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25.12.2006, 10:52 von CMAX_65Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|"So haben uns die Vermieter abgezockt"
Hallo zusammen,

Zitat:
....."Das Unternehmen Dekra Real Estate hat bundesweit Büro- und Wohnungsimmobilien im Wert von über einer Milliarde Euro nachvermessen. Ergebnis. Mehr als 80% der Flächen entsprachen nicht den Angaben in den Papieren. Acht von zehn Mieter zahlen Monat für Monat drauf.".......................


Quelle: Bild am Sonntag vom 24.12.2006, Seite 8/9

Wenn man mal davon absieht, dass die Schlagzeile von BILD kommt und die "80%" wahrscheinlich masslos übertrieben sind, so ist bestimmt ein Teil der Wohnungen "falsch" vermessen bzw. zu korrigieren.

Und dies liefert naturgemäß immer billiges Futter für den Mieterbund.

Deshalb meine Empfehlung an alle VM:

Spätestens bei einer anstehenden Neuvermietung bitte qm Angaben auf Plausibillität prüfen. "Fehler" einer falschen Berechnung sind unprofessionell, ja sogar dämlich. Man setzt sich Kritik aus, die absolut nicht sein muss.

Jeder hat es selbst in der Hand, dass seine Wohnflächenberechnung nicht zum Problem wird.

MFG
Alle 20 Antworten
Da Stimme ich auch zu.

Gruß Christoph
27.12.2006, 09:22 von CMAX_65
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Hallo,

das ist ja klar,

dieses Foprum soll ja keine Rechtsberatung sein, sondern lediglich Hinweise, Tipps und Anregungen geben, was man beim vermieten besser machen könnte. Und - wie ich finde - gelingt das ja ganz gut.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger !

MFG
26.12.2006, 22:34 von ChristophL
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Deshalb sollte man in einem Rechtsstreit niemals auf ein Internet Forum beziehen.

Gruß Christoph
26.12.2006, 20:53 von dontpanic
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Tja, das trifft allerdings auch auf dieses Forum zu :-)
Deshalb habe ich die Quelle genannt.

Nichts für ungut,
dp
26.12.2006, 20:45 von ChristophL
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Weil Wikepedia eine absolut unseriöse Quelle ist. Es handelt sich um eine Plattform wo quasi fast jeder reinschreiben kann, was er möchte. Ob es falsch istoder nicht, es wird nicht nachgeprüft.

Gruß Christoph
26.12.2006, 20:17 von CMAX_65
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Hi,

Zitat:
ChristophL
» 26.12.06 12:01 «

--------------------------------------------------------------------------------

Ich glaube über Wikepedia brauchen wir hier nicht zu reden.



Weshalb, klären Sie mich auf !?!

MFG
26.12.2006, 13:56 von Shadow1977
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Und ich glaube, er darf von dort her zitieren, wo er will... ^^.
Das mit den 10 % Abweichung habe ich neulich erst auf einem Seminar gehört gehabt. Prinzipiell ist es ja nicht verkehrt, nochmal alles abzumessen bzw. die Baupläne zur Hand zu geben. Ich denke, wenn ein Mieter zu seinen Unterlagen beim Einzug auch den Grundrissplan der Wohnung erhält, dann wird er bei Abweichungen nicht vor neue Tatsachen gestellt und kann sich danach nicht mehr beschweren .
26.12.2006, 12:01 von ChristophL
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Ich glaube über Wikepedia brauchen wir hier nicht zu reden.

Gruß Christoph
26.12.2006, 11:44 von dontpanic
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Das sagt übrigens Wikipedia zu den 3 Varianten:

Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche gehört nicht die Grundfläche von sog. Zubehörräumen wie Keller oder Dachräume, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen, sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen. Die Gesamtwohnfläche bildet eine wichtige Grundlage für die Finanzierungsplanung und die Darlehensbewilligung. Daraus ergibt sich eine aussagekräftige Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens.

Berechnung der Wohnfläche nach der II. Berechnungsverordnung BV. Bei der Ermittlung der Wohnfläche, auf der Grundlage der II. Berechnungsverordnung (§§ 42-44; Verkündungstag 17. Oktober 1957), sind die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern voll, mit einer lichten Höhe zwischen 1 und 2 Metern zur Hälfte und mit einer lichten Höhe von weniger als 1 Meter nicht anzurechnen. Zum Wohnbereich zählende Balkone, Loggien, Terrassen können mit 50 Prozent ihrer Fläche der Gesamtwohnfläche zugerechnet werden.

Berechnung der Wohnfläche nach der Wohnflächenverordnung
Seit dem 1. Januar 2004 gilt ersatzweise für die II. BV die Wohnflächenverordnung (WoFlV). Die wichtigsten Änderungen sind:

Balkone, Dachterrassen, Loggien etc. sind nur noch zu einem Viertel (bis höchstens zur Hälfte - ihrer Fläche bei entsprechender Qualität und qualitativer Bewertung) anrechenbar. Der Begriff Terrasse ersetzt den Begriff "gedeckter Freisitz". Ein Sichtschutz wird folglich nicht mehr vorausgesetzt.

Wintergärten werden zu 100% zur Wohnfläche hinzugerechnet, wenn sie beheizbar sind. Ist dies nicht der Fall, so geht deren Fläche nur zu 50% in die Wohnflächen berechnung ein -> s. § 2 i.V. m. § 4, III Wohnflächenverordnung vom 1. Januar 2004

Berechnung der Wohnfläche nach DIN 283/277
Diese Berechnungsmethode ist bei Bauanträgen zu verwenden. Danach werden Balkone u.ä. (s.o.) mit 25 Prozent der Wohnfläche zugerechnet.

26.12.2006, 11:41 von dontpanic
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Hallo,

es ist richtig mit einer gewissen Vorsicht zu vermieten. Ob nun 52qm oder 56 qm - wenn die Wohnung gefällt ist das sowieso egal.

Wenn ich eine Wohnung vermiete mache ich mir ehrlich gesagt nicht die Arbeit alles zu vermessen und alle 3 Varianten auszurechnen oder ausrechnen zu lassen. Was soll das kosten!

Ich vermiete die Wohnung mit der angegebenen Wohnfläche mit der ich sie erworben habe, es sei denn es bestehen berechtigte Zweifel über die Richtigkeit.

Ich habe übrigens die Balkone auch nie in der Berechnung drin, obwohl es nach der neuen WoFlV möglich wäre.

Gruß,
dp
26.12.2006, 09:40 von CMAX_65
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Hallo,

soweit mir bekannt, sind alle drei Varainten nur für geförderten bzw. sozialen Wohnungsbau gesetzlich vorgeschrieben.

Praktisch wird dies auch auf den "frei finanzierten" Wohnungsbau angewandt.

Ich denke man (der VM) ist immer auf der sicheren Seite, wenn man bei unterschiedlichen Auslegungen die kleinste Fläche (siehe ChristophL, mein Vorredner) annimmt.

So gibts keine Probleme !

MFG
25.12.2006, 21:19 von ChristophL
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Die Mitvermietete Terasse bei meinen Mietern habe ich gar nicht bei den Mietvertragsverhandlungen erwähnt. Sonst würden bei mir noch einmal fast 15m² Wohnfläche hinzukommen. Das wird mir denn aber kein Mieter mehr bezahlen.

Nach der neuen Wohnflächenverordung würde ich fast 127 m² vermieten, in der Verhandlung kamen bei mir damals 120m² Wohnfläche zur Sprache. Tatsächlich aber vermiete ich denn nun 142 m².

Gruß Christoph
25.12.2006, 21:10 von CMAX_65
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Hallo dontpanic,

ich kenne jetzt nicht alle drei Varianten im Detail, aber ich denke folgendes:

Hauptdifferenzen in Wohnflächenberechnungen entstehen, wenn überhaupt, durch Dachschrägen und / oder Terrassen und Balkone bzw. deren Grundflächen.

Und da ist es möglicherweise sinnvoll, von der geringeren Flächenzahl auszugehen, falls Alternativen bestehen (Beispiel Baklkon 25% oder 50% Anrechnung Wohnfläche, im Zweifel 25%Wfl. .

Oder???

MFG
25.12.2006, 20:57 von dontpanic
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Hallo,

Zitat:
Wie erklären Sie z.B. einem Mieter die Wohnung hätte 83 qm und auf der Nebenkostenabrechnung stehen 77qm ??
Indem ich ihm den Kaufvertrag zeige mit dem ich die Wohnung erworben habe..! Ich wäre dann ja selber übers Ohr gehauen worden. Ich würde ja nicht absichtlich eine größere qm-Zahl angeben.

Es gibt übrigens 3 verschiedene Möglichkeiten die Wohnfläche zu errechnen (II.BV, WoFlV und DIN) und alle kommen zu verschiedenen Ergebnissen.

Gruß,
dp

25.12.2006, 12:29 von frischebrise
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Hallo,

die negative Stimmungsmache zu Lasten der Vermieter sollte man durch äußerst korrekte Darlegung seiner zu vermieteten Wohnfläche begegnen.

Selbst wenn - bis zu 10% rechtlich gedeckt sein sollen - bleibt der fade Beigeschmack letztlich am Vermieter hängen.

Für ein besseres Image sind somit die Vermieter selber verantwortlich.

Anfeindungen der Mietervereine und billiges Auflagenpushen von unter Abnahmedruck stehenden Billigblätter wäre somit am Schnellsten der Boden entzogen.

25.12.2006, 11:55 von prinzregent
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86 % der Berliner sind MIETER .

... die BZ und Bild wollen verkaufen, nichts eignet sich besser als auf die bösen Vermieter einzuschlagen.
25.12.2006, 11:43 von ChristophL
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In meinen Mietverträgen habe ich die größe der Wohnfläche nicht mit aufgenommen, daher erhoffe ich mir mal keine Nachteile. In der Betriebskostenabrechnung kommt die ca. Wohnfläche die ich damals den Mietern genannt habe.

Gruß Christoph
25.12.2006, 11:03 von CMAX_65
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Hallo dp,

nach BGH unrelevant, aber nach meiner Meinung unprofessionell.

Wie erklären Sie z.B. einem Mieter die Wohnung hätte 83 qm und auf der Nebenkostenabrechnung stehen 77qm ??

Es wird dann immer Diskussionen geben, die überflüssig sind.

Es mag strafrechtlich/finanziell nicht relevant sein, dennoch ist es blöd !

MFG
25.12.2006, 10:56 von dontpanic
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Hallo,

Nach Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) können Abweichungen der tatsächlichen Wohnfläche zu der im Mietvertrag angegebenen Wohnfläche von mehr als 10% grundsätzlich einen Mangel der Mietsache im Sinne des § 536 BGB darstellen, der den Mieter zur Minderung der Miete berechtigt. Also Abweichungen unter 10% sind unrelevant.

Gruß,
dp
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