Form

Die gesetzlichen Anforderungen an die Form einer Betriebskosten-Abrechnung sind nicht für alle Mietverhältnisse gleich.

Für Gewerbe- und preisfreien Wohnraum gibt es beispielsweise keine gesetzlich vorgeschriebene Form, wie Ihre Betriebskosten-Abrechnung aussehen muss.

Lediglich wenn Sie preisgebundenen Wohnraum vermieten, lautet das oberste Gebot: Bitte immer nur schriftlich abrechnen! Das gilt zumindest dann, wenn unterm Strich eine Nachzahlung für den Mieter herauskommt

Sie könnten also bei Gewerberaummietverhältnissen und bei normalen, preisfreien Mietwohnungen theoretisch dem Mieter seine Betriebskosten auch mündlich vortragen, schon aus Beweisgründen ist dies jedoch nicht empfehlenswert.

Rechnen Sie besser bei Gewerberaum und preisfreiem Wohnraum in jedem Fall in textlicher, gedruckter Form ab. Sie bzw. Ihr Verwalter muss die Abrechnung nicht einmal unterschreiben, damit sie wirksam ist. Deswegen können Sie Ihre Betriebskosten-Abrechnung nicht nur mit der Post schicken, sondern auch faxen oder mailen.

Sorgen Sie bei Ihrer Abrechnung für Urkundeneinheit. Darunter verstehen die Juristen: Gerade wenn Ihre Abrechnung aus mehreren Blättern besteht, müssen Sie die Zusammengehörigkeit entweder durch eine feste Verbindung - heften, klammern, binden o. Ä. - oder in sonst geeigneter Weise erkennbar machen.

Das können Sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, indem Sie

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die Seiten oder Blätter fortlaufend nummerieren,

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eine einheitliche grafische Gestaltung haben,

-

der Text inhaltlich einen Zusammenhang ergibt oder

-

vergleichbare Merkmale existieren,

sodass sich dadurch zweifelsfrei ergibt, dass die einzelnen Blätter Ihrer Abrechnung zusammenge­hören.

Ganz gleich, was Sie vermieten und ob unterm Strich eine Nachzahlung oder ein Guthaben herauskommt: Rechnen Sie immer schriftlich ab und unterschreiben Sie bitte Ihre Abrechnung. Achten Sie auf einen beweisfesten Zugang - z. B. mit Einwurfeinschreiben - beim Mieter.

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