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15.09.2014, 21:38 von fritz7000Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|Abstimmungsmethode in der Eigentümerversammlung (Ja-Stimmen werden nicht ausdrücklich gezählt)
Unsere Verwalterin lässt über Beschluss-Anträge (Tagesordnungspunkte) gewöhnlich wie folgt abstimmen:
Zuerst trägt sie den Beschlussantrag vor. Dann stellt sie die Frage: "Wer ist dagegen?" bzw. "Ist jemand dagegen?" Anschließend: "Wer enthält sich der Stimme?"
Nach "Ja-Stimmen" fragt sie nicht.
Wenn es z.B. 5 Gegenstimmen und 1 Enthaltung gab, verkündet sie den Beschluss wie folgt: "Anwesend sind 20 Stimmberechtigte. Bei 5 Gegenstimmen und 1 Stimmenthaltung ist damit der Beschlussantrag mit großer Mehrheit angenommen."
Wie viele Leute überhaupt nicht "gestreckt" haben (ich nenne das mal "stillschweigende Enthaltungen" von Leuten, die sich nicht trauen oder unentschlossen sind), fällt völlig unter den Tisch! Das sind ja auch Stimmenthaltungen, die das Abstimmungsergebnis "anders rum" beeinflussen können. Ist dieses Verfahren korrekt, d.h. dass gar nicht explizit nach "Ja-Stimmen" gefragt wird ("wer ist dafür?"), sondern quasi das Subtraktionsverfahren angewandt wird?
Hinzu kommt, dass die Verwalterin über eine unbekannte Zahl von Vollmachten verfügen dürfte. Da kann es schon mal vorkommen, dass sie die Abstimmungsmethode in Ausnahmefällen "umdreht", vermutlich dann, wenn es in ihrem Interesse ist, um zu vermeiden, dass sie selbst die Zahl ihrer Vollmachten als "Nein-Stimmen" offenlegen muss (wenn sie gegen den Antrag ist).
Nicht korrekt scheint mir auch, dass beim Eintrag in die Anwesenheitsliste keine Stimmkarten ausgegeben werden. Wenn mehrere Leute mehrere Vollmachten (von nicht anwesenden Eigentümern) haben, macht das Abstimmungen (per Handzeichen: "Wer ist dagegen?") zumindest nicht mehr übersichtlich.
Wie seht ihr das?
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12.01.2015, 14:28 von relader
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