Heizkostenverordnung

In der Heizkostenverordnung steht, wie Sie die Kosten für die Heizung und das Warmwasser abrechnen müssen.

Dieses Gesetz sollten Sie schon deshalb kennen, weil es zwingend ist und Sie es deswegen selbst mit einer noch so ausgeklügelten Betriebskostenklausel (contenttype=keyword)}$">Mietvertragsklausel nicht umgehen können!

Nur wenn Sie ein Gebäude mit nicht mehr als 2 Wohnungen haben, von denen eine Sie selbst bewohnen, müssen Sie nicht die Kosten für die Heizung und das Warmwasser nach der Heizkostenverordnung ermitteln und umlegen.

Selbst Gewerberaum-Vermieter und Vermieter von preisgebundenem Wohnraum müssen nach der Heizkostenverordnung abrechnen. Die Heizkostenverordnung wurde zum 01.01.2009 geändert.

In der Heizkostenverordnung steht bindend die Art und Weise drin, wie Sie die Heiz- und Warmwasserkosten umlegen müssen (§§ 7-9 HeizkostenVO).

Dazu gehört beispielsweise die Pflicht, 50 % bis 70 % der Gesamtkosten für die Heizung oder das Warmwasser verbrauchsabhängig abzurechnen und den restlichen Teil nach einem verbrauchsunabhängigen, festen Umlageschlüssel wie z. B. der Wohn- oder Nutzfläche.

Neu ist: Bei Gebäuden, die das Anforderungsniveau der Wärme­schutzverordnung vom 16.08.1994 nicht erfüllen, die mit einer Öl- oder Gasheizung beheizt werden und bei denen die freiliegenden Leitungen der Wärmeverteilung überwiegend gedämmt sind, müssen Sie 70 % nach Verbrauch abrechnen. Die restlichen Grundkosten dürfen Sie nach der Wohn- bzw. Nutzfläche umlegen.

Können Sie nicht verbrauchsabhängig abrechnen, weil beispielsweise Ihr Messgerät defekt ist, gilt § 9 a HeizkostenVO. Außerdem darf Ihr Mieter nach § 12 Abs. 1 Satz 1 HeizkostenVO Ihre Abrechnung um 15 % kürzen!

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