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Ein Bauspardarlehen fürs Eigenheim

Quelle: © 2007 JupiterImages Corporation title=Bausparkassen setzen auf das Solidarprinzip zwischen Kreditnehmern und Anlegern: schon seit über hundert Jahren. Das Bauspardarlehen ist so ein echter Klassiker, mit einigen Vor- und Nachteilen.

Das Bausparen setzt sich aus den traditionellen Bausteinen "Ansparen" und "Darlehen" zusammen. Während der Ansparphase zahlt der Bausparer einen durch die Bausparsumme festgelegten Sparbeitrag, in der Darlehensphase Raten für Kredit und Tilgung.

Voraussetzung für die Auszahlung der Bausparsumme sind der Anspar- und der Zuteilungszeitraum sowie das zu erreichende Mindestsparguthaben. Nach 18 bis 60 Monaten - je nach Vertrag - ist die Mindestsparzeit abgeschlossen.

Mindestsparsumme beim Bauspardarlehen

Ist außerdem noch die zweite Grundvoraussetzung erfüllt - die Erreichung der Mindestsparsumme - steht der Zuteilung des Vertrages grundsätzlich nichts mehr im Wege. Einige Zeit später kann der Bausparer über die Summe verfügen.

Nach der Auszahlung des Gesamtauszahlungsbetrages - also das angesammelte Bausparguthaben plus das Bauspardarlehen - beginnt sofort die Tilgungsphase. Die Höhe des Darlehens wird bestimmt durch die Bausparsumme und die angesparte Summe des Vertrages.

Berechenbarkeit des Bauspardarlehens

Ein großer Vorteil dieser Finanzierung liegt in ihrer Berechenbarkeit: Die Höhe der Zinsen liegt bei Bausparverträgen fest, Zinssteigerungen zu einem späteren Zeitpunkt können nicht stattfinden. Derzeit bieten Bausparkassen günstige Kreditzinsen.

Unter diesem Aspekt ist ein Bausparvertrag für alle, die in den nächsten Jahren ein Haus bauen oder kaufen wollen also gut geeignet. Dafür kann und darf aber auch keine Bausparkasse den Zuteilungstermin definitv mitteilen, was zu Zwischenfinanzierungen führen kann.

Darüber hinaus wird der Kredit beim Bausparen in der Regel nachrangig im Grundbuch eingetragen. Zudem können in der Darlehensphase Sondertilgungen in der Regel recht problemlos vorgenommen werden.

Sofortdarlehen sind unwirtschaftlich

Für Personen, die ihren Traum von den eigenen Wänden möglichst sofort verwirklichen möchten, ist eine gesunde Finanzierung mit einem Bausparvertrag jedoch kaum möglich. Zwar gibt es beim Bausparen sogenannte Sofortdarlehen.

Diese werden meist in Verbindung mit einem tilgungsfreien Hypothekendarlehen angeboten, das ähnlich wie eine Lebensversicherungshypothek auf einen Schlag getilgt wird. Diese Variante ist allerdings unwirtschaftlich. Es muss nämlich berücksichtigt werden, dass noch eine sehr teure Überbrückungsfinanzierung wahrgenommen werden muss, bis der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.

Schnelle Tilgung des Bauspardarlehens

Ein Nachteil des Bausparvertrags besteht darin, dass das Bauspardarlehen je nach Vertrag in sechs bis elf Jahren getilgt werden muss. Gerade bei größeren Verträgen bedeutet dies eine enorme Belastung für den Bauherrn oder Immobilienerwerber.

Die relativ günstigen anfänglichen effektiven Jahreszinsen bei einem Bauspardarlehen ergeben sich aus einer langen Ansparphase mit vergleichsweise geringen Guthabenzinsen. Nur wenn der Bausparer auch Anspruch auf die Wohnungsbauprämie oder die Arbeitnehmersparzulage hat, lassen sich die niedrigen Guthabenzinsen von beispielsweise 2,5 Prozent auf rund vier Prozent erhöhen.

Wird dieser Guthabenzins erreicht, und fällt in der Darlehensphase ein vergleichsweise niedriger Effektivzins an, kann sich die Bausparfinanzierung lohnen. Im Idealfall wird das Bausparguthaben in einer Niedrigzinsphase angespart und das zinsgünstige Darlehen in einer Hochzinsphase für die Finanzierung eines Eigenheims eingesetzt.

meineimmobilie.de-Tipp:
Bauspardarlehen in ihrer klassischen Variante sind lang etablierte Darlehensformen, die viele Vorteile aber auch einige Nachteile besitzen. Sofern Sie sowieso ein Bauspardarlehen angespart haben, ist es natürlich auch sehr sinnvoll, dieses einzusetzen. Auf die "vorfinanzierte" Variante - zu dem neben dem Sofortdarlehen auch das Konstantmodell gehört - sollten Sie aber lieber verzichten.

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