Montag, 18.05.2009 | Autor: Hans Jürgen Krolkiewicz/mb

Bauvorbereitung nach Plan

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Bei einem Hausbau sind viele Firmen und Behörden beteiligt. Wenn der Eigentümer bereits bei der Bauvorbereitung buchführt, behält er den Überblick über Kontakte, Zeitplan und die Ausgaben.

Wer Zeit und Nerven sparen will, sollte einen Zeitplan festlegen, sobald der Entschluss zum Bauen gefasst wird. Empfehlenswert ist, nicht mit losen Blättern zu arbeiten, sondern sich ein Ringbuch mit auswechselbaren Blättern anzulegen. Parallel kann auch eine Datei dafür im Computer angelegt werden, jedoch hat die Praxis gezeigt, dass alles, was handschriftlich festgehalten wird, intensiver im Gedächtnis haften bleibt.

Buchführen über die Bauvorbereitung

Im Bauvorbereitungsbuch sollten, von Beginn des Bauvorhabens an, einige Seiten für Adressen reserviert werden, die während der Bauphase wichtig sind.

Dazu zählen Ämter, Dienststellen, Behörden, Banken, Bausparkassen, Makler, Architekten, Bauunternehmen, Fertighaus-Anbieter, Handwerker, Baustoffhersteller, Baustoffhändler. Die Adressen sollten jeweils mit Namen, Anschrift, Telefon und E-Mail-Adresse aufgeführt sein.

Alle Unterlagen systematisch ablegen

In dem Bauvorbereitungsbuch müssen auch der Schriftverkehr und andere wichtige Vorgänge mit Datum und Kopie festgehalten werden. So lassen sich im Streitfall schnell Beweise zur Begründung finden. Außerdem sollte ein Zeitplan für alle zu erledigenden Maßnahmen und für den eigentlichen Bauablauf feststehen. Diesen erstellt der Bauherr zunächst als Idealplan für sich selbst und passt ihn dann mit seiner Bank, seinem Architekten und dem Hausbauunternehmen beziehungsweise den Handwerkern an.

Oft wird dabei der Fehler gemacht, Termine zu setzen, die für den späteren Bauablauf zu knapp bemessen sind. Die Zeitkalkulation ist meist noch diffiziler als die finanzielle Planung und wirkt sich unter Umständen bei nicht eingeplanten Verzögerungen auch negativ auf die Kosten aus. Genügend Pufferzeiten und Reserven sind also wichtig, da im Vorfeld unbekannte Faktoren den Zeitplan gehörig verändern können.

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Es schreibt für Sie

Hans Jürgen Krolkiewicz, beratender Ingenieur BDB (BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.), ist als freier Fachjournalist DJV mit eigenem Pressebüro seit über 25 Jahren in Köln tätig. Seine ...
Hans Jürgen Krolkiewicz

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Vereinbaren Sie grundsätzlich immer feste Termine mit allen, die den Bau ausführen. Legen Sie in Ihrem Bauvorbereitungsbuch schon jetzt diese Termine fest und kontrollieren Sie permanent deren Einhaltung. Als Faustregel gilt, dass eine gute Vorbereitungsphase, die konkrete Planung, die Verhandlung mit Kreditgebern und Behörden und die eigentliche Bauzeit in der Regel einen Zeitraum von rund zwei Jahren oder mehr in Anspruch nehmen. Das mag Ihnen auf den ersten Blick übertrieben vorkommen, doch vor allem, wenn Sie günstig bauen wollen, müssen Sie sich dafür ausreichend Zeit nehmen.