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28.04.2016, 15:53 von lothar.kruseProfil ansehen
Geld & Steuern|Grundschuld bei Steuererklärung
Hallo,
ich habe mir 2015 ein Grundstück gekauft. Auf diesem Grundstück soll 2016 ein Gebäude zur Vermietung gebaut werden.
Komplette Herstellungskosten, Grundsteuer, Notarkosten für die Anschaffung wird ja über 50 Jahre abgeschrieben.
Was ist aber mit den Kosten vom Amtsgericht für die Eintragung einer Grundschuld und der Vormerkung? Kann ich die schon für 2015 als Werbungskosten voll absetzen?
Alle 1 Antworten
10.05.2016, 09:22 von Heidi.Schnurr, meineimmobilie.de
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Hallo Herr Kruse,
Gebühren, die Sie auf dem Grundbuchamt für das Eintragen der Grundschuld oder einer Hypothek zahlen, sind Finanzierungskosten und damit sofort abziehbare Werbungskosten. Gleiches gilt für die Eintragungskosten für eine Vormerkung.

Aufwendungen vor einer konkreten Vermietung können Sie als vorweggenommene Werbungskosten absetzen. Voraussetzung ist, dass ein wirtschaftlicher Zusammenhang mit Ihren späteren Mieteinkünften besteht.

Geben Sie Geld für ein unbebautes Grundstück aus, muss ein Wille zur Einkunftserzielung vorliegen. Dies bedeutet, dass Sie bereits konkrete Pläne haben müssen und diese auch äußerlich fürs Finanzamt erkennbar sind (FG Münster, Urteil v. 24.7.2014, 15 K 2527/12).

Die Kosten können Sie in dem Jahr absetzen, in dem sie angefallen sind. Sie müssen also nicht warten, bis das Haus steht.

Mehr zu den Werbungskosten finden Sie in unserem Werbungskosten-Lexikon.

http://www.meineimmobilie.de

Viele Grüße
Heidi Schnurr
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