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28.07.2011, 13:58 von nicolchen77Profil ansehen
Geld & Steuern|Eigentümerwechsel
Hallo, ich habe mehrere Fragen und hoffe, hier tolle Hilfe zu bekommen. Vielleicht könnt ihr mir helfen:
Erstmal zum Problem:
Meine Mutter hat ein großes Haus mit Grundstück ringsrum, welches ich nun unentgeltlich überlassen bekommen habe.
Meine Mutter wohnt - wie ich - in dem Haus. Außerdem wohnt meine Schwester mit ihrem Mann noch im Haus. Mit meiner Mutter habe ich ein sehr gutes Verhältnis, doch mit meiner Schwester sind wir alle verstritten, seitdem mein Vater gestorben ist.

Nun habe ich ja das Haus samt Grundstück geschenkt bekommen und muss meiner (ungeliebten) Schwester vom Eigentümerwechsel berichten. Ich habe vor, alles über den schriftlichen Weg zu klären.
Habe ich bei dem Schreiben über den Eigentümerwechsel etwas zu beachten?
Ich trete in den alten Mietvertrag ein, oder?

Wann ist ein Mieterhöhung zulässig? Ist das überhaupt möglich? Denn meine Schwester und ihr Mann zahlen seit Jahren eine minimale Miete (ca. 120Euro).
Ich habe allerdings schon vor, die Miete mind. an die ortsübliche Miete anzupassen. Schon allein, um Kosten zu decken, die durch ein Haus nunmal entstehen.

Vielleicht könnt ihr mir helfen?!?!
Ich wäre über jede Antwort superdankbar.
Danke und ich freu mich auf Eure Beiträge!
Alle 3 Antworten
29.07.2011, 14:49 von Gilhorn
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Das Mieterhöhungsverlangen mit der Aufforderung zur Zustimmung muss schriftlich erfolgen. Als Begründung für das Verlangen können drei Vergleichswohnungen, der Mietspiegel oder die Beurteilung des Mietwertes durch einen Sachverständigen genannt werden.
Die Mieterhöhung bezieht sich nur auf die Kaltmiete.

Betriebs- bzw. Nebenkosten können per Vereinbarung im Mietvertrag auf den Mieter umgelegt werden. Fehlt eine solche Vereinbarung, kann eine Umlegung nicht einseitig durch den Vermieter durchgeführt werden.

Hier ein interessanter Link zum Mieterhöhungsverlangen:

http://www.mietrecht-ratgeber.de
29.07.2011, 11:25 von nicolchen77
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Ja, das hatte ich mir schon gedacht.
Ich war mir nur mit den 3 Jahren nicht so sicher.
Die Miete wurde in den letzten 3 Jahren nicht erhöht.

Als Miete gilt nur die richtige Kaltmiete, richtig?
Nebenkosten gelten dann extra, oder?

Weil wir wollen auch die Nebenkosten "erhöhen" bzw. ändern.
D.h. Kosten für Schneeberäumung, Grünpflege... usw.
Dafür mussten die Mieter bisher nix bezahlen. Kann man das dann einfach so mit reinnehmen?

Danke!

Die Zustimmung der Schwester überhaupt zu bekommen, wird schon schwierig werden.
Soweit ich aber weiß, müssen sie ihre Zustimmung geben, da alle rechtlichen Vorrausetzungen erfüllt sind.
28.07.2011, 15:42 von Gilhorn
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Rechtlich durchsetzen können Sie Mieterhöhungen von 20% innerhalb von 3 Jahren bis zur Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete.
Da werden Sie bei der jetzigen Miete lange brauchen, bis Sie die ortsübliche Vergleichsmiete erreichen.

Falls innerhalb der letzen 3 Jahre die Miete nicht erhöht wurde, wäre also ein Erhöhungsbetrag von 24 € durchsetzbar.

Die Schwester kann natürlich ihre Zustimmung zu einer größeren Erhöhung geben.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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