Betriebskosten-Abrechnung, Inhalt

Geht es nach dem Bundesge­richtshof (Urteil vom 19.11.2008, VIII ZR 295/07), ist Ihre Betriebskosten-Abrechnung formell korrekt, wenn sie diese 4 Punkte erfüllt:

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Sie müssen die Gesamtkosten zusammengestellt haben.

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Sie müssen den zugrunde gelegten Verteilungsschlüssel angegeben und erläutert haben, sofern er nicht allgemeinverständlich ist, wie z. B. der Verteilerschlüssel Miteigentum.

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Sie müssen den Anteil des Mieters berechnet haben.

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Sie müssen die von Ihrem Mieter gezahlten Vorauszahlungen aufgelistet und vom Abrechnungsbetrag abgezogen haben.

Zudem muss Ihre Abrechnung nachvollziehbar und verständlich sein. Bemühen Sie sich also um eine übersichtliche, klare und widerspruchsfreie Abrechnung.

Erläutern Sie immer Ihre Abrechnung, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Inhalt Ihrer Abrechnung ohne die Erläuterung unverständlich ist. Stellen Sie jeden Rechenschritt, der nötig ist, um auf den Zahlungsbetrag des Mieters zu kommen, rechnerisch nachvollziehbar dar.

Ordnen Sie die einzelnen Rechnungen den 17 Betriebskosten-Arten der Betriebskostenverordnung zu.

Sie müssen aber nicht jede Einzelrechnung in Ihrer Betriebskosten-Abrechnung aufführen, sondern können z. B. Einzelrechnungen für Rasendünger und Rasensamen einfach zusammenrechnen und den Gesamtbetrag unter Gartenpflegekosten ausweisen. Gleiches gilt für Sach- und Haftpflichtversicherung und das Frisch- und Schmutzwasser (BGH, Urteil v. 16.09.2009, VIII ZR 346/08; BGH, Urteil v. 15.07.2009, VIII ZR 340/08).

Halten Sie sich vor Augen: Ist Ihre Abrechnung nicht nachvollziehbar, wird Ihr Nachzahlungsan­spruch erst gar nicht fällig. Um an das Geld zu kommen, müssen Sie dann Ihre Abrechnung nachbessern.

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