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28.02.2009, 13:48 von LiandiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Alter Mietvertrag, Kündigung des Mieters
Hallo Zusammen,
vor Kurzem habe ich ein Mehrfamilienhaus von meiner Mutter übernommen. In einer Wohnung wohnt ein Ehepaar seit 1973. Leider haben wir seit längerer Zeit sehr viel persönlichen Ärger mit denen, so dass ich diese gerne kündigen möchte, weil meine Mutter, die auch hier wohnt, die nicht mehr seelisch ertragen kann. Leider ist die Kündigung eines Mieter ja in der Regel sehr schwer, aber der alte Mietvertrag von 1973 führt auf, dass der Mietvertrag auf bestimmte Dauer und zwar für zwei Jahre geschlossen wurde. Weiter steht dort, dass, wenn nicht drei Monate vor Ablauf der Mietzeit gekündigt wird, sich die Mietzeit jedesmal um ein Vierteljahr verlängert.
Dieses würde doch bedeuten, dass ich den Mieter aufgrund dieses Mietvertrages ohne weitere kündigen könnte, oder gilt dieser Vertrag nicht mehr oder wird diese Vereinbarung durch neueres Mietrecht ausgehebelt. Ich würde ja auch gnädiger Weise 9 Monate vorher kündige, weil diese ja schon so lange drin sind.
Was meint ihr. Habt ihr schon einmal so einen Fall gehabt.

Vielen Dank im Voraus für eure Meinung.
Alle 2 Antworten
03.03.2009, 16:50 von Liandi
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Hallo Frau Schlau,

danke für deine Meinung. Ich nehme mittlerweile auch fast an, dass dieser Zeitvertrag unwirksam ist bzw. keine Rolle mehr spielt. Schade. Es wäre sicherlich oder vielleicht einfacher gewesen, die unliebsamen Mieter "los" zu werden.
Mit der Angabe der Verlängerung jeweils um ein Vierteljahr ist aus einem Standartmietvertrag vom Haus- und Grundbesitzerverein. Allerdings konnte man hier auch noch "ein halbes Jahr" und "ein Jahr" aussuchen. Also kein selbstgebastelter Mietvertrag.
Aber trotzdem finde ich es ungerecht, denn die alten Mietvertäge (oder zumindest in meinem) sind z. B. Kleinreparaturen nicht enthalten, also kann ich diese dem Mieter auch nicht anlasten, obwohl dieses heutzutage in den Mietverträgen üblich ist. Da gilt natürlich immer noch der alte Mietvertrag (wäre ja auch zu Lasten des Mieters). Aber wenn, wie hier im alten Mietvertrag eine Befristung vereinbart wurde, gilt diese aber nicht mehr (wäre ja auch zu Lasten des Mieters). Im Prinzip gilt fast immer nur das, was gut für den Mieter ist. Alter Mietvertrag hin oder her.

Trotzdem Danke!
Viele Grüße von einer neuen Vermieterin
03.03.2009, 10:14 von Frau Schlau
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Hallo,

schwierig! Endet ein Zeitmietvertrag, wandelt er sich normalerweise in einen Mietvertrag auf unbestimmte Zeit.

Die Regelung, dass er sich jeweils um eine Vierteljahr verlängern soll, wenn er nicht 3 Monate vorher gekündigt wird, habe ich noch nie gehört. Ich halte sie aber, aufgrund der kurzen Fortsetzungsfrist für unwirksam. Der Mieter müsste ja so in der ständigen Angst leben, dass sein (Zeit-)-Mietvertrag gekündigt wird.In Anbetracht auch der langen Mietdauer sehr bedenklich.

Abgesehen von der strittigen Kündigungsfrist bin ich der Ansicht, dass zusätzlich auch ein Kündigungsgrund erforderlich ist. Den sehe ich leider nicht.

Sorry - interessanter Fall

Grüße von Frau Schlau
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