Mittwoch, 12.12.2012 | Autor: Jörg Stroisch , Foto: Sebastian Fery / Haufe

Auf Sand investiert: die Ferienimmobilie

Foto: Sebastian Fery / Haufe

Eine Ferienimmobilie ist der Traum vieler Deutschen: ein Häuschen auf Mallorca oder am Strand von Rügen. Viele rechnen sich aber die potenziellen Einnahmen durch die Vermietung schön, kommentiert meineimmobilie-Chefredakteur Jörg Stroisch.

Wer träumt nicht davon: Das alte Bauerngehöft in der Schneeeifel bietet freien Blick auf Wiesen und Wälder, im Sommer angenehme Spaziergänge und im Winter echten Schnee. Und Platz ist da reichlich für Kind und Kegel. Eine solche Ferienimmobilie ist ein Traum vieler Menschen – da blinken dann bei vielen auch gleich die Euro-Zeichen in den Augen, denn schließlich lässt sich so etwas ja auch gut vermieten.

Leider hat da manch einer die Einnahmen-Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn einerseits gibt es – natürlich – auch auf dem Ferienimmobilienmarkt attraktivere und weniger attraktivere Gegenden. Zweitens ist die Immobilie oft nicht in unmittelbarer Nähe, was die Pflege, aber auch die Kontrolle der Ferienmieter schwieriger macht. Und außerdem macht eine Vermietung auch eine gewisse organisatorische Arbeit. Nicht zu vergessen, dass die Wohnung sich besonders gut ja auch nur zu den Ferienzeiten vermieten lässt – dann aber für den eigenen Urlaub ausfallen würde.

Wer Erfolg haben will, sollte also auch bei der Ferienimmobilie unternehmerisch an die Sache ran gehen, die unterschiedlichen „Vertriebswege“ testen, Inserate optimieren, eventuell eine schöne Website mit aussagefähigen Fotos gestalten etc. etc. Und natürlich nicht vergessen, dass Immobilienmärkte durchaus beweglich sind.

Sind die Preise für Ferienimmobilien in Spanien zum Beispiel noch vor einigen Jahren noch explosionsartig gestiegen, stellt sich seit Längerem leider anschaulich heraus, dass diese Werte auf Sand gebaut waren, der durch die geplatzte Immobilienblase in Spanien und die Auswirkungen der Finanz- und Eurokrise regelrecht weggespült wird – und das Wertfundament solcher Investments nachhaltig gefährdet.

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