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05.09.2008, 15:28 von LangohrProfil ansehen
Kaufen & Verkaufen|Grundsteuern
Wir haben ein kleines Haus erworben, in dem die Wohnungen vermietet sind, hierzu gehören auch ein paar Garagen.

Für die Betreibskostenabrechnung haben wir uns mit dem Voreigentümer geeinigt.
Jetzt will dieser jedoch auch die Grundsteuern für die Garagen von uns für das gesamte Jahr erstattet haben. Müssen wir diese komplett an den Voreigentümer erstatten oder nur anteilig oder gar nicht?
Kann mir jemand helfen? Idealerweise mit Hinweisen auf Rechtsprechungen bzw. Gesetze.
Vielen Dank
langohr
Alle 1 Antworten
24.09.2008, 17:21 von Frau Schlau
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Hallo,

die Grundsteuer lässt sich als Betriebskosten umlegen, sofern das im Mietvertrag vereinbart ist.

Über die Betriebskosten z.B. 2007 muss noch der alte Eigentümer abrechnen. Dafür hat er auch die Vorauszahlungen erhalten.

Einen Anspruch auf die Erstattung der Grundsteuer hat er nur, wenn das im Kaufvertrag so vereinbart ist. Falls nicht, hat er Pech gehabt. Derjenige, der am 1.1. eines Jahres im Grundbuch eingetragen ist, ist auch gegenüber der Gemeinde Grundsteuerpflichtig und das hinsichtlich des vollen Jahresbetrags (§ 9 Grundsteuergesetz).

Wechselt im Lauf des Jahres der Eigentümer, ändert sich daran nichts.

Der Verkäufer hätte jetzt die Möglichkeit gehabt, im Vertrag zu vereinbaren, dass der Käufer ihm die Schulden abnimmt bzw. er hätte den Kaufpreis entsprechend erhöhen können. Hat er das versäumt, ist das dumm gelaufen für ihn... lassen Sie sich also nicht breit schlagen und zahlen Sie auch nicht noch die Grundsteuer für die Garage!

Grüße von Frau Schlau
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