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17.12.2010, 23:21 von dino50Profil ansehen
Kaufen & Verkaufen|Wenn Grunddienstbarkeiten einen hinteren Rang einnehmen
Mir wurde am 11.10.2010 eine Immobilie mit diversen Schreiben seitens des Hauseigentümers verbindlich zugesagt, so dass ich mich auf den Kauf des Objektes eingestellt habe. Der Verkäufer hat dann am 4.12.2010 einen Vertragsbruch begangen. Durch diesen bin ich jetzt gezwungen, mir vorerst ein Mietobjekt zu suchen. Denn ich habe die finanziellen Mittel bereitgestellt, einen Umzug nach München durchgeführt, in einem Zeitlager meinen Hausrat untergebracht, alles im Hinblick auf den Kauf dieser Immobilie. Weiter hatte ich Beratungskosten, die auch der Verkäufer verursacht hat, durch den Verband der privaten Bauherren. Ich beabsichtige die bisher entstandenen Kosten dem Verkäufer der Immobilie zur Begleichung zu übersenden. Es wurde seit 11.10. stets auf die Inhalte des Notarvertrags hingewiesen. Auch wurde darum gebeten, einen vollständigen Grundbuchauszug vorzulegen. Keiner dieser Termine wurde eingehalten. Bei der letzten Terminsetzung 5.12. reagierte der Hauseigentümer. Statt den zugesagten Notarvertragsentwurf und den Grundbuchauszug vorzulegen, schließt der Verkäufer die Akte. Es gibt Objekte wo die Grunddienstbarkeiten einen hinteren Rang einnehmen dann können sie bei einer Zwangsversteigerung erlöschen. Es handelt sich ganz offenbar um nachrangige Dienstbarkeiten. Ich sehe, so wie der Architekt vom VPB eine Hinhaltetaktik und letztlich einen Betrugsversuch, denn ich sollte zusätzlich 30.000 Euro ohne Notarvertragsaussicht anzahlen. Der Architekt geht, so wie ich davon aus, dass das Objekt für mich unverkäuflich geworden wäre durch Dienstbarkeiten auf einem hinteren Rang und Löschung derselben durch Zwangsversteigerung. Somit überlege ich den Hauseigentümer (Verkäufer) auf Schadenersatz anzuzeigen, ggf. auch auf versuchten Betrug.
Alle 1 Antworten
22.12.2010, 18:56 von Gilhorn
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Da haben Sie mächtig Lehrgeld bezahlt. Eine verbindliche Zusage vor der Unterschrift beim Notar gibt es nicht. Die Zusage war ein Angebot, welches der Eigentümer zurückgezogen hat. Dass Sie sich auf eine nicht verpflichtende Zusage verlassen haben und schon Maßnahmen ergriffen haben (Umzug) können Sie dem Verkäufer nicht anlasten. Die Angelegenheit mit den 30.000 Euro Anzahlung war schon arg plump und kann man als versuchten Betrug sehen. Ob Sie mit einer Anzeige wegen versuchten Betruges Erfolg haben sei dahingestellt, die Sache war doch sehr offensichtlich. Sie hätten misstrauischer sein müssen, auf bloße Zusagen in diversen Schreiben hin, sollte man nicht umziehen. Um solche Dinge bei Immobilienkäufen zu vermeiden, ist ja die notarielle Beurkundung vorgeschrieben.
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