Einsichtsrecht

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Es steht in keinem Gesetz, wo Sie dem Mieter die Betriebskostenbelege vorlegen müssen. Geht es nach den Gerichten, müssen Sie die Belege am Ort Ihres Mietobjekts vorlegen. Das bedeutet nicht, dass Sie Ihrem Mieter in seiner Wohnung die Rechnungen vorlegen müssen.

Wohnen Sie in Hamburg und vermieten Sie eine Wohnung in Berlin, müssen Sie die Belege in Berlin vorlegen.

Sie können die Belege auch in den Geschäftsräumen der Hausverwaltung zur Einsichtnahme bereithalten.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich diese in der Nähe des Mietobjekts befindet und sie verkehrsmäßig gut erreichbar ist (LG Frankfurt/Main, Urteil v. 07.09.1999, ZMR 1999, S. 764).

Wichtig zu wissen: Der Mieter muss Ihnen vorher ankündigen, wann er die Belege einsehen will. Am besten Sie teilen Ihrem Mieter gleich beim Zusenden mit, wo und innerhalb welchen Zeitraums er die Belege einsehen kann.

Verweigern oder erschweren Sie Ihrem Mieter das Einsichtsrecht, wird Ihr Nachzahlungsanspruch nicht fällig (OLG Düsseldorf, Schlussurteil v. 23.03.2000, 10 U 160/97, GE 2000, S. 602).

Ihr Mieter darf die Belege mit einer Digitalkamera bzw. seinem Handy abfotografieren (AG Charlottenburg, Beschluss v. 06.08.2010, 216 C 111/10; AG München, Urteil v. 21.09.2009, 412 C 34593/08).

Bieten Sie Ihrem Mieter gleich im Abrechnungsschreiben an, die Belege einzusehen. Am besten Sie teilen ihm gleich mit, wo und in welchem Zeitraum er die Abrechnungsbelege einsehen kann. Nehmen Sie bei der Terminierung auf berufs-tätige Mieter Rücksicht.

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