Wartungsvertrag

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Aufgepasst, was in Ihrem Wartungsvertrag steht! Begriffe wie Vollwartung oder Vollunterhaltungsdienst sind für manch einen kritischen Mieter ein willkommener Anlass, die Wartungskosten um bis zu 50 % zu kürzen - falls Sie das vorher nicht ohnehin schon freiwillig getan haben!

Umfasst Ihr Vollunterhaltungs-Dienstvertrag für den Aufzug auch Instandsetzungsarbeiten, müssen Sie vor Gericht mit einem Abzug rechnen!

Das Landgericht Duisburg erlaubte einem Mieter, 40 bis 50 % von den Gesamtkosten für einen Aufzugswartungsvertrag abzuziehen.

Als Vermieter sollten Sie also, bevor Sie die Kosten für Ihren Vollwartungsvertrag auf Ihren Mieter umlegen, schon einmal freiwillig bis zu 40 % der Kosten abziehen und selbst tragen (LG Duisburg, Urteil v. 02.03.2004, 13 S 265/03, WM 2004, S. 717).

Trotzdem müssen Sie dem Mieter die Gesamtkosten einer berechneten Kostenart mitteilen. Also die ungekürzten Wartungskosten. Dem Mieter muss ersichtlich sein, ob und in welcher Höhe Sie nicht umlagefähige Kosten vorab abgesetzt haben (BGH, Urteil v. 14.02.2007, VIII ZR 1/06). Ansonsten leidet Ihre Abrechnung unter einem formellen Fehler.

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