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25.02.2010, 02:22 von RuhrpoettinProfil ansehen
Kaufen & Verkaufen|Moschee im Wohnhaus?
Hallo,
ich habe mal eine etwas ungewöhnliche Frage. Ich habe eine vermietete Eigentumswohnung in einem Altbau in Berlin. Schwanke noch immer bezüglich Eigennutzung. Nun ist im EG ein Gewerberaum von einem islamischen Verein gekauft worden und die wollen dort eine Moschee mit Koranschule usw einrichten. Ohne Baugenehmigung hatten sie schon begonnen tragende Wände zu veändern. Augenblicklich ist Baustop und ein Architekt eingeschaltet. Ich persönlich möchte nicht über einer Moschee wohnen.

Mindert die Tatsache, dass eine Gruppierung von Muslimen nun Besitzer dieser Räume ist, sich demnächst dort auf Dauer eine Moschee befindet den Wert der Wohnungen? Es sind sonst immerhin fast 40 verschiedene Eigentümer und niemand wurde vor dem Kauf informiert. Zudem werden sich zum Freitagsgebet um die 150 Männer dort einfinden, was natürlich auch Parkplatzprobleme mit sich bringen wird.

Für Kenntnisse diesbezüglich oder Erfahrungen wäre ich dankbar!
Alle 4 Antworten
29.06.2010, 16:32 von LuisaMarie
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Oh man, das sind ja mal aussichten. Ich verstehe, dass die "Bauarbeiten und das Geschehehn" dich verunsichern...ich bezweifele ja ehrlich gesagt, das man da unbedingt was machen kann.

Die Frage ist doch eher, ob man persönlich damit leben kann und dann auch noch eine Eigentumswohnung dort hat. Man sollte sich vielleicht nicht abschrecken lassen..

Was ist denn nun raus gekommen? Würde mich interessieren...
26.02.2010, 09:57 von Gate
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Relevant sind die getroffenen Regelungen in der Teilungserklärung/ Gemeinschaftsordnung (hinterlegt beim Grundbuchamt) und die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Normen, namentlich im Bereich Bauordnungsrecht.

Zu den (baulichen) Eingriffen in das Gemeinschaftseigentum gelten die gesetzlichen Regelungen des WEG, an die sich auch der neue Sondereigentümer halten muß!

Der Verwalter
25.02.2010, 15:45 von Ruhrpoettin
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Danke Gate,
zuvor war dort ein Künstlernetzwerk zur Miete drin und davor eine gräßliche Kneipe. Alle waren froh, als dieses Lokal dort weg war.
Aber was meinst du mit "umliegend attraktiv erscheinende Nutzungen"? Ich meine, ein Moschee mit deutlich erkennbaren baulichen Veränderungen (Zumauern der bisherigen Eingangstür, weil diese nach Mekka zeigt und innen der Raum so werden soll, dass diese gen Mekka beten können, ein neuer Eingang stattdessen auf einer Straßeseite. Es handelt sich um ein Eckhaus)

Hätte der Voreigentümer nicht die Eigentümergemeinschaft fragen müssen, wenn er an eine muslimische Glaubensgemeinschaft verkauft? Das ist doch etwas anderes als z.B. an einen Gemüsehändler zu verkaufen. Es beeinträchtigt das Wohnen - finde ich.
25.02.2010, 13:20 von Gate
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Ein Blick in die Teilungserklärung/ Gemeinschaftsordnung bringt die Information zur Frage, mit welcher Nutzung die einzelnen Eigentümer wechselseitig zu rechnen haben.

Das Risiko von Verkaufspreisschwankungen besteht natürlich durch diverse Nutzungen; na jedenfalls würde kein verkaufswilliger Wohnungseigentümer darauf bestehen, daß bei einem Wertzuwachs durch umliegend attraktiv erscheinende Nutzungen ein Abzug vom Preis vorgenommen wird.

Der Verwalter
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