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24.04.2007, 11:20 von Markus66Profil ansehen
Vermieten & Verwalten|§ 35 a EStG - Haushaltsnahe Dienstleistungen
Hallo,

wir - privater Vermieter - erstellen nun die Betriebskostenabrechnung für 2006.
Wir müssen ja nun den Nachweis nach § 35 a EStG erbringen.

Was fällt nun alles unter die haushaltsnahen Dienstleistungen?
- Lohnkosten für die Treppenreinigung
- Lohnkosten für die Wartungsarbeiten
- Lohnkosten des Hausmeisters
- Lohnkosten für Gartenpflege

Wo finde ich eine Definition im Internet?

Gruß, Markus
Alle 15 Antworten
25.04.2007, 12:06 von Augenroll
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Zitat:
ich habe schon lange keine Immobilie mehr zum Vermieten gekauft. Und gestern rief mich eine Kundin an, deren Mutter ins Pflegeheim musste und die mich fragte, ob sie deren EIgentumswohnung nun beser vermieten oder verkaufen soll. Meine Antwort war eindeutig: VERKAUFEN!!

Das finde ich sehr richtig und klug, warum sollen nicht nun auch mal andere Familien die Chance bekommen, diese ETW zu erwerben und selbst darin zu wohnen?

Der Verlust / das Pech des einen, ist die Chance eines Anderen.
25.04.2007, 11:58 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

ich habe schon lange keine Immobilie mehr zum Vermieten gekauft. Und gestern rief mich eine Kundin an, deren Mutter ins Pflegeheim musste und die mich fragte, ob sie deren EIgentumswohnung nun beser vermieten oder verkaufen soll. Meine Antwort war eindeutig: VERKAUFEN!!

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 11:52 von Augenroll
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Zitat:
Kurzum: Derzeit ist jedes Tagesgeldkonto rentabler als Vermietung!!

Wir haben ca. 40% unseres Vermögens auf Tagesgeldkonten, freut mich zu hören, dass wir mit unserem Investment gar nicht so schlecht liegen.

Warum kauft dann überhaupt noch einer Miethäuser, wenn es so mies aussieht? Das verstehe ich nicht! Aus Liebhaberei oder Hobby?
25.04.2007, 11:19 von Kasperkopf
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Hallo Augenroll,

mal ne ganze einfache Rechnung aus unserer Region:

3-Zimmer-Eigentumswohnung mit 90 m² kostet im Neubau bei uns so um die 180.000 Euro. Bei Erwerb kommen noch Notarkosten - circa 1,5 % - und Grunderwerbsteuer - 3,5 % - hinzu, macht also nochmals zusätzlich 9.000 Euro.

189.000 Euro x 4,5 % Darlehenszinsen = 8.505,00 Euro im Jahr
Nur für die Zinsen, ohne Tilgung!!!!

8.505,00 Euro : 12 Monate =

708,75 Euro Monatsbelastung
+ 70,00 Euro nicht umlagefähige Betriebskosten
./. 550,00 Euro maximal zu erzielende Kaltmiete
____________________________________________________

228,75 Euro monatliche Unterdeckung für den Eigentümer

Jetzt kommst Du wahrscheinlich gleich wieder mit Steuervorteil und Abschreibung um die Ecke! Aber in dieser Rechnung ist ja noch keine Tilgung kalkuliert. Für die muss man im Monat auch nochmals so um die 300,00 Euro rechnen, wenn man die Wohnung in etwa 25 Jahren abbezahlen will. Der Steuervorteil fällt geringer aus!

Ebenfalls nicht einkalkuliert sind Mietausfälle und große Reparaturen.

Kurzum: Derzeit ist jedes Tagesgeldkonto rentabler als Vermietung!!

@ all:
Kann mir jemand zu meiner vorhin gestellten Frage eine Antwort geben? Wegen der Vergütung für den Mehraufwand zum Ausweis der § 35a EstG Kosten??

Gruss Kasperkopf
25.04.2007, 10:59 von Augenroll
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Hallo Hallo,
Zitat:
- Instandhaltung
- Verwaltergebühr
- Kapitalertragssteuer
- Solizuschlag
- Haftpflichtversicherung für Sondereigentum
- VM-Rechtsschutz
- Beiträge für VM-Verein
- und vor allem das unernehmerische RISIKO für
- Mietausfall
- Wertminderung des Objektes
- Verwüstung durch Mietnomaden


Das alles zahlt die Mieterschaft durch die Entrichtung der Grundmiete.

Wenn diese nicht ausreicht, zahlen Sie drauf! Machen Sie das???
25.04.2007, 10:57 von dontpanic
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Hallo,

- Instandhaltung
- Verwaltergebühr
- Kapitalertragssteuer
- Solizuschlag
- Haftpflichtversicherung für Sondereigentum
- VM-Rechtsschutz
- Beiträge für VM-Verein
- und vor allem das unernehmerische RISIKO für
- Mietausfall
- Wertminderung des Objektes
- Verwüstung durch Mietnomaden

Gruß,
dp
25.04.2007, 10:35 von Augenroll
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Zitat:
Im Endeffekt zahlt es der Mieter..!

Wer sonst? Denn der Mieter muss eh alles zahlen und das macht er ja auch. Sonst würde ja keine Rendite abfallen.

Zählen Sie mal bitte auf, was der Mieter nicht zahlt?
25.04.2007, 10:22 von Kasperkopf
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Hallo zusammen,

zu dieser leidigen § 35a EstG-Geschichte habe ich jetzt auch eine Frage.

Ein Freund fragte mich gerade eben, ob sein WEG-Verwalter berechtigt ist, für den Ausweis dieser Kosten eine Extra-Vergütung zu verlangen. Der will wohl für den Ausweis der Kosten für das Jahr 2006 pauschal 12 Euro zzgl. Steuer je Einheit. Ich erklärte ihm daraufhin, dass ich selbst erst gestern wegen dieser Sache einen halben Tag damit verbracht habe, für ein einziges Objekt alle Buchungen für 2006 durchzugehen und die betreffenden neu einzubuchen. Gutmütiges Schaf, das ich nunmal bin, verlange ich keine Extra-Gebühr dafür.

Das sieht er auch ein, dass die rückwirkenden Buchungen einen erheblichen Mehraufwand darstellen und er würde für 2006 diese Gebühr auch bezahlen. Was ist nun aber wenn die Mehrheit gegen diese Sondervergütung stimmt? Muss dann der Verwalter die Kosten nicht gesondert ausweisen?

Aber er sieht nicht ein, für die zukünftigen Jahresabrechnungen eine Extra-Gebühr zu bezahlen, da ja seiner Meinung nach kaum ein erhöhter Mehraufwand besteht. Er beruft sich auf einen bestehenden Fünfjahresvertrag mit dem Verwalter und einen festgeschriebenen Verwaltergebühr. Wie sieht es da aus?

Gruss Kasperkopf
24.04.2007, 20:54 von dontpanic
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Zitat:
Ich hoffe, der BGH nagelt das allsbald fest, anders geht's ja nicht mehr.
Du darfst eines nie vergessen: "Nichts auf der Welt ist umsonst." Wo mehr Arbeit ist entsehen auch mehr Kosten! Je mehr Regularien, Vorschriften und Verwaltungskram zu erledigen ist, desto teurer wird die Vermietung. Und eines kannst du mir glauben - Im Endeffekt zahlt es der Mieter..!

Gruß,
dp
24.04.2007, 15:29 von tobiwittmann
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Zitat:
Ich hoffe, der BGH nagelt das allsbald fest, anders geht's ja nicht mehr.


Das wird wohl nötig sein. Das Ausweisen gem. §35 bedeutet mehr Arbeit für den Vermieter. Da die Grundmiete deshalb ja nunmal nicht erhöht wird, werden sich die Vermieter verständlicherweise nicht darum reißen, den Nachweis "mal eben" mitzumachen.
24.04.2007, 13:47 von Augenroll
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@Dont panic:


Vielleicht können Mieter das auch Absetzen? Die bezahlen es ja schließlich!
24.04.2007, 13:45 von dontpanic
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Hallo,

Zitat:
Wir müssen ja nun den Nachweis nach § 35 a EStG erbringen.

Für wen?

- Lohnkosten für die Treppenreinigung
- Lohnkosten des Hausmeisters
- Lohnkosten für Gartenpflege

legst du doch auf die Mieter um, oder..?

Gruß,
dp
Hallo,

da es hier immer noch zu Rückfragen kommt stelle ich den Link zur OFD Hannover noch einmal ein, die, stellvertretend für alle Länder eine Zusammenstellung veröffentlicht hat.

Vorteil der Seite ist die Information für alle Beteiligten sowie der Möglichkeit des Downloads von Bescheinigungen und Formularen.

OFD Hannover.

Zitat:
Wir müssen ja nun den Nachweis nach § 35 a EStG erbringen.


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