Ablesetermine

Nach der neuen Heizkostenverordnung, die seit dem 01.01.2009 gilt, müssen Sie Ihrem Mieter möglichst zeitnah die erfassten Verbrauchswerte schriftlich mitteilen (§ 6 Abs. 1 HKVO). Das muss schon innerhalb eines Monats nach der Ablesung bzw. Erfassung der Werte geschehen!

Um diese Informationspflicht kommen Sie nur herum, wenn Ihre Geräte die Verbrauchsdaten speichern, sodass Ihr Mieter die Daten jederzeit selbst nachprüfen kann (§ 6 Abs. 1 HKVO).

Wer dagegen noch Heizkosten­verteiler mit einer Verdunsterampulle hat oder elektronische Geräte, die keine Werte speichern, muss dem Mieter die Verbrauchswerte innerhalb 1 Monats zukommen lassen. Dafür reicht es schon, wenn Sie dem Mieter die Ablese-Quittung aushändigen.

Wichtig zu wissen: Von der Informationspflicht über die Verbrauchswerte sind Ihre Warmwasserzähler ausgenommen.

Vergeht zu viel Zeit zwischen dem Abrechnungszeitraum und dem Ablesetermin, müssen Sie zwar keine Kürzung nach § 12 Abs. 1 HKVO hinnehmen, allerdings bringen Sie sich damit in Beweisnot, denn Sie müssen nun beweisen, dass Ihre Zahlen richtig sind!

Kündigen Sie den Ablesetermin mindestens 10 bis 14 Tage vorher korrekt an! Entweder per gut sichtbarem Aushang im Treppenhaus oder besser: Lassen Sie die Mitteilung durch einen Boten in den Hausbriefkasten der Mieter werfen. In die Mitteilung müssen die Adresse, die Telefonnummer und der Name des Ablesers rein.

Schreiben Sie immer 2 Termine in Ihr Mitteilungsschreiben hinein. Üben Sie dadurch moralischen Druck auf den Mieter aus, dass Sie zumindest einen der Termine für verbindlich erklären.

Weisen Sie den Mieter auf Ihre Rechte bei einer nicht rechtzeitigen Absage des Termins hin: Sie können den Verbrauch schätzen bzw. sich den Eintritt per einstweiliger Verfügung verschaffen.

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