Pauschaler Abzug

Stecken in einer Betriebskostenposition nicht nur umlagefähige Kosten, zieht Ihnen spätestens das Gericht von dem Gesamtkostenbetrag einen geschätzten Pauschalbetrag für den darin enthaltenen, nicht umlegbaren Betriebskostenanteil ab.

Dies ist häufig bei den Hausmeisterkosten oder den Aufzugskosten der Fall, wenn ein Vollwartungsvertrag abgeschlossen wurde.

Um so einen späteren Pauschalabzug zu vermeiden, sollten Sie beispielsweise den Hausmeister über einen gewissen Zeitraum Stundenlisten führen lassen. So lässt sich ablesen, wie viel Zeit und Kosten er mit nicht umlegbaren Arbeiten verbringt. Diesen Pauschalbetrag für nicht umlagefähige Kosten wie Verwaltungs-, Instandhaltungs- oder -setzungskosten können Sie dann schon quasi freiwillig bei der Betriebskosten-Abrechnung abziehen.

Bestreitet allerdings Ihr Mieter, dass Ihr Pauschalabzug korrekt ist, müssen Sie die Kosten nachvollziehbar so aufschlüsseln, dass die nicht umlagefähigen Kosten herausgerechnet werden können (BGH, Versäumnisurteil v. 20.02.2008, VIII ZR 27/02, WM 2008, S. 285). Sie sehen also: Um Stundenlisten kommen Sie im Ernstfall nicht ­herum!

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