Zählerabweichung, Messdifferenzen

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Sie dürfen die Messdifferenzen zwischen einem Haupt- und Nebenzähler auf Ihre Mieter umlegen. Jedenfalls wenn die Differenz zwischen dem Hauptzähler und der Summe aus allen Zwischenzählern nicht mehr als 20 % beträgt.

Trifft dies zu, dürfen Sie den Mehrverbrauch gemäß dem prozentualen Anteil des Einzelverbrauchs der einzelnen Mieter umlegen (LG Duisburg, Urteil v. 22.02.2006, 13 T 9/06, WM 2006, S. 199; LG Braunschweig, Urteil v. 22.12.1998, 6 S 163/98, WM 1999, S. 294).

Versuchen Sie dagegen nicht, die Messdifferenz dadurch auszugleichen, dass Sie dem Mieter einfach einen höheren Kubikmeterpreis anstatt des von Ihnen an das Wasserwerk gezahlten Einheitspreises berechnen.

Sie dürfen nämlich nur den tatsächlichen Verbrauch zu dem von Ihnen gezahlten Preis umlegen. Alles andere wäre grob vertragswidrig (AG Ibbenbüren, Urteil v. 14.01.2000, 3 C 374/99, WM 2000, S. 83).

Übrigens: Einige Vermieter installieren eigens wegen der Messdifferenzen eine extra Wasserzapfstelle im Garten oder Keller.

Dieser Zapfstelle ordnen Sie alle Wasserkosten zu, die über dem von den Einzelzählern gemessenen Verbrauch liegen. Die laufen dann einfach unter Allgemeinkosten.

Messdifferenzen sind teilweise sogar technisch bedingt. Erst wenn die Toleranzgrenze von 20 % überschritten ist, deutet das auf einen beachtlichen Wasserschwund hin, dem Sie nachgehen müssen (LG Duisburg, Beschluss v. 22.02.2006, 13 T 9/06, WM 2006, S. 199).

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