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13.12.2007, 00:07 von hariboProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Abrechnung Müllgebühren u. Ölverbr.
Hallo,
wir haben unsere Einliegerwohnung vermietet und nun müssen wir die Nebenkosten abrechnen. Dabei ist uns einiges unklar:
Wir zahlen im Jahr 264 Euro Müllgebühren, nicht abhängig von der Personenanzahl (wie bisher), sondern von der Größe der Mülltonne.
Welchen Anteil an den Müllgebühren kann ich rechtlich von unserem Mieter verlangen? Es handelt sich um 2 Wohneinheiten - unsere, die wir mit 2 Erwachsenen und 3 Kindern bewohnen - und die Einliegerwohnung, die eine Frau alleine bewohnt.
Kann ich nun nur 1/6 der Kosten verlangen oder 1/2 nach den Wohneinheiten oder wieder anders ?

Außerdem müssen noch die Ölkosten abgerechnet werden. Nun müßten wir ja tanken und dann die Ölkosten im Verhältnis mit den verbrauchten Kwh des Mieters und von uns abrechnen. Aber muß ich denn extra immer am 31.12. eines Jahres tanken, damit ich die Abrechnung bis 31.12. vornehmen kann oder gibt es da irgendwie eine andere Möglichkeit (da ja meist im Sommer das Öl billiger ist)? Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und Ihr könnt mir folgen!
Vielen Dank für Eure Hilfe !
Alle 12 Antworten
14.12.2007, 19:53 von Mortinghale
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Das wird offensichtlich oft mißverstanden.

Zitat:
Im §556 BGB:

(3) Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.


"dabei" = bei der Erstellung der Abrechnung.

14.12.2007, 18:59 von Rita
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Haben Sie da vielleicht einen Link?
Nö - Ihre persönlichen Deutungen des BGB zeugen davon, dass das nur "Perlen vor die Säue" wären.
Für interessierte Kollegen gerne per PN - bzw. die wissen sicher selbst den Link.

-> Referat "Das Gebot der Wirtschaftlichkeit beim Ansatz von Betriebskosten" [81 KB] RAuN Ferréol Jay von Seldeneck, Berlin; DMT 2002
14.12.2007, 15:20 von Augenroll
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Zitat:
Was braucht's da noch ein 21-Seiten Referat beim Deutschen Mietgerichtstag


Haben Sie da vielleicht einen Link?
13.12.2007, 21:40 von Rita
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Soso - wer zieht denn hier das BGB durch den Schmutz?
Zitat:
Augenroll:
Im §556 BGB: (3) Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.
=
Sie sind sogar per Gesetz verpflichtet, Öl dann einzukaufen, wenn es am wirtschaftlichsten für den Mieter ist.


Was braucht's da noch ein 21-Seiten Referat beim Deutschen Mietgerichtstag, wie weit das Wirtschaftlichkeitsgebot geht, wo es doch der Augentroll mit einem Satz erklären kann.

Aber klar - natürlich ist der Vermieter gesetzlich dazu verpflichtet, über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen, um trotz der unzähligen Heizöl-Preisfaktoren (Weltwirtschaft, regionale und überregionale kriegerische Auseinandersetzungen, Terroranschläge, Stärke des Dollar bzw. der eigenen Währung uvm.), das Heizöl zum Mieternutzen jeweils zu den günstigsten Bedingungen einzukaufen.

Welcher Tag ist derjenige, an dem der Troll am meisten arbeiten muss?
Montag, da muss er zwei Blätter vom Kalender abreißen.
Finger schonen! Ist bald wieder soweit ...
13.12.2007, 14:57 von Augenroll
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Zitat:
Hoch lebe der BGB



Warum so sarkastisch?

Wenn Sie einem Mieter kündigen wollen, ziehen Sie doch auch das BGB heran?

Sie verlachen Ihr wichtigstes Werkzeug.

Sie Rosinenpicker! Gehen Sie mit der Bibel auch so um und beachten nur die Regeln, die Ihnen angenehm sind?
13.12.2007, 14:22 von Sledge_Hammer
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@ AR

ich schaue täglich mehrmals nach dem Ölpreis, schlage dann zu wenn es günstig ist. Falls das Öl anschließend noch günstiger wird, zahle ich selbstverständlich die Differenz.
Den Aufwand und die Kosten hierfür stelle ich natürlich dem Mieter nicht in Rechnung.

Hoch lebe der BGB
13.12.2007, 14:15 von Augenroll
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Zitat:
wo steht das denn?


Im §556 BGB:

(3) Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten.

Zitat:
Sie sind sogar per Gesetz verpflichtet, Öl dann einzukaufen, wenn es am wirtschaftlichsten für den Mieter ist.


wo steht das denn?

Ist doch gar nicht durchführbar.

Bei den heutigen Preisschwankungen kann man nie sicher sein, den günstigsten Zeitraum erwischt zu haben.

Was ist dann die Quintessenz: kann mein Mieter dann herkommen und sagen: he, Vermieter, du hast teuer eingekauft, ich zahle aber nur den günstigeren Preis?

Das fehlte auch noch
13.12.2007, 10:45 von JollyJumper
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Zitat:
Sie sind sogar per Gesetz verpflichtet, Öl dann einzukaufen, wenn es am wirtschaftlichsten für den Mieter ist.

Das ist völliger Quatsch und wie immer eine klassiche Trollantwort.
Als Vermieter sind sie nicht verpflichtet die Preisentwicklung am Markt zu beobachten und dann Öl zu kaufen, wenn der Preis ein Minimum hat.
Diesen Zeitpunkt zu treffen ist ohnehin schwer, ähnlich wie z.B. beim Handel mit Aktien.
Generell ist es natürlich zweckmäßig und sinnvoll den Markt im Auge zu behalten und nicht nur im Hochpeiszeiten zu kaufen, da sie von einem günstigen Preis selbst profitieren.
Kaufzeitpunkt kann aber immer nur dann sein, wenn der Tank leer oder soweit leer, dass der kauf einer größeren Menge lohnt, denn die Kaufpreise variieren auch in Abhängigkeit von der Mende, die sie jeweils kaufen!
Wenn sie dann aber kaufen sind sie ggf. verpflichtet mehrere Vergleichsangebote einzuholen und von diesen das günstigste zuz wählen und nicht immer nur von Ihrem Stammölhändler, "wo sie immer kaufen"!
Die Abrechnung erfolgt nach dem tatsächlichen Verbrauch

Bestand am Jahresanfang
+ eingekaufte Ölmengen
- Bestand am Jahresende
= Verbrauch


Als Preis ist immer der jeweiliege Einkaufspreis der unterschiedlichen Ölmengen zu Grunde zu legen mit dem sie eingekauft wurden. (Ist hier öfters im Forum beschrieben)

Gruß JJ
13.12.2007, 09:56 von frischebrise
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Hallo,

Zitat:
Wir zahlen im Jahr 264 Euro Müllgebühren, nicht abhängig von der Personenanzahl (wie bisher), sondern von der Größe der Mülltonne.



Grundsätzliches:
Sofern Sie die Abrechnung das erste Mal erstellen, sollten Sie bei den von Ihnen zu definierenden Umlageschlüssel den Maßstab anwenden, der dem Verbrauch am besten entspricht.

Z.B. Wäre die Halbierung der Kosten für den Müllcontainer hier unangemessen und unbillig. Sie können durchaus für unterschiedliche Kostenarten unterschiedliche Parameter anwenden.
Jedoch keine andere, welche Sie im Mietvertrag ausgewiesen haben.Haben Sie keine Umlageparameter im MV. ausgewiesen, können Sie diese frei wählen. ( Beachten Sie das Wirtschaftsgebot, und die Angemessenheit )

Da Sie - EFH mit Einliegerwohnung nicht der Heizkosten VO unterliegen haben Sie jedoch auch hier das Wirtschaftsgebot beim Einkauf des Öles zu beachten.

Hier hat @ Augenroll etwas Sinnvolles beigetragen.

Bei der Bewertung der verbrauchten Menge ÖL muß dann die Verbrauchsmenge mit Wertangeben ( Geld ) immer benutzt werden, die zuerst eingekauft wurde. ( First in, first out Prinzip )
Die verbrauchte Menge ist durch Messung ( Uhr ) oder mit Zollstockeinführung zu ermitteln.

13.12.2007, 08:29 von Augenroll
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Was ist im MV zum Umlagemassstab vereinbart?

Zitat:
Aber muß ich denn extra immer am 31.12. eines Jahres tanken, damit ich die Abrechnung bis 31.12. vornehmen kann oder gibt es da irgendwie eine andere Möglichkeit (da ja meist im Sommer das Öl billiger ist)?


Sie sind sogar per Gesetz verpflichtet, Öl dann einzukaufen, wenn es am wirtschaftlichsten für den Mieter ist.

Die Abrechnung von im Sommer gekauften Öl stell eigentlich keine große Herausforderung dar.

Es werden zum Stichtag die Ölstände in den Tanks gemessen und nach dem Prinzip "first in, first out" abgerechnet.

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