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21.09.2007, 14:35 von LemameProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Ankündigung Mietminderung
Hallo,

ich habe heute ein Schreiben meiner Mieterin im Briefkasten (zugestellt durch normalen Postweg) gefunden. Folgender Inhalt (O-Ton):
- Geltendmachung der Mietminderung für September und Oktober
- Geltendmachung des zurückbehaltungsrechts meiner Oktobermietvorauszahlung aufgrund der Schäden, die mir entstanden sind.
Ausführliche Stellungnahme folgt.

Weiterhin wird mir "empfohlen" Erzwingungsmaßnahmen, wie die Benachrichtigung des Wohngeldamtes zu lassen.

Nun meine Frage, ist das eine ernstzunehmende Mietminderungsankündigung?
Wie kann ich darauf reagieren? Und wie schnell?

Vorgeschichte: Sie behauptet es würde schimmeln, läßt aber keine Besichtigung der Räume zu und hat nachweislich auf das Heizen der Räume durch Nachtspeicheröfen (gesamten Winter) verzichtet und lediglich einen Raum mit Holzofen beheizt (4 weitere unbeheizt gelassen).Jetzt stellt sie beim Packen fest, das ihre Sachen feucht sind.

Grüße Lemame
Alle 11 Antworten
30.09.2007, 22:20 von Lemame
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Hallo JJ,

Sie geht in diesem Schreiben auf mein Schreiben ein. Sie betont nämlich extra das ich sie wohl nicht verstanden hätte, bevor sie ihre "Empfehlung" wiederholt.
Die Vorgeschichte schicke ich als PN.
Grüße Lemame

30.09.2007, 21:51 von JollyJumper
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Zitat:
...in den Briefkasten geworfen, in dem sie mich als verlogen beschimpft und hat mir nochmals "empfohlen" Zwangsmaßnahmen

Ich hoffe Dein schreiben ist beweisbar zugestellt, wenn sich aus Ihrem letzten Schreiben nicht irgentwie herleiten lässt, dass sie Dein Schreiben erhaltan hat.
Ansonsten kommt mir das ganze gesamt gesehen irgentwie merkwürdig vor!
Gibt es da vielleicht ein Vorgeschichte die Du noch nicht erzählt hast?
Auch dass sie jetzt zum zweiten mal davor warnt die Wohngeldstelle zu benachrichtigen. So dämlich kann niemand sein.
Ist doch klar, dass das bei der geschilderten Lage mit Sicheheit erfolgt! Es ist als wenn sie dich quasi darum bittet endlich Meldung zu machen.
Das gesamte Verfahren wird wohl weiter spannend bleiben.
Gruß JJ
30.09.2007, 19:47 von Lemame
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Für alle die es interessiert wie es weitergegangen ist:

Ich habe meiner Mieterin einen Brief geschreiben und der Mietminderung widersprochen, mit der Begründung, daß sie bisher keine Mängel an der Mietsache angezeigt hat. Sie wurde gebeten mir schriftlich die "angeblichen" Mängel mitzuteilen, damit wir kurzfristig einen Besichtigungstermin vereinbaren können. Außerdem habe ich sie aufgefordert, da sie kein Recht zur Mieteinbehaltung hat, diese entsprechend zu zahlen. Auch mit dem Verweis, das Wohngeld zweckgebunden zu verwenden ist.
Daraufhin hat sie mir heute ein Schreiben in den Briefkasten geworfen, in dem sie mich als verlogen beschimpft und hat mir nochmals "empfohlen" Zwangsmaßnahmen (benachrichtigen der Wohngeldstelle) zu lassen. Keine Mitteilung von Mängeln und auch keine wie von ihr angekündigte Stellungnahme.
Da kann ich wohl doch davon ausgehen, das das Haus in Ordnung ist.
Einzig erfreulich ist die Tatsache, das sie Termine zur Schlüsselübergabe vorgeschlagen hat.
Schönen Abend noch
Lemame
22.09.2007, 12:40 von hecke
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@ sommer: hab ich auch schon mal gehoert das die nicht reagiert haben bei einer behoerde.

ich hatte es vor jahren das einer meiner mieter der damals die miete von unserer gemeinde bekam nicht an mich weitergeleitet hat.
dieses habe ich dem sachbearbeieter (ein ehemaliger klassenkamerad von mir) mitgeteilt, der meinte auch das wuerde ihn nicht die bohne interessieren.

gut kein problem, da ich die behoerde ueber eine veruntreung von steuergeldern informiert habe, und sie sich nicht dazu in der lage sah was zu unternehmen, habe ich mit anzeige gegen unsere gemeindeverwaltung gedroht....und ab dem naechsten 1. bekam ich die miete dierekt..
22.09.2007, 11:12 von Cora
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Hallo

widersprich der Mietminderung sofort mit der Begründung, dass eine Mietminderung nur vorgenommen werden kann wenn der Vermieter seiner Pflicht, einen Mangel zu beseitigen, nicht nachkommt.
In deinem Fall lässt die Mieterin a) überhaupt keinen Besichtigungstermin zu, damit du dich vor Ort vom Mangel überzeugen kannst, ,b) schließt sie damit gleichzeitig aus, dass du einen evtl. Mangel, den du zu vertreten hast, beseitigen kannst.

Aus diesen Gründen ist eine Mietminderung nicht gerechtfertigt.

Fordere sie daher auf, dir 1. einen Besichtigungstermin zu gewähren, 2. die Mietminderung - falls geschehen - zurückzuzahlen und 3. keine weitere mehr vorzunehmen.
Setze einen kurzfristigen Termin für Besichtigung und Zahlung, ansonsten wird MB veranlasst.

Und das Amt würde ich informieren, trotz ihres "Ratschlages".

21.09.2007, 21:43 von nass01
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Sofort aber sofort eine Meldung an das Amt und weise darauf hin, dass die Kaution für die Schäden einbehalten werden.
Begründe den Besichtigungstermin zu Weitervermietung der Wohnung.
21.09.2007, 17:03 von JollyJumper
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Dokumentieren sie die Vorgänge gut und fordern Sie weitere Termnine zur Prüfung und ggf. Beseitigung. Termine, auch wenn Sie wieder nicht hineinkommen mit Zeugen wahrnehmen!
Die Miete werden sie vorerst wohl nicht bekommen.
Bei einer Kündigung zu 31.10. ist das Ende aber zumindest absehbar.
Habe sie eine Kaution?
Ggf. müsse sie die fehlenden Mieten einklagen.
Dabei ist Ihre Mieterin Ihnen gegenüber beweispflichtig, dass der beschriebene Schimmel vorhanden war.
Das sollte ihr schwer fallen, wenn die Wohnung nach dem 31.10 nicht mehr in Ihrem Verfügungsrahmen steht und vor allem wieder ordentlich beheizt wird.

Eine Schimmelbildung halte ich bei der Witterung und unter Berücksichtigung, dass die Heizperiode gerade erst begonnen gat allerdings für zweifelhaft!

Wenn Ihre Mieterin unter der Zuhilfenahme staatlicher Alimentierung lebt, würde ich eine Benachrichtigung der entsprechenden Stelle, wenn nicht aus persönlichen Motiven alleine schon aus dem Grunde in Erwägung ziehen, dass diese immerhin aus den von uns allen erwirtschafteten Steuermitteln geleistet werden.!!!

Gruß JJ
21.09.2007, 16:49 von Sommer
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Zitat:
Je nach Gesprächs- und Zeitverlauf, entscheiden ob man die Infos nicht doch weitergibt, ist ja schließlich deine Pflicht den behörden mitzuteilen wenn Geldzuwendungen nicht richtig verwendet werden.
.

Ja, dachte ich auch mal...habe es sogar von einer Hartzi schriftlich daß sie die Miete für den Kauf eines Teppichs verwendet hat. Hat das Amt nicht die Bohne interessiert weil eben Datenschutz und da dürfen die gar nichts sagen....hahaha.

S
21.09.2007, 16:48 von Lemame
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Hallo Bernd,

Besichtigungstermin gab es schon mal, aber ich wurde nicht hineingelassen. Mir wurden ein paar Gegenstände gezeigt und das war es. Höflich auf ihr Heizverhalten hin angesprochen wurde ich angekeift und das Gespräch von ihr aus beendet.
Ich denke auch, sie möchte ihren Auszug finanzieren.
Ausziehen muß sie bis spätestens 31.10. (sie hat gekündigt).
Außerdem hat sie ja bisher überhaupt noch keine Schäden gemeldet. So wie oben geschrieben ist der Inhalt des Briefes, nicht mehr, nicht weniger. Daher weiß ich ja nicht einmal welche Schäden sie anprangert. Die Vorgeschichte habe ich nur zum Besseren Verständnis beigefügt. Ist auch nur eine Vermutung, das sie deshalb Miete mindern möchte, da sie es ja bisher noch nicht mitgeteilt hat warum.
Muß ich also schon auf dies schreiben reagieren oder erst mal ihre Stellungnahme abwarten?
Grüße Lemame
21.09.2007, 16:20 von Bernd
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Ich würde ganz höflich um einen Besichtigungstermin bitten um die gemeldeten Schäden beheben zu können.
Ein paar Termine vorschlagen.
Ferner darauf hinweisen das du erstmal die Chance haben mußt auf ihre Mängelanzeige zu reagieren, daher ihre - Geltendmachung - so nicht akzeptieren wirst.
Die Dame zieht aus?
Sieht mir stark nach einem Versuch aus die restliche Miete zu sparen.

Also Termin machen und gleich einen Sachverständigen mitnehmen, die gibt es in jeder Stadt.
Je nach Gesprächs- und Zeitverlauf, entscheiden ob man die Infos nicht doch weitergibt, ist ja schließlich deine Pflicht den behörden mitzuteilen wenn Geldzuwendungen nicht richtig verwendet werden.
Ich denke die Dame wird die Einbehaltung der Miete nicht beim Amt gemeldet haben, und versucht dich so davon abzuhalten ihr das schöne Geld zu entziehen...

21.09.2007, 14:40 von Lilibeth
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Zitat:
Vorgeschichte: Sie behauptet es würde schimmeln, läßt aber keine Besichtigung der Räume zu und hat nachweislich auf das Heizen der Räume durch Nachtspeicheröfen (gesamten Winter) verzichtet und lediglich einen Raum mit Holzofen beheizt (4 weitere unbeheizt gelassen).Jetzt stellt sie beim Packen fest, das ihre Sachen feucht sind.




ich denke aber das sie verpflichtet ist, die Mängel zu zeigen und Dir eine Gelegenheit geben muß , die Mängel zu beseitigen.

So einfach Miete mindern ist nicht rechtens !!
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