Betriebskosten, höhere

Sobald Ihre aktuellen Werte gegenüber den Werten des Vorjahres oder von den üblichen Betriebskosten abweichen, müssen Sie das Ihrem Mieter näher erläutern.

Das Kammergericht Berlin klärte, ab welcher Höhe Sie tätig werden müssen: Steigen die Preise um mehr als 10 %, müssen Sie dafür bereits in Ihrer Betriebskosten-Abrechnung Gründe angeben (KG Berlin, Urteil v. 12.01.2006, 12 U 216/04).

Einzige Ausnahme: Erhöhungen, auf die Sie keinen Einfluss haben, wie beispielsweise höhere Gas- oder Ölpreise.

Erhöhen sich jedoch beispielsweise die Hauswartkosten, müssen Sie im Streitfall Beweise vorlegen können, dass Sie sich um niedrigere Kosten bemüht haben.

Dafür reicht es schon, wenn Sie Kostenangebote anderer Dienstleister eingeholt haben. Geht daraus hervor, dass diese auch nicht billiger arbeiten würden als Ihr Hausmeister, sind Sie aus dem Schneider!

Vergleichen Sie die aktuellen Zahlen Ihrer Betriebskosten-Abrechnung mit den Zahlen der letzten Abrechnung. Rechnen Sie kurz durch, ob sich wesentliche Abweichungen gegenüber dem Vorjahr ergeben.

Klären Sie den Grund und ob es sich um Kosten handelt, die Sie durch geschickteres Verhandeln positiv beeinflussen können. Ansonsten riskieren Sie, dass Ihnen Ihr Mieter unwirtschaftliches Haushalten vorwirft und berechtigterweise die Bezahlung dieser Kosten ablehnt.

zurück zu: Betriebskosten-Abrechnung, Verständlichkeit
weiter mit: Betriebskosten-Klage

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.