Nerven schonen beim Hausbau

Bevor die neuen vier Wände gebaut werden, sollte der Bauherr einige wichtige Entscheidungen treffen und sich gut auf sein Bauvorhaben vorbereiten. Von den Kosten über staatliche Förderprogramme bis hin zum Bebauungsplan - der Bauherr sollte sich mit all dem befasst haben, bevor die Bagger anrollen, raten die Fachleute vom TÜV Rheinland.
Sonderwünsche kosten extra
Wenn der Bauherr sich darüber Gedanken macht, wie sein Haus aussehen soll, fällt er damit auch schon Entscheidungen über das Bauvolumen: Ein freistehendes Einfamilienhaus mit Keller oder eine Doppelhaushälfte? Je nach Größe und Ausstattung des Hauses variieren die Kosten beträchtlich. "Wer Wert auf individuelle Gestaltung legt und nichts von der Stange möchte, zahlt mehr. Die Kosten können leicht über eine Million Euro steigen", sagt Dieter Straußberger vom TÜV Rheinland. Deshalb empfiehlt er, sich die eigenen Erwartungen und Ansprüche an das künftige Heim vorher bewusst zu machen. Anhand dieser Vorstellungen muss der Bauherr sein Bauvorhaben dann genau kalkulieren.
Auch das Grundstück sollte mit Bedacht gewählt werden. Dazu rät der TÜV, vorab den Bebauungsplan der Kommune einzusehen um zu erfahren, ob in der Nähe zum Beispiel der Bau einer Umgehungsstraße geplant ist. Der Bebauungsplan schreibt außerdem vor, wie die Häuser in einem Gebiet aussehen dürfen. Allgemein gilt: Was im Bebauungsplan nicht geregelt ist, lässt sich meist frei bestimmen.
Förderprogramme für die Baufinanzierung
Bei der Finanzierung kann der Bauherr auf diverse Förderprogramme zurückgreifen, zum Beispiel wenn er ein Energiesparhaus bauen will. Der TÜV empfiehlt für die Finanzierungsplanung, dass mindestens 20 bis 40 Prozent der Kosten durch Eigenkapital gedeckt sein sollten.