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20.03.2013, 11:05 von FrolicProfil ansehen
Kaufen & Verkaufen|Mietereinbauten
Wir wollen demnächst ein Dreifamilienhaus kaufen. Dieses wird zur Zeit noch vom Eigentümer bewohnt.
Und eine Wohnung ist seit 2006 vermietet. Das Haus ist nicht in Wohnungseigentum aufgeteilt und wir erwerben dieses "im Ganzen" als Familie. Eine Eigenbedarfskündigung des Mieters ist also nach Grundbucheintrag ohne Sperrfrist möglich. Der Mieter hat im Jahr 2011 das Bad seiner Wohnung modernisiert.
(Vorheriges Bad war von 2004 und voll funktionstüchtig) Der jetzige Eigentümer beteiligte sich mit 4500€ an der Modernisierung. Der Gesamtwert der Modernisierung betrug 15.000€. Es gibt darüber überhaupt nichts schriftliches da die Bewohner des Hauses Freunde waren. Es hat nur jeder seine "Kassenzettel".
Nun verlangt der Mieter, wenn ich Eigentümer werde von mir eine Entschädigung von 10.000 Euro für das Bad und die Umzugskosten. Da er sonst nicht auszieht.
Hat der Mieter rechtliche Ansprüche auf seine Investitionen ??
Er hat sechs Monate Kündigungsfrist, was mich aber nicht stört.
Alle 1 Antworten
04.04.2013, 14:01 von Heidi.Schnurr, meineimmobilie.de
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Hallo,

Wie lange die Abwohndauer für Mietereinbauten läuft, regelt Artikel VI des § 2 des Gesetzes über die Rückerstattung von Baukostenzuschüssen vom 21.7.1961. Danach gilt ein Betrag in Höhe einer Jahresmiete durch eine Mietdauer von 4 Jahren als abgewohnt.

Ihr Mieter investiert 10.500 EUR in die Badmodernisierung. Bei einer Aufwendung von 10.500 EUR und einer Nettokaltmiete von 500 EUR wäre die Badmodernisierung durch den Mieters erst nach 7 Jahren abgewohnt (=10.500 EUR : 500 EUR x 4 Jahre = 84 Monate = 7 Jahre).

Liegt der Einbau also erst 2 Jahre zurück, könnte sich der Mieter dieser Wohnung im Fall einer Kündigung auf sein Widerspruchsrecht berufen. Wahlweise können Sie ihm seine „Restabwohnzeit“ natürlich auszahlen. Dabei sind allerdings 10.000 EUR allein für die Mietereinbauten zu hoch gegriffen.
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