Gradtageszahlen

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Zieht Ihr Mieter nahe am Anfang oder Ende des Abrechnungszeitraums aus, empfiehlt es sich oft, die Kosten zwischen Vor- und Nachmieter nach der Gradtageszahlentabelle abzurechnen statt eine Zwischenablesung machen zu lassen.

Teilweise wird sogar die Meinung vertreten, dass Sie diese Methode aus Kostenersparnisgründen der teureren Zwischenablesung vorziehen müssen (AG Coesfeld, Urteil v. 14.05.1987, 4 C 5/87, DWW 1987, S. 238).

Weil Heizkosten nicht gleichmäßig über das ganze Jahr anfallen, gibt es die Gradtageszah­lentabelle. Sie gewichtet die Wintermonate entsprechend stärker als die Sommermonate. Deswegen ist eine Kostenverteilung nach dieser Methode oft verbrauchsnäher als lediglich die zeitanteilige Aufteilung.

Erstellen Sie die Heizkosten-Abrechnung für den Abrechnungszeitraum 01.01. - 31.12. und ist Ihr neuer Mieter erst am 01.06. eingezogen, errechnen Sie so seinen Anteil an den verbrauchten Heizkosten:

40 (insgesamt für die Monate Juni, Juli, August)

+

30 (für den Monat September)

+

80 (für den Monat Oktober)

+

120 (für den Monat November)

+

160 (für den Monat Dezember)

=

430

Damit muss sich Ihr neuer Mieter zu einem Verbrauchsanteil von 430/1000 am Gesamtverbrauch beteiligen.

Den ansetzbaren Anteil pro Monat können Sie der nachfolgenden Gradtageszahlentabelle entnehmen.

Monat

Ansetzbarer Anteil pro Monat

Pro Tag

%

Januar

170

5,4839

17 %

Februar

150

5,3571

15 %

März

130

4,1935

13 %

April

 80

2,6667

 8 %

Mai

 40

1,2903

 4 %

Juni

 13

0,4333

 1 %

Juli

 13

0,4194

 1 %

August

 14

0,4516

 1 %

September

 30

1,0000

 3 %

Oktober

 80

2,5806

 8 %

November

120

4,0000

12 %

Dezember

160

5,1613

16 %

.

1000

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