Donnerstag, 15.11.2012 | Autor: Jörg Stroisch , Foto: Sebastian Fery / Haufe

Tücken bei der Wahl des Baugrundstücks

Foto: Sebastian Fery / Haufe
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Ich baue mal ein Haus – leider fehlt vielen dazu das passende Baugrundstück. Wenn sie dann eines finden, welches sie ohne Bauträger erschließen dürfen, gibt es oft einige Tücken, beschreibt meineimmobilie-Chefredakteur Jörg Stroisch.

Das Grundstück liegt an der „Seestraße“ mit tollem Blick auf aufstrebende, hügelige Landschaften. Wenn hier der Bauplaner von einer Bodengrunduntersuchung abrät, ist das schon fast fahrlässig. Schon der Straßenname ist ein Indiz dafür, dass hier womöglich das Grundwasser höher steigt als auf der „Bergstraße“.

Die Wahl des richtigen Baugrundstückes wird durch mehrere Faktoren erschwert. Erstens: Es gibt sie zumindest in den angesagten Städten so gut wie nicht. Bauträger sichern sich die mehr oder minder attraktiven Flächen und vermarkten sie komplett. Zweitens: Wer nicht in den Boden schaut, weiß nicht, was ihn erwartet. Und Drittens: Selbst wenn man in den Boden schaut, weiß man immer noch nicht zu 100 Prozent, was kommt. Denn Bodenproben werden ja nur als Stichprobe genommen, alles andere wäre zu teuer.

Definitiv klärbar sind aber so Sachen wie Altlastenregister, Rechte am Grundstück, Erschließungskosten oder auch der voraussichtliche Stand des Grundwassers – und dessen Entwicklung in der Zukunft. Denn selbst, wenn an der Seestraße kein See mehr liegt, ist hier vielleicht das Grundwasser höher. Und selbst, wenn der See oder Fluss ein wenig weiter weg ist, drückt er das Grundwasser im Falle eines Hochwassers eventuell höher.

Wichtig ist in allen Fällen: Nur, wer sich vorher informiert, bewahrt sich selbst vor möglichen Schäden.

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