanzierende Bank abgetreten. Aus diesem wird dann bei Fälligkeit des Darlehens dieses getilgt.

Genau ausrechnen, welche Variante nun überhaupt günstiger ist, kann und sollte nur ein (unabhängiger) Fachmann machen.

Nochmals: Bitte VORSICHT bei Annuitätendarlehen zum Erwerb von vermieteten Immobilien! Man sollte sich des oben erwähnten Risikos bewußt sein..... .

Gruß,
Dernie
24.05.2007, 18:38 von Cora
Profil ansehen
Hallo

das Annuitätendarlehn ist ja nun mal die klassische Form der Finanzierung und irgendwann hat jeder mal sein Haus abgezahlt und dann Einnahmen aus Vermietung.

Das wäre jedoch für mich kein Grund, jahrelang Zinsen zu zahlen und im Endeffekt - bei der jetzigen Konstellation - am Ende der Laufzeit mit einem Minus von rund 60.000 € dazustehen.
Das kann es ja wohl nicht sein.

Und von einer Kündigung der LV rate ich dir ganz dringend an, die Laufzeit ist viel zu kurz um einen einigermaßen vernünftigen Betrag rauszubekommen, da hast du dann bares Geld verschenkt und seit 9 Jahren keinen müden Euro getilgt.

Berücksichtigt werden muss ja auch, dass ein Haus nicht jünger wird und in 10 oder 20 Jahren evtl. mal Geld aufgenommen werden muss für Reparaturen - dann ist die 1. Hypo noch nicht bezahlt und man hat eine 2. am Backen.

Also, bei aller Liebe und unter Berücksichtigung von steuerlichen Aspekten, mein Rat bleibt das Annuitätendarlehn, wegen mir mit einer Anfangstilgung von 1% - da hast du dann rund 30 Jahre zu zahlen.

Ich würde auch bereits heute mit der Bank verhandeln und ein Forward-Darlehen zu den momentan noch günstigen Konditionen abschließen.

Wenn du möchtest kannst du mir eine pn schicken, evtl. mit mehr Infos.

Gruß
24.05.2007, 14:19 von yvo75
Profil ansehen
Besteuert wird der Überschuss. Allerdings ist es ein Altvertrag
der steuerunschädlich nach einer 12 jährigen Laufzeit ist.
Neuregelung ab 2005!

Ich würde im Rahmen einer Umfinanzierung diese Versicherung
schön stehen lassen oder mit einem geringen Beitrag fortführen
(wenn das Geld hieraus nicht unbedingt benötigt wird) und
für eine eigene Altersabsicherung nutzen.

Gruß

24.05.2007, 14:03 von Maxmax
Profil ansehen
Noch eine Frage:

Wie sieht wohl der steuerliche Aspekt bei der Kündigung der Lebensversicherung aus ?

die Differenz zwischen dem Rückkaufwert und den tatsächlich eingezahlten Beiträgen ist ja nicht ohne !!!!!

24.05.2007, 11:47 von Dernie
Profil ansehen
@Chum:

Stichwort: Forward-Darlehen.
24.05.2007, 11:30 von chum
Profil ansehen
Banken "schwatzen" gerne bei der Finanzierung eine Versicherung, Bausparvertrag o.ä. auf, im Endeffekt geht es der Bank nur darum deren Produkte mit zu verkaufen und nicht um dem Darlehensnehmer den best möglichen Kredit zu geben.

Sehr gute Informationen bzgl. Anschlussfinanzierung finden Sie u.a. bei www.interhyp.de, wenn keine 100% Finanzierung benötigt wird.

Für die Lebensversicherung sollten Sie sich einen Rückkaufwert nennen lassen, von Ihrer Bank und anderen Anbietern. (Irgendwo gab es eine Fernsehwerbung, die Firma heisst Cashlife o.ä)

04/2009 - Ist zur Zeit noch zu früh um tätig zu werden.

Der Vollständigkeit halber;
wäre der Zeitraum kürzer z.B. 04/2008 sollte bei verschiedenen Banken angefragt werden, z.B. auch Bereitstellungszinsen.
Weshalb; in naher Zukunft werden die Zinsen steigen.
Kann man zur Zeit noch eine Anschlußfinanzierung zum niedrigen Zinssatz "sichern", lohnt sich dafür die Tilgung zu erhöhen z.B. 2%
24.05.2007, 10:12 von Dernie
Profil ansehen
@peter98:

Ich weiß aber nicht, ob ein Finanzberater die steuerlichen Aspekte zu 100% abschätzen kann. Und gerade das ist ja m.E. das Wichtigste.

Gruß,
Dernie
24.05.2007, 09:07 von peter98
Profil ansehen
Zitat:
Wie gesagt: Absolute EInzelfallentscheidung, wie das am besten finanziert wird!!!


Genau deshalb sollte man zur rechten Zeit einen unabhängigen Finanzberater aufsuchen und sich für seinen Einzelfall beraten lassen. Die ca. 150 Euro sind da mit Sicherheit gut angelegtes Geld.
24.05.2007, 08:10 von Dernie
Profil ansehen
@cora:

Ein Annuitätendarlehen aufzunehmen, kann ganz böse nach hinten losgehen, da ja ein Teil des Hauses wohl vermietet wird!

Das muß jeweils genau auf den Einzelfall (zu versteuerndes Einkommen, Steuersatz, Abschreibungen, steurliche Anschaffungskosten, etc.) abgestimmt werden!!! Da hilft dann wohl nur der Steuerberater.

Bei einem Annuitätendarlehen sinkt im Laufe der Jahre die Zinslast und damit der Betrag, der steuerlich geltend gemacht werden kann. Im Laufe der Jahre habe ich so plötzlich (na ja nicth plötzlich, sondern nach und nach) eine positiven Ertrag aus VuV und muß diesen versteuern (evtl. sogar ans Finanzamt nachzahlen), muß aber trotzdem das Darlehen bedienen. Und schon habe ich evtl. ein Problem.

Wie gesagt: Absolute EInzelfallentscheidung, wie das am besten finanziert wird!!!

Gruß,
Dernie
23.05.2007, 22:31 von Maxmax
Profil ansehen
Hallo Cora, Asche auf mein Haubt!!!!!!

ich meine 4/2009 !!!!!!

Sorry !!!

23.05.2007, 18:41 von Cora
Profil ansehen
Hallo

dann ist sie doch schon abgelaufen, wir haben jetzt mAI "==/; hast du denn kein Angebot für eine neue Zinsbindung erhalten????

Jetzt eilt es nämlich dann ein bisschen...
23.05.2007, 18:34 von Maxmax
Profil ansehen
Hallo Cora,

die Hypothek sprich Zinsfestschreibung läuft noch bis 4/2007 zu 5,25 % !!
23.05.2007, 17:27 von Cora
Profil ansehen
Hallo

ich würde dir folgendes empfehlen:

stell die Lebensversicherung beitragsfrei, d.h. alles was momentan an Guthaben vorhanden ist, bleibt stehen und verzinst sich (mit wieviel kann man nicht sagen) weiter bis zum Ablauf.

Die Hypothek bzw. Darlehn würde ich dann ab diesem Zeitpunkt auf ein Annuitätendarlehn, also mit Tilgung, umstellen.

Da ich jetzt nicht weiß wieviel % Tilgung der LV-Beitrag entspricht, käme eine 1,5 - 2,0% oder sogar 3% Tilgung in Betracht, also so, dass du bequem abzahlen kannst.

Zur Sicherheit deiner Familie kannst du eine Risiko-LV über den Darlehnsbetrag abschließen.

Kündigung der LV überhaupt nicht empfehlenswert, da du dann nur Verlust machst.

Lass dich auch nicht dazu bringen noch eine zusätzliche LV abzuschließen, das ist alles nur Geldschneiderei (auch von den Banken) und bringt absolut nichts. Und wenn du dir mal ausrechnest, was du in der ganzen Zeit allein an Zinsen zahlst, denn die werden ja immer vom Ursprungs-Betrag deines Darlehns berechnet, fällst du wahrscheinlich in Ohnmacht.

Hast du eine Zinsfestschreibung und wenn ja, wie lange?

Gruß
23.05.2007, 16:53 von AquaDiver
Profil ansehen
In der Tat ein Finanzierungsmodell, dass aus den verschiedensten Gründen nicht zu empfehlen ist.

Aber das hilft jetzt nicht weiter ...

Lass Dir von Deiner LV einen Rückkaufswert berechnen, damit Du siehst welches Kapital Dir bei einer Kündigung verbleibt (im Regelfall weniger als eingezahlt worden ist, da zunächst die Provisionen bedient werden )
Eine weitere Alternative kann der VERKAUF der Versicherung sein (hier mal googlen; z.B. http://www.wdr.de/tv/markt/20060313/b_4.phtml)

Wenn das alles nicht fruchtbar ist, bleibt wohl nur ... Augen zu und durch !

Viel Glück !

PS: Auch mal den Steuerberater fragen wg. evtl. steuerlicher Auswirkungen bei Kündigung oder Verkauf !
Hallo Maxmax,

Kapitallebensversicherungen haben bei derartigen Finanzierungen leider nie besonders gut abgeschnitten. Du bist auch sicher nicht der einzige, der nach Ablauf drauf zahlen muss.

Um dies in Zukunft zu vermeiden, solltest du dir einen unabhängigen Finanzberater aufsuchen. Das Geld für so eine Beratung ist meist sehr gut angelegt.

Um sich vorher schon ein wenig schlau zu machen, wie die derzeitigen Konditionen zu Hypothekendarlehen stehen, kann man auch mal die Seite http://dynamisch.vergleich.de/bg/scms/baugeld/liste.htm besuchen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie uns!
>weiter