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01.08.2007, 12:02 von JudiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Abstandszahlung, Mietminderung
Hallöchen,
brauche dringend Hilfe, da ich momentan total verunsichert bin. Also: Ich und mein Freund haben sich im März 07 ein Haus gekauft. Übergabe war der 01.06.. Im OG wohnt eine nicht allzufreundliche Dame mit einem stolzen Alter von ca. 70-80 Jahren. Auf Grund der von ihr getragenen Einkaufstüten ist sie auch noch sehr rüstig. Da die Dame eine Kündigungsfrist hatte von 12 Monaten, haben wir durch ein "Erspresserschreiben" eine Abstandszahlung geleistet. Einen Teil in bar und der Rest wurde ihr als komplette Kaltmiete für 3 ganze Monate erlassen. Die Dame war über Umbaumaßnahmen informiert. Jeztzt ist sie urplötzlich ausgezogen und wir haben einen Brief über eine Minderung für Juni 80%, Juli 80% und August 100% (wohnt nicht mehr drin) erhalten. Haben ihr doch extra die ganze Kaltmiete erlassen. Sie hat sich auch nie beschwert, dass es zu laut war. Geschweige denn die Polizei war da. Ist das so rechtens?
Alle 13 Antworten
01.08.2007, 17:30 von Ahela
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Hallo,

das mag sein. Aber da das Mietverhältnis definitiv zum 31.08. endete, hätte sie den Umbauarbeiten bis zu ihrem Auszug widersprechen können.

Der Jurist wird's sicher genau klären können.

Gruß, Ahela
01.08.2007, 15:20 von Mortinghale
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Liebe Ahela,

bei "Baustellenlärm" läuft das etwas anders.

Zitat:
Demnach ist sie m. E. nach auch nicht berechtigt, eine Mietminderung geltend zu machen, da sie über den Mangel schon von vornherein informiert war. Aus meiner Sicht hat sie diesen Anspruch verwirkt.


Das wird also nicht ziehen.

01.08.2007, 14:25 von Ahela
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Hmmmm. Wer eine Mietminderung geltend machen will, muss dem Vermieter zunächst einmal den Mangel anzeigen und ihm eine Frist zur Beseitigung setzen. Lässt der Vermieter diese Frist ungenutzt verstreichen, ist der Mieter (auch rückwirkend vom Tag der Mängelanzeige an) berechtigt, die Miete angemessen zu mindern.

Wir kommen also der Sache langsam näher:
Bei Euch erfolgte weder Mängelanzeige noch Beschwerde durch die Dame. Im Gegenteil, sie wurde von Euch über die anstehenden Arbeiten informiert. Dass diese nicht lautlos von Statten gehen können, dürfte klar sein. Sie hat diesen Arbeiten auch nicht widersprochen.

Demnach ist sie m. E. nach auch nicht berechtigt, eine Mietminderung geltend zu machen, da sie über den Mangel schon von vornherein informiert war. Aus meiner Sicht hat sie diesen Anspruch verwirkt.

Anwalt einschalten ist in jedem Fall richtig. Würde mich interessieren, wie er das beurteilt. Vielleicht magst Du das noch mal posten.

LG, Ahela

01.08.2007, 14:23 von Melanie
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laß sie klagen!
Dann soll sie beweisen was sone hohe Mietminderung rechtfertigt!
Ich würd das Schreiben in Ablage P stecken und abwarten was passiert!
Falls Mahnbescheid kommt widersprechen....
01.08.2007, 14:20 von Mortinghale
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Zitat:
Hoffe wir haben uns nicht verars....... lassen.



Genau das dürfte aber passiert sein.

Ihr habt Euch ausdrücklich zu einer Zahlung von 2.000 € verpflichtet. Im folgenden Text wurden nur Zahlungs- und Verrechnungsmodalitäten geregelt. Wenn wegen Mietminderungen keine oder geringere Verrechnungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhöht dies zwangsläufig den Barzahlungsanteil.

01.08.2007, 14:14 von Judi
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Hallöchen,

ja sie fordert jetzt noch Geld.

Sie hat die Abstandszahlung (1000€ in bar und die 3 erlassenen Kaltmieten für Juni, Juli und August) erhalten.

Gestern haben wir das Schreiben der Mietminderung in einer nicht unbeachtlichen Höhe von ca. 900€ erhalten.

Verstehe nicht, wie man bei einer nicht gezahlten Miete eine Mietminderung machen kann bzw. ob das überhaupt so geht.

Habe mir einen Termin bei einem RA gleich für morgen besorgt.

Hoffe wir haben uns nicht verars....... lassen.

Gruß Judi
01.08.2007, 14:07 von Ahela
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Hallo Judi,

noch zwei Fragen: Fordert die Dame von Euch jetzt noch Geld?
Habt Ihr in der Vereinbarung den (wichtigen) Satz stehen, dass mit der Unterzeichnung die Geltendmachung weiterer Ansprüche beiderseitig ausgeschlossen ist?

LG, Ahela
01.08.2007, 14:04 von Judi
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Hallo Marie,

der genaue Wortlaut der Vereinbarung ist wie folgt:

Die Vermieter ....... verpflichten sich, eine Abstandszahlung in Höhe von 2000€ an die Mieterin ..... zu leisten.

Die Ablösesumme wird wie folgt vereinbart:
In den Monaten Juni 07, Juli 07, August 07 wird Frau..... keine Nettomieten (monatl. Mietkosten in ....€) an die neuen Eigentümer zahlen.
Die Restzahlung in Höhe von abgerundet 1000€ ist innerhalb der nächsten 14 Tage auf folgendes Konto zu begleichen.

Gruß Judi
01.08.2007, 13:53 von MarieP
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Hallo

Zitat:
Es wurde eine Abstandszahlung vereinbart in Höhe von 2.000 €. 1.000 € in bar und die restlichen als Erlass der Kaltmiete für die Monate Juni, Juli und August.


Es wurde also eine Gesamtsumme in Höhe von 2000 € vereinbart.
Die ihr auf 4 Raten verteilt habt.
Ich halte die Formulierung für unglücklich und würd sagen ihr geht entweder zu H&G oder gleich zum Anwalt. Außer die vorstehende Vereinbarung wurde anders formuliert.

Von wem kommt das Schreiben über die Mietminderung?
01.08.2007, 13:29 von Judi
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Hallo,

haben das alles schriftlich vereinbart.

Es wurde eine Abstandszahlung vereinbart in Höhe von 2.000 €. 1.000 € in bar und die restlichen als Erlass der Kaltmiete für die Monate Juni, Juli und August.

Sie hat die verbleibenden Monate Juni, Juli und August (wir sind ab 01.06. Eigentümer) keine Kaltmiete gezahlt. D.h. für die betreffenden Monate die sie noch dort wohnt hat sie keine Miete gezahlt.

Vielen Dank für die lieben Worte.

So ein Stress kann ganz schön an die Substanz gehen.
01.08.2007, 13:16 von Ahela
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Hallo Judi,

habt Ihr was schriftliches mit der Dame vereinbart hinsichtlich der Abstandszahlungen?

Sind die drei erlassenen Monatskaltmieten identisch mit den Mietminderungs-Monaten? (Wer nichts bezahlen musste, kann verständlicherweise auch nichts mindern.)

Ansonsten: Sei froh, dass sie ausgezogen ist. Es ist schwer, Mietern in diesem Alter zu kündigen, da sie sich auf die Sozialklausel berufen können...

Was mir sonst noch einfällt: Wer Abstandszahlungen anbietet, um den Mietern einen Auszug zu "versüßen": immer schriftlich vereinbaren, und das Geld auch wirklich erst zahlen, wenn sie tatsächlich ausgezogen sind.

Gruß, Ahela
01.08.2007, 13:09 von Judi
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Hallo,
es handelt sich um Umbaumaßnahmen der EG (nicht ihrer Wohnung im OG).
Es wurden/werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
- Stämmarbeiten
- 2 Wände komplett entfernt
- Fräsarbeiten (Elektroleitungen entfernt)
- Dacharbeiten
- ein Gerüst für die Außenisolierung wurde aufgestellt
- Fliesenarbeiten
- sowie div. Kleinarbeiten
Mit den Arbeiten wurde ab dem 01.06. begonnen.
Ihr Auszugstermin nach unserer Abstandszahlung ist der 31.08..
Nach einem Nachfragen bei der Tochter (Mitte Juni), wie es Ihrer Mutter im OG geht (wir dürfen nur mit der Tochter sprechen), hat diese gsagt: "Es geht ihr sowiet ganz gut, die Hitze macht ihr viel mehr zu schaffen."
Ich habe ihr auch angeboten bei dem Auszug zu helfen und falls Probleme auftreten sollten sind wir sofort bereit etwas abzustellen.
01.08.2007, 12:41 von pbsenn
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Ein wenig konfus...

Könntest du den zeitlichen Ablauf ein wenig konkreter darstellen. Auch der Umfang der Umbaumaßnahme wäre interessant

Gruß

Torsten
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