| Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Betriebs- oder Instandhaltungskosten? Wer den E-Check zahlen muss

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Der Herd, die elektrische Zahnbürste und unsere über alles geliebte Kaffeemaschine: Wir sind umgeben von elektrischen Helferleins, die alle unter Strom stehen. 

Dabei ist die Gefahr, die durch Elektrizität entsteht, für das menschliche Auge unsichtbar und wird deshalb von vielen unterschätzt. Schon ein fehlender oder defekter Schutzleiter einer Lampe reicht schon aus, um das gesamte Gehäuse unter Strom zu setzen. 

Mit einem E-Check können potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig erkannt und repariert werden. Damit erhalten Sie Gewissheit, dass Ihr Haus für alle sicher ist. 

Experten empfehlen, Ihr Stromnetz entsprechend der DIN VDE 0105 alle 4 Jahre überprüfen zu lassen. Die Fachbetriebe nennen das E-Check. So ein E-Check garantiert Ihnen, dass Ihre elektrischen Anlagen keine Sicherheitsmängel haben. Dafür gibt es als sichtbaren Beweis eine Plakette und ein Prüfprotokoll.

Ein E-Check ist kein gesetzliches Muss. Bei den entsprechenden DIN-Normen handelt es sich nicht um Rechtsvorschriften, sondern um private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter (BGH, Urteil. v. 14.5.1998, VII ZR 184/97). Deswegen reicht es im Allgemeinen aus, wenn Sie erst bei auftretenden Unregelmäßigkeiten oder vom Mieter angezeigten Mängeln an der Elektrizitätsversorgung unverzüglich einen Fachmann kommen lassen.  

Die Kosten dafür sind jedoch nur dann als Betriebskosten auf die Mieter umlegbar, wenn Sie das bereits im Mietvertrag unter "Sonstige Betriebskosten" so vereinbart haben und der Check nicht dem Beseitigen von Mängeln dient, sondern allein der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft (BGH, Urteil v. 14.02.2007, VIII ZR 123/06).

 

zurück zu: Durchflussbegrenzer
weiter mit: Eichgebühren

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

 meineimmobilie.de-Tipp

Kosten, die nicht jährlich, sondern nur alle paar Jahre, also in unregelmäßigen Abständen, anfallen, nennt man aperiodische Kosten.

 

Solche aperiodischen Kosten können Sie

 

  • entweder "in einem Aufwasch" im Jahr ihres Anfalls auf den Mieter umlegen oder
  • Sie können sie auf mehrere Jahre verteilen.

 

Ein typisches Beispiel dafür sind z. B. Eichkosten für den Wasserzähler, die Kosten für das Fällen von Bäumen oder für den E-Check.