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22.12.2010, 15:04 von bizzladyProfil ansehen
Kaufen & Verkaufen|Wohnungverkauf wird blockiert
Wir haben im Juni 2010 eine ETW verkauft. Der Notarstermin war bereits Ende April. Zu dem Zeitpunkt war nicht geklärt, ob es eine Verwalterzustimmung geben wird.

Die ehemalige Verwalterin hatte ihr Amt zu einem Zeitpunkt ziemlich spontan niedergelegt, als wir die Wohung gerade übernommen hatten, und das in einer Versammlung, von deren Termin wir nichts wussten. Es wurde auch kein neuer Verwalter bestimmt, wofür die scheidende Verwalterin hätte Sorge tragen müssen.

Wir bekamen zwar später das Protokoll von dieser Versammlung, aber da die Ex-Verwalterin immer noch kleinere Aufgaben wahrnahm (es gibt einer 6er WEG und eine 9er, und um die Gesamtanlage der 9er WEG kümmerte sie sich immer noch wie z. .b die Beleuchtung der gemeinschaftlichen Außenanlagen, Kasse, Einladung zu der 9er WE-Versammlung), waren wir in der Annahme, dass sie auch dem Verkauf unserer Wohnung noch zustimmen könne.

Unser Notar nahm Kontakt zu ihr auf, noch bevor wir den Kaufvertrag unterschrieben, und heraus kam, dass sie eigentlich noch bis 2011 Verwalterin hätte sein müssen und noch viele andere für Laien ungereimte Dinge, die letztendlich für Chaos gesorgt haben.

So haben wir nach der Teilungserklärung gehandelt,die die 100% Zustimmung der WEG verlangt. Eine Eigentümerin hat über die ganzen Monate ihre Zustimmung verweigert ohne driftigen Grund. Besteht eine Chance,diese Eigentümerin zu belangen?
Alle 1 Antworten
22.12.2010, 18:32 von Gilhorn
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Verweigert eine Miteigentümerin die Zustimmung, so kann die Zustimmung durch ein Gerichtsurteil ersetzt werden. In dem Verfahren muss die Miteigentümerin ihre Gründe darlegen, diese müssen berechtigt sein. Sind die Gründe nicht berechtigt, so wird die Zustimmung der Miteigentümerin durch einen Gerichtsbeschluss ersetzt. War die Verweigerung der Zustimmung willkürlich, so kann eine Schadenersatzklage ins Auge gefasst werden. Aber, hierzu auf jeden Fall einen Fachanwalt hinzuziehen. Nur dieser kann den Verfahrensweg beschreiten, ohne formelle Fehler zu begehen, dies gilt besonders für einen eventuellen Schadenersatz.
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