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15.06.2007, 21:22 von JulianaProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Änderung Teilungserklärung
Guten Abend

Wir 2er Eigentümergemeinschaft, wollen unsere Teilungserklärung ändern.
Die laufenden Kosten für Fenster, Eingangstüren, Balkone soll jeder Eigentümer selbst übernehmen.

Wenn in der Teilungserklräung steht:
Fenster, Eingangstüren, Balkone gehören zum Gemeinschaftseigentum, ist das ausreichend?

Wie sollte so etwas formuliert werden?

Grüße
Juliana und Robert
Alle 4 Antworten
01.07.2007, 02:03 von dimager
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Hallo,
durch Beschluss geht es auch nach dem 1.7.07 nicht generell, sondern nur im Einzelfall. Das ist aber nicht gewollt. Deshalb besser die Teilungserklärung ändern. Da die Fenstern und Türen ZWINGEND Gemeinschaftseigentum sind, müsste die Formulierung (ohne Garantie) etwa wie folgt lauten:
1. Aussenfenster, Aussentüren, Rolläden und zugehörige Glasscheiben sind Gemeinschaftseigentum.
2. Alle Kosten für die Instandsetzung und Instandhaltung der Aussenfenster, Aussentüren, Rolläden und zugehörigen Glasscheiben, trägt derjenige Sondereigentümer, in dessen Bereich das Bauteil liegt.
Erläuterung: Punkt 1 stellt sicher, dass nicht jeder machen kann, was er will, sondern die Gemeinschaft die Instandsetzung einleitet. Punkt 2 regelt die Kostenverteilung.
18.06.2007, 12:41 von Fixfeier
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Hallo Juliana,

bitte das mal durchlesen ... die Fassung gilt ab 01.07.2007. Ich glaube dann wird es klarer:

Zitat:
§ 16 Nutzungen, Lasten und Kosten

(1)Jedem Wohnungseigentümer gebührt ein seinem Anteil entsprechender Bruchteil der Nutzungen des gemeinschaftlichen Eigentums. Der Anteil bestimmt sich nach dem gemäß § 47 der Grundbuchordnung im Grundbuch eingetragenen Verhältnis der Miteigentumsanteile.
(2)Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (Absatz 1 Satz 2) zu tragen.
(3)Die Wohnungseigentümer können abweichend von Absatz 2 durch Stimmenmehrheit beschließen, dass die Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums oder des Sondereigentums im Sinne des § 556 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches, die nicht unmittelbar gegenüber Dritten abgerechnet werden, und die Kosten der Verwaltung nach Verbrauch oder Verursachung erfasst und nach diesem oder nach einem anderen Maßstab verteilt werden, soweit dies ordnungsmäßiger Verwaltung entspricht.
(4) Die Wohnungseigentümer können im Einzelfall zur Instandhaltung oder Instandsetzung im Sinne des § 21 Abs. 5 Nr. 2 oder zu baulichen Veränderungen oder Aufwendungen im
Sinne des § 22 Abs. 1 und 2 durch Beschluss die Kostenverteilung abweichend von Absatz 2 regeln, wenn der abweichende Maßstab dem Gebrauch oder der Möglichkeit des
Gebrauchs durch die Wohnungseigentümer Rechnung trägt. Der Beschluss zur Regelung der Kostenverteilung nach Satz 1 bedarf einer Mehrheit von drei Viertel aller stimmberechtigten
Wohnungseigentümer im Sinne des § 25 Abs. 2 und mehr als der Hälfte aller Miteigentumsanteile.
(5)Die Befugnisse im Sinne der Absätze 3 und 4 können durch
Vereinbarung der Wohnungseigentümer nicht eingeschränkt
oder ausgeschlossen werden.
(6)Ein Wohnungseigentümer, der einer Maßnahme nach § 22 Abs.
1 nicht zugestimmt hat, ist nicht berechtigt, einen Anteil an Nutzungen, die auf einer solchen Maßnahme beruhen, zu beanspruchen. Er ist nicht verpflichtet, Kosten, die durch eine solche Maßnahme verursacht sind, zu tragen. Satz 1 ist bei einer Kostenverteilung gemäß Absatz 4 nicht zuzuwenden.
(7)Zu den Kosten der Verwaltung im Sinne des Absatzes 2 gehören insbesondere Kosten eines Rechtsstreits gemäß § 18 und der Ersatz des Schadens im Falles des § 14 Nr. 4.
(8)Kosten eines Rechtsstreits gemäß § 43 gehören nur dann zu
den Kosten der Verwaltung im Sinne des Absatzes 2, wenn
es sich um Mehrkosten gegenüber der gesetzlichen Vergütung
eines Rechtsanwalts aufgrund einer Vereinbarung über
die Vergütung (§ 27 Abs. 2 Nr. 5, Abs. 3 Nr. 6) handelt.


Gruß
16.06.2007, 21:47 von Juliana
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Hallo

Ja die Verteilung der Kosten meinten wir. Jeder soll seine Kosten für Fenster, Balkone und so weiter selbst tragen.

Wir sind nur 2. Eine Wohnung wird jetzt verkauft. Mit der neuen Eigentümerin haben wir gesprochen. Sie ist auch dafür.

WEG Novelle, worauf müssen wir oder sollten wir achten?

Gruß
Juliana
16.06.2007, 18:14 von Fixfeier
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Hallo Juliana,

wenn es bei der Änderung der Teilungserklärung nur um das Thema Kostenverteilung geht solltet ihr prüfen, ob da nicht die in Kürze in Kraft tretende WEG Novelle schon ausreicht.

Evtl. kann man sich die Kosten der Änderung sparen.

Gruß
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