Wohnflächenberechnung

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Kurz erklärt: Beim Mietverhältnis immer wieder für Ärger sorgt die Berechnung der Wohnfläche. Dabei ist das rechtlich ziemlich eindeutig geregelt.

Die Wohnflächenberechnung erfolgt bei preisgebundenem Wohnraum nach der Wohnflächenverordnung. Für Gewerberaum und preisfreien Wohnraum existieren keine verbindlichen Vorschriften zur Flächenberechnung.

Manchmal enthält der Mietspiegel Ihrer Stadt einen entsprechenden Hinweis, wie in Ihrer Region die Wohnfläche berechnet wird.

Geht es nach dem Bundesge­richtshof, müssen Sie die Wohnfläche nach der für preisgebundenen Wohnraum verbindlichen Berechnungsweise berechnen. Ob Sie dabei auf die alte II. Berechnungsverordnung abstellen müssen oder die neuere Wohnflächenverordnung, hängt vom Zeitpunkt des Mietvertragsabschlusses ab.

Für Mietverträge, die Sie jetzt abschließen, gilt auf jeden Fall die für preisgebundenen Wohnraum verbindliche Wohnflächenverordnung. Das gilt jedenfalls, sofern Sie sich nicht schon im Mietvertrag auf einen bestimmten Berechnungsmodus festgelegt haben (BGH, Urteil v. 23.05.2007, VIII ZR 231/06, GE 2007, S. 1023) bzw. wenn sich nicht eine bestimmte Berechnungsweise als ortsüblich herauskristallisiert hat (BGH, Urteil v. 22.04.2009, VIII ZR 86/08).

Berechnen Sie die Fläche in Ihrem Mietobjekt beispielsweise nach der Wohnflächenverordnung, achten Sie darauf, dass Sie diesen Maßstab einheitlich in allen Mietobjekten Ihres Gebäudes anlegen.

Besonders wenn es um Balkone, Loggien oder Dachgärten geht, wird innerhalb eines Hauses häufig nicht einheitlich vorgegangen. Mal wird diese ­Fläche zur Wohnfläche hinzugerechnet, mal nicht. Gerade bei gleich großen Wohnungen ziehen Sie damit den Unmut Ihrer Mieter auf sich.


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