Abwasserkosten

Nicht nur die Gebühren für öffentliche, sondern auch die Kosten für eine private Haus- und Grundstücksentwässerungsanlage dürfen Sie umlegen.

Die entstandenen Kosten für die öffentliche Entwässerungseinrichtung wird auch vielerorts Kanal- oder Sielgebühr genannt. Diese Gebühren sind unstreitig auf den Mieter umlegbar.

Nach einem BGH-Urteil dürfen Sie auch die Kosten für Frischwasser und Schmutzwasser in einer Summe zusammenfassen und einheitlich abrechnen, wenn Sie die Umlage dieser Kosten einheitlich nach dem durch Zähler erfassten Frischwasserverbrauch vornehmen (BGH, Urteil v. 09.07.2009, VIII ZR 340/08).

Mancherorts wird eine einheitliche Gebühr für das Abführen des Schmutzwassers des Hauses und des Oberflächenwassers erhoben. Teilweise wird auch eine extra Gebühr für das Oberflächenwasser ausgewiesen. Egal wie das Ihre Gemeinde nennt: An der Umlagefähigkeit der Kosten ändert das nichts!

Betreiben Sie eine hauseigene Abwasseranlage und muss die Sammel- oder Sickergrube entleert werden, zählen diese Kosten zu den umlegbaren Entwässerungskosten. Muss also Schmutzwasser oder Klärschlamm abgefahren werden oder kommen zusätzlich Reinigungs- oder Wartungskosten auf Sie zu, dürfen Sie die Ihrem Mieter auf die Betriebskosten-Abrechnung setzen.

Die Kosten, die Ihnen für einen Installateur entstehen, der Ihnen eine Rohrverstopfung im Haus beseitigt, zählen dagegen nicht mehr zu den umlagefähigen Entwässerungskosten. Das Gleiche gilt für vorbeugende Rohrreinigungskosten. Die zählen zu den nicht umlegbaren Wartungskosten.

Sie müssen auch die Kosten für den einmaligen Kanalanschluss von Ihrer Betriebskosten-Abrechnung streichen!

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