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10.03.2008, 17:52 von spidertiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|alte Kastenfenster
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

folgendes Problem:

Ein Pärchen macht nach nunmehr 1 1/2 Jahren geltend, dass die Kastenfenster undicht seien und dass sich Kondenswasser bildet. Die Kastenfenster selbst sind doppelt verglast. Besonders in kalten Wintermonaten kann es aber durchaus zu Kondenswasserbildung kommen. Diese Tatsache wird von uns überhaupt nicht bestritten. Das Mietshaus selbst wurde in den 60er Jahren erbaut.

Das Pärchen hat nunmehr die Miete aufgrund o. g. Aussagen gemindert.

Meine Fragen:
- Ist der Mieter verpflichtet, aufkommendes Kondenswasser an den Fenstern weg bzw. trockenzuwischen?
Mir ist bekannt, dass es ein (BGH??)-Urteil gibt, welches besagt, dass z. B. Duschkabinen regelmäßig trockengewischt werden müssen, damit sich kein Schimmel bildet.

Wie gesagt, die Mieter haben - als wir die Mängelbesichtigung durchgeführt haben - offensichtlich nie die Fenster trockengewischt. Sie gaben an, dass sie dies auch nicht tun werden.

- Gibt es ggf. ein Urteil hinsichtlich vorgenanntem Problem ?
(also Kastenfenster, Kondenswasser etc)

- Kann das Pärchen die Miete mindern?
Es handelt sich ja nicht um verschwiegene Mängel. Bei Besichtigung der Wohnung und vor bzw. bei Mietvertragsschluss war ja bekannt, dass die Wohnung über Kastenfenster verfügt, daher ggf. diesseits davon ausgegangen werden konnte, dass der zukünftige Mieter Bescheid weiss, dass die Gefahr einer Kondenswasserbildung besteht?

- Im übrigen wurde seitens der Mieter des weiteren nur pauschal bemängelt, dass die Fenster undicht seien. Eine weitergehende Erklärung zu dem Wort "undicht", also z. B. ob Nässe eindringt, es zieht, o. ä. erfolgte nicht. Von daher können wir uns nicht wirklich ein Bild des Problems machen.

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen !

Danke und liebe Grüße aus Berlin

Alle 10 Antworten
11.03.2008, 22:43 von Cora
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aha, jetzt weiß ich, es gibt zu einer Frage 2 Threads.

na, ja - egal, Antworten sind die gleichen.
11.03.2008, 19:16 von Mortinghale
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Bedeutet dies nun, dass wir jeden morgen bei den Mietern klingeln müssen, um dann die Fenster trockenzuwischen ?

Könnte man ja ein paar Tage lang mal machen.
Aber nicht nach 6:00 Uhr.

Mietminderung 20 %, Zurückbehaltung der Miete 80 %
= 0,00 € Mieteinnahmen

Also nach 2 Monaten fristlose Kündigung in Kombination mit ordentlicher Kündigung und raus mit dem Pack.

11.03.2008, 19:00 von Cora
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Hallo

dann kannst du nur den Weg des MB gehen, Gericht, Gutachter - das dauert und ist teuer. Wurden die Mieter denn über die Fenster aufgeklärt?

Es ist wirklich übel was sich die Mieter alles einfallen lassen.

Meinst du jetzt, Miete wird um 20% gemindert und 80% behalten sie ein? Das ist ja nun viel zu viel, ich glaube die spinnen die Leute
11.03.2008, 17:49 von spiderti
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Danke für die Antworten und auch die beigefügten Links.

Zum derzeitgen Zustand der Fenster muss ich sagen, dass diese im letzten Jahr saniert bzw. generalüberholt wurden. Der Lack blätterte z. B. nicht ab, die Rahmen waren auch nicht verzogen, die Dichtungen nicht spröde und die Fenster schlossen auch exakt.

Bei der Besichtung der "undichten Fenster" mussten wir feststellen, dass sich zwischenzeitlich (also nach nur 1 Jahr) extrem viel Dreck in den Zwischenräumen, da Doppelverglasung, gesammelt hat. Ob sich zwischenzeitlich Schimmelkulturen gebildet haben, konnte vor lauter Dreck nicht erkannt werden.

Wie bereits mitgeteilt, weigern sich die Mieter, entstandene Kondensfeuchtigkeit wegzuwischen. Sie gehen vielmehr davon aus, dass das Auftreten von Kondenswasser ein Mangel ist und sind daher weiter der Ansicht, Kondenswasser nicht wegwischen zu müssen. Bedeutet dies nun, dass wir jeden morgen bei den Mietern klingeln müssen, um dann die Fenster trockenzuwischen ?
Dies kann einem doch nicht zugemutet werden, oder ?

Mit der Weigerung der Mieter, Kondenswasser an den Scheiben trockenzuwischen, verschlimmern die Mieter im Grunde die Situation. Sie lassen vorsätzlich "alles verrotten".

Zudem war ja vor Abschluss des Mietvertrages bekannt, dass die Wohnung über Kastenfenster verfügt.

Ach übrigens:
Mietminderung 20 %, Zurückbehaltung der Miete 80 %
= 0,00 € Mieteinnahmen

Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Vorschläge

Gruß aus Berlin
11.03.2008, 09:29 von Dernie
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... dann stört auch das Kondenzwasser nicht mehr.

Na dann muß ja kein Luftbefeuchter gekauft werden.
11.03.2008, 09:24 von Lilibeth
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dass die Kastenfenster undicht seien und dass sich Kondenswasser bildet

wenn im Winter vernünftig geheizt und gelüftet wird,bildet sich kein Kondenzwasser !!!!!

aber heizen kostet ja Geld.Da wird die Miete gemindert und dann stört auch das Kondenzwasser nicht mehr
Dem würde ich entschieden widersprechen da gemietet wie gesehen. Schicke einen Tischler hin, der die "Undichtigkeit" behebt (sofern überhaupt vorhanden) und Dir ein fachliches Feedback gibt ob die Fenster grundsätzlich o.k. sind. Außerdem solltest Du ev. Schäden durch mangelnde Pflege (also kein "TRockenwischen") notieren und die Behebung dieser Schäden als Gegenforderung aufstellen (sofern eindeutig zuzuordnen).

Minderung schriftlich unter GV-ZUstellung widersprechen, Mahnbescheid einleiten oder fristlose Kündigung wenn 2 MM.

Dann wird sich das Gericht drum kümmern - aber davor auf jeden Fall den Tischler bemühen und Fotos machen ehe die einen nicht mehr reinlassen oder sowas...

S
10.03.2008, 20:52 von Mortinghale
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Besonders in kalten Wintermonaten kann es aber durchaus zu Kondenswasserbildung kommen.

Das ist absolut normal und kein Minderungsgrund.

10.03.2008, 19:47 von CMAX_65
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Hi,

seit wann wird denn gemindert und wieviel ???

darüberhinaus wäre natürlich wichtig mal die Luftfeuchte zu messen, Temperaturen der Bauteile, eventuelle Wärmebrücken etc.

Feuchteprobleme sind meist durch mehrere Faktoren verursacht und die gilt es genau abzuklären.

Es gibt versch. Möglichkeiten sog. Datenlogger (Messgeräte mit Feuchte aufzeichnung und Temperaturaufzeichnung über mehrere Wochen etc.) setzt allerdings voraus, dass die Mieter "mitziehen" bzw. dies dulden und nicht manipulieren.
Man kann natürlich auch Gutachter beauftragen, sind sehr teuer und aus meiner Sicht nur die allerletzte Möglichkeit.

Ich würde versuchen in die Offensive zzu gehen, sich mit den Mietern zusammensetzten und klar ansprechen was sie wollen:

wollen sie wirklich

1) das Problem lösen, dann kann man viel machen u.a. obige Empfehlung oder

2) wollen sie nur "Miete sparen".

Dann wäre eine Trennung ggfalls mit Abfindung oder Umzugshilfe sinnvoller. Sonst wirds eine unendliche Geschichte.....

Leider sehe ich da keine andere Möglichkeit als in die Offensive zu gehen....

MFG
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