Betriebskostenvereinbarungen, verschiedene

Haben Sie in Ihrem Haus alte und neue Mietverträge, kann Ihnen Folgendes blühen: Laut Ihren alten Mietverträgen dürfen Sie bestimmte, grundsätzlich umlagefähige Betriebskosten wie z. B. die Gebäudeversicherungskosten nicht auf Ihre Mieter umlegen.

In Ihren neuen Mietverträgen haben Sie aber vereinbart, dass Sie dies dürfen.

Jetzt müssen Sie aus den Gesamtkosten für die Gebäudeversicherung den umzulegenden Anteil für Ihre Neumieter herausrechnen. Haben Sie keinen Umlageschlüssel mit diesen vereinbart, müssen Sie die Versicherungskosten entsprechend der Grundfläche der einzelnen Wohnungen auf die Mieter umlegen.

Teilen Sie also den Betrag erst einmal durch die Gesamtwohnfläche Ihres Hauses. Rechnen Sie dann zuerst den Anteil, der auf die Mieter mit den Altmietverträgen entfällt, aus der Gesamtsumme heraus. Diese Kosten müssen Sie leider aus der eigenen Tasche bezahlen, weil Sie es versäumt haben, mit Ihren Altmietern eine entsprechende Umlage-Vereinbarung zu schließen.

Nur den Rest dürfen Sie auf Ihre Mieter mit den neuen Mietverträgen und der entsprechenden ­Betriebskostenvereinbarung umlegen.

Rechtlich ist es möglich, mit jedem Mieter eine andere Betriebskostenvereinbarung zu treffen. Empfehlenswert ist es natürlich nicht! Ändern können Sie diesen Zustand nur, indem Sie mit Ihrem Mieter mit dem alten Mietvertrag vereinbaren, dass er zusätzliche Betriebskosten trägt. Das geht nur mit seiner Zustimmung.

Übrigens: Bewohnen Sie einen Teil Ihres Hauses selbst, müssen Sie ebenso rechnen: Erst den Anteil ermitteln, der auf Ihre eigen genutzte Wohnung entfällt, und diesen Betrag von den Gesamtkosten abziehen. Nur den Restbetrag dürfen Sie auf Ihre Mieter umlegen.

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