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06.03.2008, 18:53 von Ralph_ZipperlenProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Abschreibung Eigentumswohnung?
Ich habe mir vor 7 Jahren eine Eigentumswohnung in München gekauft (Wert 300.000 Euro incl. Grunderwerbssteuer und Notar).
Seit Januar 2007 habe ich die Wohnung vermietet und will nun die Abschreibung berechnen! Wieviel Prozent muss ich denn vom Kaufpreis für Grund und Boden abziehen bzw wie hoch ist die Summe der AFA für die Abschreibung?
Lieben Dank für Eure Hilfe!

RALPH
Alle 15 Antworten
10.03.2008, 17:33 von zaunkoenig
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Hallo,

@Jim

Danke für die Ergänzung.

Auf die Schnelle denkt man eben nicht gleich an alles. Zudem sollte meine Zusammenfassung ja auch nur ein grobes Schemata darstellen und nicht vollinhaltlich eine steuerliche Darstellung.

Deshalb hatte ich mich ja auch der Empfehlung des Gangs zum Steuerberater angeschlossen.

Das gute an der von @Jim getätigten Ergänzung ist, dass man erkennen kann, dass die Thematik rund um das Steuerrecht eben nicht Jedermann zugänglich und verständlich ist, und dass es schon eines Fachmannes bedarf. Insoweit also nochmals der Aufruf einen Steuerberater aufzusuchen.
Zudem zeigt sich bestätigt, dass es eben keinen Sinn macht einen pauschalen Abschlag für den Wert des Grund und Bodens vorzunehmen, da dies eben nur für den Fall vorgesehen ist, wo sich absolut keine Werte ermitteln lassen.

10.03.2008, 15:56 von Jim
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3. Es gibt Bodenrichtwerte, die in Karten festgehalten werden. Die Finanzverwaltung holt sich die Bodenrichtwerte in aller Regel von dort.
Bodenrichtwertkarten werden von den jeweiligen Gemeinden und Landkreisen erstellt und sind in aller Regel auch kostenfrei und öffentlich zugänglich.
Vorteil der Bodenrichtwertkarten ist die genaue Wertfeststellung innerhalb der einzelnen Grundstücksparzellen einer Gemeinde.

Frag bei Deiner Gemeinde nach, wie der Bodenrichtwert ist. Die Auskunft bekommst Du als Grundstückseigentümmer immer.

Vorsicht, @zaunkoenig! Sie wissen, wie sehr ich Ihre Kompetenz schätze, aber hier muss ich Ihnen widersprechen.
Der von Ihnen vorgeschlagene Ansatz impliziert, dass man einfach den (objektiven) Bodenwert anhand der Richtwerte berechnet und vom (subjektiv) vereinbarten Kaufpreis abzieht - der Rest wäre dann der Gebäudeanteil.
Dies widerspricht dem vom BFH aufgestellten Grundsatz, wonach der Gesamtkaufpreis im Verhältnis der Verkehrswerte des Gebäudes bzw. des Bodens aufzuteilen ist (BFH v. 26.06.1991 XI R 3/89); d.h. Dreisatz statt Subtraktion. Mithin erhält man die - zwar immer noch subjektiven, aber immerhin tatsächlich bezahlten! - Anteile für das Gebäude bzw. für den Boden.

10.03.2008, 13:27 von Cora
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Es ist schön wenn einige Leute auf eine konkrete Frage hin mitteilen, der Steuerberater erledigt dies, aber damit ist dem Fragesteller wohl gar nicht geholfen.

Diese Frage hat ja nun mit dem Forum Vermieterfragen nicht viel zu tun - dazu gibt es z.B. Steuern & Vermögen, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer.

Es nutzt dem Fragesteller auch nicht wenn der eine 10%, der andere 20% und der dritte 30% schreibt.

Es gibt eben Sachen, die sollte man von Fachleuten klären lassen.
10.03.2008, 10:07 von Dernie
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Hierbei wird in aller Regel ein pauschaler Prozentsatz von 20% angenommen.

Ist das wirklich so? Ich dachte, pauschal würden 10% angenommen.

Gruß,
Dernie
10.03.2008, 07:08 von Dernie
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30% ?????

Das scheint mir aber exorbitant viel zu sein..... . Frag doch mal bei H&G nach, ob das stimmen kann.

Gruß,
Dernie
10.03.2008, 00:58 von Ralph_Zipperlen
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Lieben Dank für die rege Diskussion! Ich habe auf dem Finanzamt nachgefragt: Es sind hier in München 30%.
Grüße
07.03.2008, 10:05 von Augenroll
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@Stefan,

Ralph hat aber geschrieben: "Wert ...."

Dass der Wert die Grundlage für die Abschreibung ist, habe ich doch gar nicht behauptet!

Sie unterstellen mir was, was ich nicht geschrieben habe!

Wenn Sie etwas gegen mich persönlich haben, kompensieren Sie das bitte anderswie. Das hat in Fachthreads nichts zu suchen!
07.03.2008, 10:00 von stefan_nuernberg
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Wert 300.000 Euro incl. Grunderwerbssteuer und Notar

Der "Wert" einer Sache richtet sich nich danach, was man selbst dafür bezahlt hat.

Sondern was zum Wertermittlungszeitpunkt jemand Anders bereit wäre dafür zu bezahlen.


Was soll dieser wieder einmal absolut sinnfreie Beitrag? Die Grundlage für die Abschreibung berechnet sich nun einmal nach dem Kaufpreis des Grundstückes als Abschreibungswert (vermindert um Grund+Boden etc. etc.).

Der tatsächliche "Wert" der Immobilie (Verkehrswert) hat mit der Berechnung der Abschreibung überhaupt nichts zu tun, war hier wohl auch gar nicht gemeint.

Erst lesen, dann schreiben!

Zur ursprünglichen Frage:
Ich würde - wenn ich die Steuererklärung nicht sowieso von einem Steuerberater machen lasse - pauschal 10 % für den Bodenwert absetzen und abwarten, ob das FA dies anerkennt, wenn es mehr ansetzt, kann man immer noch überlegen, ob man das schluckt oder Einspruch einlegt.

Stefan

07.03.2008, 09:43 von Augenroll
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wenn das so ist

Ja das ist so, wie sollte es denn anders sein???
07.03.2008, 09:38 von Lilibeth
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Sondern was zum Wertermittlungszeitpunkt jemand Anders bereit wäre dafür zu bezahlen.


wenn das so ist,dann biete ich blind 60.000 €
07.03.2008, 09:20 von Augenroll
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Wert 300.000 Euro incl. Grunderwerbssteuer und Notar

Der "Wert" einer Sache richtet sich nich danach, was man selbst dafür bezahlt hat.

Sondern was zum Wertermittlungszeitpunkt jemand Anders bereit wäre dafür zu bezahlen.
07.03.2008, 07:42 von Dernie
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Das kann man pauschal nicht beantworten, da das von Ort zu Ort, ja sogar von Straße zu Straße differiert.

Das kann aber das Finanzamt beantworten. Da wird man zwar erst mal wie wild durch die Gegend verbunden, aber irgendwann erfährt man das.

Zumindest ware es bei mir (in Köln) so.

Aber man kann pauschal 10% ansetzen und hoffen, daß das FA dies anerkennt. Wenn sie das nicht tun, werden sie schon selbst tätig werden und dies ändern.

Gruß,
Dernie
07.03.2008, 07:16 von Administrator_
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Es ist schön wenn einige Leute auf eine konkrete Frage hin mitteilen, der Steuerberater erledigt dies, aber damit ist dem Fragesteller wohl gar nicht geholfen.
07.03.2008, 07:00 von tommytulpe
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Mit solchen Fragen wende ich mich generell an einen Steuerberater. Das Steuerrecht lebt mehr als das Mietrecht und ein Steuerberater, meiner jedenfalls, ist da auf dem aktuellen Wissensstand.
06.03.2008, 21:04 von Cora
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ich denke mal, im Forum Steuerberater/Wirtschaftsprüfer bist du richtiger.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
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