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04.04.2007, 23:34 von micha32Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Änderung einer NK-Abrechnung
Hallo,

ich habe nach dem Auszug aus meiner Wohnung (28.02.2006) im April 2006 eine Nebenkostenabrechnung des Vermieters erhalten für den Zeitraum 01.01.2005 - 28.02.2006 (wobei die Kosten für 2006 auf Basis der Kosten für 2005 hochgerechnet wurden). Den mir auf dieser Basis zustehende Erstattungsbetrag wurde mir überwiesen.

Jetzt habe ich überraschend im März 2007 eine neue andere Abrechnung für die 2 Monate in 2006 erhalten und soll nun eine Nachzahlung leisten (ursprünglich wurden Heizkosten mit 2/12 angesetzt, jetzt mit 32 % nach Gradtagetabelle).

stellt die erste Nebenkostenabrechnung nicht ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis dar und der ehemalige Mieter kann davon ausgehen, daß die Nebenkosten damit ausgeglichen sind ?

vielen Dank für Eure Unterstützung

Alle 7 Antworten
05.04.2007, 19:30 von micha32
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vielen Dank nochmal Augenroll

mal sehen, was der Vermieter dann dazu meint :-)

05.04.2007, 10:21 von Augenroll
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Hallo Micha,
Zitat:
...hatte schon Angst, ich müsste mir seitenweise blumige Ausführungen einfallen lassen :-)

Lieber allgemein nicht soviel schreiben, man verhaspelt sich und gibt nur neue Ansatzpunkte und Argumente zum streiten.

Zitat:
Aber evtl. vielleicht könnte das Vertragsverhältnis ja durch Abrechnung, Kautions- und Nebenkostenrückerstattung beendet worden sein

Das Vertragsverhältnis ist mit dem in der rechtmäßigen Kündigung benannten Termin zu Ende. Mit diesem Termin sind aber nun nicht alle Rechte und Pflichten aus diesem Vertragsverhältnis zu Ende. Wie schon gesagt: Kautionsabrechnung und BK/HK-Abrechnung können meist nur danach erfolgen.

Bei Deinem Problem ist es ja nun so, dass Du ja die Abrechnung bereits vorliegen hast! Somit ist dieser Punkt erledigt.

05.04.2007, 10:13 von micha32
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vielen Dank Augenroller,

und mit dem einen Sagtz kann ich auch noch richtig Toner sparen ...hatte schon Angst, ich müsste mir seitenweise blumige Ausführungen einfallen lassen :-)

Aber evtl. vielleicht könnte das Vertragsverhältnis ja durch Abrechnung, Kautions- und Nebenkostenrückerstattung beendet worden sein
05.04.2007, 10:00 von Augenroll
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Zitat:
Auch wenn ich weiß, daß die Abrechnung nicht den formellen Anforderungen entspricht, sollte mich das doch nicht belasten, wenn ich dabei besser wegkomm. Die Abrechnung hat m.E. eben ein Angebot dargestellt, daß ich angenommen hab.


genau so ist es!

Zitat:
Irgendwo hab ich noch gelesen, daß eine Nachabrechnung auch deshalb schon nicht möglich wäre, weil kein Vertragsverhältnis mehr besteht und somit die Grundlage fehlt.


Das ist so nicht richtig, da ja ein Vetragsverhältnis bestand und die BK naturgemäß ca ein Jahr später abgerechnet werden.

Zitat:
Wenn, dann wird immer nur der umgekehrte Fall behandelt, daß der Mieter seine Einspruchsmöglichkeiten verwirkt hat, wenn er Zahlung annimmt.

Was dem einen Recht ist, ist dem anderen billig.

Ich würde auf den Brief einmal reagieren. Drin stehen sollte: "Ihr Schreiben ist zurückzuweisen, da der Zeitraum bereits abgerechnet wurde. Einer Korrektur der damaligen Abrechnung wird widersprochen." Punkt. Nicht mehr und nicht weniger.

05.04.2007, 09:52 von micha32
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vielen Dank, so ähnlich hab ich mir das auch vorgestellt ...allerdings nirgends was dazu gefunden. Wenn, dann wird immer nur der umgekehrte Fall behandelt, daß der Mieter seine Einspruchsmöglichkeiten verwirkt hat, wenn er Zahlung annimmt.

Trotzdem nochmal zur Ergänzung:

Die Abrechnung (eine) war ohne "Vorbehaltsvermerk" erstreckte sich aber auf 14 Monate. Wovon die Kosten für 2005 belegt wurden und wenn man's nachrechnet, wurden diese Kosten einfach auf 14 Monate hochgerechnet.

Auch wenn ich weiß, daß die Abrechnung nicht den formellen Anforderungen entspricht, sollte mich das doch nicht belasten, wenn ich dabei besser wegkomm. Die Abrechnung hat m.E. eben ein Angebot dargestellt, daß ich angenommen hab.

Irgendwo hab ich noch gelesen, daß eine Nachabrechnung auch deshalb schon nicht möglich wäre, weil kein Vertragsverhältnis mehr besteht und somit die Grundlage fehlt.
05.04.2007, 08:26 von Augenroll
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Hallo Micha,

wenn das Guthaben ohne Vorbehalt an Dich überweisen wurde (Vorbehalt weder im Brief noch im Überweisungsbetreff) dann ist das ein Anerkenntnis und die Sache ist gegessen.

Die Abrechnung mag zwar formal unwirksam gewesen sein, aber durch Deine vorbehaltlose Annahme des Schreibens und dann des Geldes und der vorbehaltlosen Auszahlung des Guthabens ist von konkludentem Handeln beider Vertragsparteien auszugehen.

Das ist übrigens umgekehrt genau so. Nimmt der Mieter ein Guthaben vorbehaltlos an bzw. zahlt er vorbehaltlos die Nachzahlung, könnte der Mieter nachträglich die Betriebskostenabrechnung nicht mehr anzweifeln.
05.04.2007, 07:03 von pbsenn
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Hallo micha32,

war auf der ersten Abrechnung irgendein Hinweis vermerkt? War die erste Abrechnung in der Tat für 14 Monate? oder waren es zwei Abrechnungen (eine für das Jahr 2005 und eine für die ersten beiden Monate 2006)?

Zunächst mal würde ich sagen kein Grund zur Sorge für dich. Jedoch wäre es nett, wenn du die o. g. Fragen beantworten würdest.

Gruß

Torsten
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