Fernwärme

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Der Bundesgerichtshof definiert den Begriff Fernwärme wie folgt (BGH, Urteil v. 25.10.1989, NJW 1990, S. 1181): “Wird aus einer nicht im Eigentum des Gebäude­eigentümers stehenden Heizungsanlage von einem Dritten nach ­unternehmenswirtschaftlichen Gesichtspunkten eigenständig Wärme produziert und an den Gebäudeeigentümer geliefert, so handelt es sich um Fernwärme.

Auf die Nähe der Anlage zu dem versorgenden Gebäude oder das Vorhandensein eines größeren Leitungsnetzes kommt es nicht an.”

Grundlage für die Versorgung mit Fernwärme ist ein Wärmeliefervertrag. Der Inhalt richtet sich unter anderem nach dem BGB und der Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV).

Als Fernwärme bezeichnet man den Transport von thermischer Energie in wärmegedämmten, überwiegend erdverlegten Leitungen. Teilweise auch mittels einem durch Freileitungen ausgeführtem Rohrsystem vom Erzeuger oder der Sammelstelle der Wärme zur Heizung des Verbrauchers.

Dagegen wird unter Fernheizung die Erschließung ganzer Städte oder Stadtteile verstanden.

Da sich dadurch die Anzahl der Feuerstätten verringert, werden Emissionen, insbesondere der von CO2 , eingespart.

Die Kosten der Fernwärme fallen nach § 2 Nr. 4 c BetrKV unter die Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme.

Wird mit Fernwärme auch Warmwasser aufbereitet, lassen sich die Kosten als Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Warmwasser gemäß § 2 Nr. 5 b BetrKV umlegen.

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