Mindestanforderungen einer Betriebskosten-Abrechnung

Stichworte zu diesem Thema

Diese 7 Mindestangaben sind ein absolutes Muss für jede Betriebskosten-Abrechnung:

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der genaue Abrechnungszeitraum (maximal 12 Monate!),

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eine Zusammenstellung der Gesamtkosten pro Betriebskostenposition,

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Angaben und Erläuterungen zum jeweiligen zugrunde gelegten Verteilungsschlüssel,

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wie sich der Anteil Ihres Mieter berechnet,

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die Summe aller Einzelbeträge pro Betriebskostenposition,

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die bereits gezahlten Vorauszahlungen und

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was nach deren Abzug übrig bleibt.

Stolpern Sie auch nur über eine dieser Positionen, ist Ihre Abrechnung unwirksam.

Hüten Sie sich davor, wortlos bei einer Betriebskostenposition die Gesamtbeträge um die nicht umlagefähigen Anteile zu kürzen. Solche Vorwegabzüge müssen Sie Ihrem Mieter mitteilen und ihm auch noch am besten dazuschreiben, warum.

Geben Sie nur den bereinigten Betrag an, begehen Sie einen formellen Fehler bei Ihrer Abrechnung und das bedeutet: Diese Abrechnung ist unwirksam (BGH, Urteil v. 14.02.2007, VIII ZR 1/06)!

Falls die einjährige Abrechnungsfrist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgelaufen ist, sollten Sie nochmals eine neue, korrekte Abrechnung erstellen.

Ist die Jahresfrist jedoch bereits abgelaufen, ist es so, als hätten Sie nie abgerechnet. Ihre Nachforderung? Die können Sie dann glatt vergessen!

Rechtlich ist es nämlich so: Ihr Nachzahlungsanspruch wird nur fällig, wenn Sie Ihrem Mieter eine formell ordnungsgemäße Abrechnung präsentieren.

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