Ablesetermine, versäumte

Stichworte zu diesem Thema

Verweigert Ihr Mieter die Ablesung oder versäumt er schuldhaft einen korrekt angekündigten Ablesetermin, macht er sich schadenersatzpflichtig. Von einem Verschulden kann allerdings erst nach der 2. erfolglosen Ankündigung ohne Reaktion ausgegangen werden (AG Hamburg, WM 1996, S. 348). Erst ab dem 3. aufeinander folgenden Termin liegt ein zwingender Grund im Sinn von § 9 a Heizkostenverordnung vor. Das bedeutet, dass Sie die Heizkosten schätzen dürfen (AG Brandenburg, Urteil v. 04.10.2004, 32 (33] C 110/04, NZM 2005, S. 257).

Als Vermieter sind Sie nach § 4 Abs. 2 Satz 1 Heizkostenverordnung verpflichtet, die Wohnung mit Verbrauchserfassungsgeräten auszustatten.

Daraus wird die Pflicht des Mieters hergeleitet, dem Vermieter den Zutritt zum Ablesen der Geräte zu ermöglichen. Müssen Sie den Verbrauch schätzen, dürfen Sie sich dabei entweder auf vorausgegangene Abrechnungen des Mieters berufen oder aber sich an dem Verbrauch einer vergleichbaren Wohnung orientieren. Beides ist zulässig!

Wichtig: Können Sie wegen der fehlenden Ablesung die Abrechnung für die restlichen Mieter nicht vornehmen, können die nach § 12 Abs. 1 HKVO ihre Abrechnung um 15 % kürzen!

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